Beim Neujahrsempfang stellte Abt Hermann Josef in diesem Jahr die Frage, was denn das Besondere sei an "Dinner for one", dass es sich Jahr um Jahr hartnäckig im Silversterprogramm halte. Und er führte dazu aus: "Vielleicht ist es ja gar nicht dieser besondere Geburtstag, der da jedes Jahr wieder gefeiert wird. Vielleicht geht es auch gar nicht so um den Jahreswechsel, den wir doch immer gern mit vielen tiefen Bedeutungen aufladen. Ja vielleicht spricht so manchen dieser kurze Sketch auch schlichtweg aus der Seele. Irgendwie ist das was da geredet wird nämlich zutiefst menschlich. Ehrlich menschlich. Zwischen Gratulationen und der Besprechung der Menüfolge ist es immer die gleiche Frage, mit immer der gleichen Antwort: The same procedure as last year? - The same procedure as every year. Das gleiche wie im letzten Jahr? Das gleiche wie jedes Jahr! (…) Wie Butler James im Sketch so tragen auch wir diese andere Seite in uns: Muss es wirklich so sein wie letztes Jahr? Muss es wirklich so sein wie es halt immer ist in meinem Leben? Kann ich nicht einmal ausbrechen aus den eingeschleiften Gewohnheiten? Kann sich nicht auch mal etwas ändern – oder sogar weiterentwickeln? Kann vielleicht sogar ich mich ändern? Besonders diese letzte Frage scheint viele Menschen zu beschäftigen. Wir schmieden Pläne, was im neuen Jahr anders, besser werden soll. Wir fassen gute Vorsätze! Und meistens sind sie dann schneller gebrochen als gefasst. Soll am Ende Miss Sophie Recht behalten? Ist es am Ende Realität, dass eben doch alles wie immer bleibt? Dabei wissen wir doch bereits, dass nichts beim Alten bleibt. Mit jedem Tag kommt die Veränderung in unser Leben. Mit jedem Schritt den wir tun schreiten wir voran in unserem Dasein."
Und Abt Hermann Josef gab allen Anwesenden den Wunsch mit, dass wir zwar nicht wissen werden, wie das neue Jahr verlaufen werde, dass sich aber die Welt mit Sicherheit verändern werde und wir mit ihr – und mit Gottes Segen hoffentlich in einem guten neuen Jahr.
Am 2. Februar konnte P. Philipp seinen 30. Geburtstag begehen. Im kleinen Kreis von Verwandten, Mitbrüdern und Freunden feierte er in froher Runde im Speisesaal unseres Klosters. Zeitgleich nahmen Abt Hermann Josef und P. Ephrem an der Beerdigung von Abt Ton Baeten in der Abtei Berne teil, der am 26. Januar gestorben war. Abt Ton Baeten war von 1982 bis 2000 Abt unserer Mutterabtei Berne in Heeswijk und Studienkollegen von P. Wolfgang, P. Ephrem und dem schon verstorbenen P. Roger. Sein Beerdigungstag, der 2. Februar, war zugleich ein besonderer Tag, denn an diesem Tag begannen die Mitbrüder nach der Französischen Revolution 1857 wieder mit dem klösterlichen Gemeinschaftsleben in Berne/Heeswijk.
Seinen 75. Geburtstag konnte Generalabt Thomas am 4. März in Rom feiern. Zu dieser Feier waren neben einem seiner Brüder mit Familie und den Definitoren, einige mit ihm bekannte deutschsprachige Priester und auch die Hausgemeinschaft im Generalat eingeladen. Nach dem Gottesdienst gab es einen festlichen Empfang und ein "pranzo festivo", ein festliches Mittagessen. Auch Abt Hermann Josef konnte im Namen der Klostergemeinschaft die besten Wünsche übermitteln, bevor er tags darauf zur Jahresversammlung der UCESM nach Bukarest weiterreiste.
Eine Woche später fand am 11. März die Abtsbenediktion von Abt Marc Fierens in Averbode statt. Abt Hermann Josef vertrat die Gemeinschaft von Windberg und wünschte dem neuen Abt viel Kraft und Gottes Segen.
An diese Feier schloss sich die letzte Sitzung des Definitoriums vor dem Generalkapitel in der Abtei Berne an, die vom 12. bis 14. März ging. Schwerpunkt waren die letzten Vorbereitungen und Absprachen für das Generalkapitel und ein Besuch in der ehemaligen Augustinerchorherren-Abtei Rolduc (Kerkrade), die von der Diözese Roermond u.a. als Tagungshotel genutzt wird.
Vom 19. bis 23. März fanden die jährlichen Konventexerzitien statt. In Kostenz hielt unser Exerzitienbegleiter P. Pius Kirchgessner OFMCap Vorträge unter dem Titel "Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen!" Für die Mitbrüder, die sich in dieser Woche vor dem Palmsonntag freimachen konnten, waren es ruhige und besinnliche Tage, die gut auf die Karwoche einstimmten.
"Gut. Wir sind da." Unter diesem Motto luden am 21. April viele Klöster und geistliche Gemeinschaften zu einem bundesweiten "Tag der offenen Klöster". Nachdem unsere Pfarr- und Klosterkirche derzeit wegen Renovierung geschlossen ist, hat unsere Gemeinschaft ein kleineres Format angeboten. Mit einer kleinen Führung durch die privaten Räume des Klosters, bei der wir den Besuchern unsere Lebensweise zu veranschaulichen versuchten, einer anschließenden Kaffeerunde im Refektorium und einer gemeinsamen Vesper in der Sakristei beschlossen wir diesen Tag der offenen Klöster. Für die 15 Teilnehmer war es ein interessanter und aufschlussreicher Nachmittag. Ein paar Wochen zuvor wurde mit ein paar Mitbrüdern ein Werbe-Clip für den Tag der offenen Klöster aufgenommen, der von der DOK initiiert wurde. Die Mitbrüder hatten sichtlich Spaß daran.
Weihbischof Reinhard Pappenberger firmte am 11. Mai in Hunderdorf auch 27 Windberger Jugendliche, die von P. Felix auf diesen Tag vorbereitet wurden. Es war eine schöne und gelungene Feier, die von P. Martin in Hunderdorf vorbereitet und organisiert wurde. Vielen Dank dafür!
Ein weiterer Studienkollege von P. Wolfgang, P. Ephrem und dem schon verstorbenen P. Roger aus der Abtei Berne war P. Edmund Wim Manders. Er starb am 22. Mai und war lange Zeit als Pastor in Tilburg tätig. Sein 60-jähriges Priesterjubiläum feierte er noch im letzten Jahr, als er mit Abt Denis auf einen kurzen Besuch bei uns in Windberg war. Am 28. Mai war die Beerdigung, an der P. Ephrem teilgenommen und die Gemeinschaft von Windberg vertreten hat.
Wie im letzten Jahren feierte die Klostergemeinschaft am 6. Juni das Norbertusfest im Bürgersaal, bei der Abt Hermann Josef die Predigt hielt. Anschließend saßen die Mitbrüder in gemütlicher Runde zusammen.
Vom 10. bis 13. Juni fand die alljährliche DOK-Mitgliederversammlung in Vallendar statt. Der Studienteil der Versammlung stand unter dem Titel: "Berufung. Gottes Lebensprojekt mit uns." Nach den Regularien einer Mitgliederversammlung sprach P. Ludger Schulte als Hauptreferent über das Thema "Auf der Suche nach unserer Identität – Die christliche Berufung neu entdecken." Er stellte darin die Ordensberufung in den Kontext der Frage nach der Identität eines Menschen. Interessant war aber auch für viele die Außensicht von Herrn Johannes Maria Steinke, der beim größten Chemiekonzern BASF für die Personalbeschaffung zuständig ist. Er sprach zum Thema "Damit die Chemie stimmt. Was ein Großunternehmen unternimmt, um Talente zu gewinnen und zu halten." Darüber hinaus wurde in der Versammlung im Verlauf der Tagung der DOK-Vorstand neu gewählt. Neue Vorsitzende der DOK ist Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF, Provinzoberin der Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe, Provinz Lüdinghausen. Sr. Katharina wurde 1964 in Düsseldorf geboren. Sie studierte Theologie und Psychologie in Bonn und Rom. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung den Prior des Zisterzienserklosters Langwaden, P. Bruno Robeck OCist. Zusammen mit der Generalsekretärin bilden sie den geschäftsführenden Vorstand. Der bisherige Vorsitzende der DOK, Abt Hermann Josef Kugler OPraem stand nicht mehr zur Wahl. Er hatte das Amt seit dem Jahr 2010 inne. Zuvor war er bereits seit dem Jahr 2004 Mitglied im Vorstand der damaligen Vereinigung Deutscher Ordensobern (VDO) gewesen, sowie seit deren Gründung im Jahr 2006 2. Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK). Die als 2. Vorsitzende ebenfalls scheidende Generaloberin Sr. Regina Pröls dankte Abt Hermann Josef herzlich für seinen langjährigen Dienst: "Das Miteinander im Vorstand war großartig. Wir haben immer Ihre Wertschätzung gespürt!" Auch Sr. Regina stellte sich nicht mehr für den geschäftsführenden DOK-Vorstand zur Wahl. Sie bleibt jedoch Mitglied des neuen erweiterten Vorstands. Zu dessen weiteren Mitgliedern wurden gewählt: Abt Markus Eller OSB, Abt des Benediktinerklosters Scheyern, Br. Lukas Jünemann CFP, Generalminister der Armen-Brüder des hl. Franziskus, Sr. Scholastika Jurt OP, Generalpriorin der Dominikanerinnen Arenberg, P. Peter Kreutzwald OP, Provinzial der norddeutschen Dominikaner sowie Sr. Hildegard Schreier MC, Generalleiterin der Gemeinschaft der Missionarinnen Christi.
Für die Klostergemeinschaft in Roggenburg waren die Tage am 16. und 17. Juni große Festtage, denn an diesen beiden Tagen feierte P. Joachim Geilich seine Priesterweihe und Klosterprimiz. Abt Hermann Josef und einige Mitbrüder aus der Abtei Windberg nahmen an diesen Feierlichkeiten bei schönstem Wetter teil.
Fast unbemerkt und im kleinen Kreis feierte P. Andreas im Kloster Speinshart am 24. Juni sein goldenes Priesterjubiläum. P. Andreas wurde am 29. Juni 1968 in Regensburg zum Priester geweiht. Nach dem Sonntagsgottesdienst gab es für den Jubilar einen kleinen Empfang – ganz in seinem Sinne.
Auf Einladung der Gemeinde von Albrechtice lud die Pfarrgemeinde Windberg zusammen mit dem Freundeskreis Windberg alle Interessierten am 30. Juni zu einem Ausflug nach Albrechtice ein. Mit einem voll besetzten Bus und bei schönstem Wetter erlebten die Teilnehmer einen erlebnisreichen Tag. Neben einem festlich gestalteten Gottesdienst in der ältesten Kirche Böhmens und einer Mittagspause in Bergreichenstein und einer kleinen Rundfahrt durch den Böhmerwald war der Tag für alle Beteiligten recht kurzweilig.
Inzwischen hat es sich bewährt, dass sich alle feierlichen Professen für ein ausführliches Kanoniekapitel Zeit nehmen, um neben den Sachthemen auch Gemeinschaft zu pflegen und miteinander Gottesdienst zu feiern. Das diesjährige Kapitel begann am Sonntagabend, den 1. Juli. Neben den Personalfragen und den Rechenschaftsberichten der Provisoren hatte der Kapitel am 2. Juli im Studienteil den Schwerpunkt: "Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung. Jugendsynode 2018."
Prof Dr. Katharina Karl, Münster/Benediktbeuern, erläuterte in ihrem Vortrag die (religiöse) Situation junger Menschen und die Ergebnisse der Eingaben, die im Vorfeld der Jugendsynode gemacht worden sind, die im Herbst in Rom stattfinden wird.
Alle 6 Jahre tagt das höchste Gremium unseres Ordens: das Generalkapitel. Vom 22. Juli bis 4. August kamen ca. 120 Teilnehmer aus allen Gemeinschaften unseres Ordens weltweit in der ehemaligen Augustinerchorherren-Abtei Rolduc (Kerkrade)zusammen. Die 84 Kapitelväter wählten am 24. Juli den belgischen Abt Jos Wouters zum Nachfolger von Generalabt Thomas Hand-grätinger, der 15 Jahre unserem Orden als Generalabt vorgestanden hat. Neben der Verabschiedung der überarbeiteten Konstitutionen und Statuten, der Erhebung der ungarischen Kanonie Gödöllö zur Abtei war die Wahl des neuen Ordensdefinitoriums ein Schwerpunkt dieser Tagung.
Der Sommermonat August ist in der Region Straubing stark geprägt vom Gäubodenvolksfest, dem sich auch so manche Mitbrüder nicht entziehen können. Unser Dekan, P. Martin, lud alle Mitbrüder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge zu einem gemütlichen Conveniat auf dem Volksfest ein. Am Montag, den 13. August, nahmen sich etliche Mitbrüder dafür Zeit, um die Gemeinschaft im Dekanat zu pflegen.
Hauptfest in Windberg ist im Monat August immer das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, das zugleich das Patronatsfest unserer Pfarr- und Klosterkirche ist. Am 15. August feierte Abt Hermann Josef zusammen mit den Mitbrüdern und den Pfarrangehörigen im Bürgersaal eine festliche Messe und anschließend lud der neue Pfarrgemeinderat zu einem Stehempfang auf dem Platz vor dem Amtshaus ein.
Es war für unsere Gemeinschaft ein hoffnungsvolles Zeichen, dass wir mit Herrn Markus Böhnert aus Nabburg am 7. September einen jungen Mann in das Noviziat aufnehmen konnten. Im Rahmen einer feierlichen Vesper im Bürgersaal, an der auch seine Eltern, seine Brüder und einige seiner Freunde teilnahmen, erhielt er neben dem weißen Ordensgewand auch seinen Klosternamen Fr. Elija. Wir hoffen und wünschen ihm für seinen Weg im Kloster alles Gute und Gottes Segen!
Am 16. September feierte die Klostergemeinschaft zusammen mit der Pfarrgemeinde bei herrlichem Wetter das Kreuzbergfest, das Patrozinium der Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Kreuzberg. Die Wallfahrtskirche Hl. Kreuz hat Abt Franziskus Knodt 1695 erbauen lassen. Bis heute wird jeden Freitag-nachmittag eine Hl. Messe gefeiert, an der je nach Wetterlage etliche Menschen aus der Umgebung teilnehmen.
Datiert vom 19. September wurde von der Religiosenkongregation in Rom das Austrittsgesuch von P. Rupert genehmigt, der damit unsere Ordensgemeinschaft verlässt, um künftig als Priester für die Diözese Essen tätig zu sein. Bischof Franz Josef Overbeck, der als Militärbischof fungiert, hat sein Einverständnis dazu gegeben. Seit gut einem Jahr arbeitet P. Rupert als Leiter des neu errichteten Instituts für Wehrmedizinische Ethik an der Sanitätsakademie in München. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg und seine Arbeit als Priester der Diözese Essen alles Gute und Gottes Segen!
Das Stift Schlägl feierte am 30. September sein 800-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass feierte Generalabt em. Thomas Handgrätinger am Vormittag einen festlichen Gottesdienst, an dem Mitbrüder und Mitschwestern aus der deutschen, böhmischen und ungarischen Zirkarie teilnahmen. Nachmittags gab es ein festliches Konzert mit Musik aus dem 16./17. Jahrhundert, z.T. mit Musikalien aus dem Schlägler Klosterarchiv. Abends wurde die neu und modern gestaltete Hauskapelle von Generalabt Jos Wouters gesegnet. Der Festtag klang mit einem festlichen Abendessen aus. Tags darauf, am 1. Oktober, schloss sich das deutschsprachige Zirkarietreffen an. Thema war neben den Berichten aus den einzelnen Häusern vor allem das bevorstehende Ordensjubiläum.
Nachdem heuer die Planungen für einen Konventausflug sehr kurzfristig getroffen wurden und Abt Hermann Josef als Referent beim Ordenstag in München tätig war, machte sich eine Gruppe von sieben Mitbrüder am 3. Oktober zu einem gemeinsamen Ausflug in die Heimat des neuen Novizen Fr. Elias auf. So feierten die Mitbrüder in der Stadtpfarrkirche in Nabburg einen gemeinsamen Gottesdienst mit der Gemeinde, sie besichtigten die Stadt, machten eine kleine Kaffeepause bei den Eltern von Fr. Elias und besichtigten die romanische Kirche in Perschen. Für alle, die teilnehmen konnten, war es ein gelungener und erholsamer Tag!
Nachdem sich der neue Generalabt Jos Wouters in Rom gut eingefunden hat, fand vom 22. bis 24. November die erste Sitzung des neuen Ordensdefinitoriums statt. Themen waren neben der Nachreflexion des Generalkapitels die Besetzung der verschiedenen Ordenskommissionen und Berichte aus einzelnen Häusern. Abt Hermann Josef wurde von Generalabt Jos Wouters als Administrator von Speinshart neu ernannt und bestätigt und zum Vorsitzenden der Spiritualitätskommission ernannt.
Am Freitag, den 23. November wurde im Rahmen eines Recollectionsabends, den P. Gabriel gestaltet hat, im Rahmen der Komplet der neue Meditationsraum im 2. Stock der Klausur gesegnet. Fr. Elias hat diesen Raum mit P. Felix schön gestaltet, der allen Mitbrüdern zur persönlichen Betrachtung zur Verfügung steht. Möge dieser Raum den Mitbrüdern eine Hilfe sein, die persönliche Gottesfreundschaft zu vertiefen!
Wie in jedem Jahr schloss das Jahr mit der traditionellen Hausgemeinschaftsfeier am 22. Dezember ab, an der Mitbrüder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinander auf ein gutes und erfolgreiches Jahr zurückblickten und sich auf das Weihnachtsfest einstimmten. Nachdem heuer Abt Hermann Josef verhindert war, hielt Prior, P. Jakob, die besinnliche Ansprache während der Vesper und P. Michael bedankte sich als Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte und Provisor des Klosters bei allen Mitarbeitern. Und wieder steht ein neues Jahr vor der Tür. Mit dem Dichter Theodor Fontane fragen sich viele:
"Ein neues Buch, ein neues Jahr.
Was werden die Tage bringen?
Wird´s werden, wie´s immer war.
Halb scheitern, halb gelingen?"
– Wir werden sehen.
Abt Hermann Josef ging in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang von der These sogenannter Zukunftsforscher aus, die lautet: "Die Welt wird von Überraschungen, so genannten "Wild Cards" bestimmt, so dass die einzige Sicherheit die Unsicherheit ist." Solche "Wild Cards" sind nach ihrer Definition jene überraschenden Querschläger, die unsere Welt abrupt auf den Kopf stellen, und Ereignisse, die überhaupt nicht vorauszuberechnen seien. Sicher habe es – so der Abt – auch bei dem einen oder anderen unserer Gemeinde ganz persönlich eine "Wild Card", ein unvorhersagbares Ereignis gegeben, das das Leben und die eigene Zukunft auf den Kopf gestellt hat. Da können Beziehungen auseinander gegangen sein, Freundschaften, die wegen einem Streit zerbrochen sind, da kann eine schlechte Diagnose beim Arzt das Leben umkrempeln oder auch die finanzielle Existenz kann bedroht worden sein, wenn man plötzlich seinen Arbeitsplatz verliert. Darunter habe es aber sicherlich auch das eine oder andere positive Ereignis gegeben, das das Leben gänzlich verändert hat. So hat mancher vielleicht einen netten Menschen oder einen neuen Partner/eine neue Partnerin kennen gelernt, Paare erwarten nach Jahren der Kinderlosigkeit ein Kind und vielleicht hat der eine oder andere auch trotz wirtschaftlicher Lage positive Veränderungen im Beruf erfahren.
Welche "Wild Card" die Menschen auch immer im privaten und gesellschaftlichem Leben gezogen haben und welches überraschende Ereignis im neuen Jahr auf sie zukommen wird, versicherte Abt Hermann Josef, dass sie sicher sein können, dass Gott sie durch alle positiven und negativen Ereignisse im Leben und in der Gesellschaft hindurch begleiten werde. Er zitierte die folgenden Sätze von der hl. Theresa von Avila, die er als Wunsch für das neue Jahr allen mitgab: "Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles vergeht. Nur Gott bleibt derselbe. Lebt Gott in dir, was brauchst du anderes? Gott allein genügt!" Sein Fazit: Lebt Gott in uns, dann können wir auch dunkle Stunden, schlechte Tage und so manche "Wild Card" in den großen und kleinen Katastrophen und Dingen des Alltags und des Lebens überstehen.
Am 27. Januar beging Bischof Rudolf den Jahrestag seiner Bischofsweihe in Regensburg. Abt Hermann Josef nahm als Vertreter an der Pontifikalvesper im Hohen Dom zu Regensburg teil.
Am Sonntag, den 3. Februar, feierte die Pfarrgemeinde Windberg ihren Pfarrpatron, den hl. Blasius, dem die frühere Pfarrkirche geweiht war. Abt Hermann Josef hielt den Festgottesdienst und spendete im Anschluss der anwesenden Gemeinde den Blasiussegen.
Nachmittags nahm Abt Hermann Josef zum Tag des gottgeweihten Lebens an der feierlichen Vesper im Dom zu Regensburg teil.
P. Christoph Wrembek SJ begleitete unsere geistlichen Einkehrtage im Kloster Kostenz vom 11. bis 15. März unter dem Bibelwort "Nehmt immer eifriger am Werk des Herrn teil!" (1 Kor 15, 58). Ausgehend von den Übungen des hl. Ignatius vergewisserten wir uns in unseren Betrachtungen unseres Fundaments und stellten uns den grundsätzlichen Fragen unseres Lebens: Was ist das Ziel meines Lebens? Welche Wünsche und Sehnsüchte bewegen mich? Hier gab er uns das bedenkenswerte Wort mit: "Wer immer verzichtet, ist krank – wer niemals verzichtet, wird krank!" Die geistlichen Vorträge dieser Woche stellte er stets unter ein Bibelwort, von den Versuchungen Jesu angefangen, über den neuen Wein in neuen Schläuchen, über die Begegnung Jesu mit der Sünderin, das Messiasbekenntnis des Petrus, die Gestalt des Simon von Cyrene und über die Botschaft vom leeren Grab.
Vom 26. bis 28. März tagte in der Abtei De Pere (USA) das Definitorium des Ordens, an dem Abt Hermann Josef als 1. Definitor teilnahm. Neben den Berichten aus den einzelnen Häusern, vor allem der Häuser, die unter der Leitung eines Administrators stehen, ging es um die Gestaltung des Jubiläumsjahres, um den Stand der Vorbereitungen. Hier gab es ein eigenes Gespräch mit IT-Verantwortlichen des Saint-Norbert-College, die Kriterien für einen Entwurf eines neuen Designs der Ordenshomepage vorstellten.
Die Kar- und Ostertage waren die letzten Feiertage, die wir als Klostergemeinschaft und Pfarrgemeinde im Bürgersaal des Amtshauses gefeiert haben, bevor dann der große Umzug in die neu renovierte Pfarr- und Klosterkirche Anfang Mai vorgenommen wurde. Nach zweieinhalb Jahren ging es mit großen Schritten auf die Altarweihe zu. Die abschließenden Arbeiten waren voll im Zeitplan, auch wenn es dann in der Folge noch einige "Kinderkrankheiten" zu behandeln gab.
Unser Provisor, P. Michael, feierte in der Karwoche seinen 60. Geburtstag. Daher luden er und Abt Hermann Josef am Sonntag, den 28. April, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter samt Mitbrüder zu einem festlichen Abendessen in den Landgasthof "Krone" in Steinach ein. In gemütlicher und zwangloser Runde gratulierten ihm Abt und Mitarbeitervertretung. Auch unser neuer Klosterverwalter, Herr Thomas Schneider, der im Oktober seinen Dienst aufnehmen wird, war mit dabei und konnte sich so schon einen kleinen Überblick über unsere Belegschaft machen.
Am Sonntag, den 5. Mai, war es soweit: Nach dem letzten Gottesdienst im Bürgersaal übertrug Abt Hermann Josef mit der Gemeinde und den Mitbrüder das Allerheiligste in die neu renovierte Kirche. Er sprach ein Gebet und zum Abschluss sangen alle – beeindruckt von der hell strahlenden Kirche – "Großer Gott, wir loben dich". Am Mittag und Abend desselben Tages erklang nach zweieinhalb Jahren wieder das Chorgebet der Klostergemeinschaft in der Kirche. Ein erhebendes Gefühl!
Unvergesslich wird das Festwochenende zur Wiedereröffnung der Pfarr- und Kloster-kirche bleiben mit der feierlichen Altarweihe, die Weihbischof Reinhard Pappenberger im Auftrag von Bischof Rudolf Voderholzer vorgenommen hat. Im Vorfeld gestaltete Fr. Elias am Freitag, den 10. Mai, um 19.30 Uhr ein Taizé-Gebet, das sehr gut besucht war. Genauso guten Anklang fand die Pontifikalvesper am Vorabend der Altarweihe, am Samstag, den 11. Mai, um 17.00 Uhr, bei der Abt Hermann Josef eine Predigt zur Einstimmung auf die bevorstehende Altarweihe hielt. Höhepunkt war dann am Sonntag, den 12. Mai, der festliche Gottesdienst mit Altarweihe (siehe eigener Bericht!). Berührend war in dieser Feier, dass Weihbischof Reinhard Pappenberger ganz spontan die Kindergartenkinder nach vorne bat, damit sie die Deponierung der Reliquien genau mitverfolgen konnten, und die Kommunionkinder der Pfarrgemeinde beim Weihegebet im Halbkreis um den Altar versammelte. Im gleichen Halbkreis standen sie 14 Tage später um den neugeweihten Altar bei ihrer Erstkommunion. Für die Kommunionkinder war das ein so einprägendes Erlebnis, dass einige im Religionsunterricht in Erinnerung an ihre Kommunion den neuen Altar und Ambo sehr wirklichkeitsgetreu malten.
Vom 19. bis 22. Mai nahm Abt Hermann Josef als Höherer Oberer der Abtei Windberg in Vallendar an der diesjährigen Mitgliederversammlung der DOK teil, die unter dem Thema stand: "Die Wahrheit macht uns frei – Missbrauch wahrnehmen, aufarbeiten, vorbeugen." Von verschiedenen Seiten und aus unterschiedlichen Perspektiven wurde das Thema den Teilnehmern näher gebracht. Sehr berührend war der Vortrag von Herrn Robert Köhler, dem Vorstand der Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer. Er berichtete aus seiner Sicht über die Herausforderungen im Aufarbeitungsprozess der Ettaler Missbrauchsvorfälle. U.a. war auch der Vortrag von P. Dr. Hans Zollner SJ über die systemischen Faktoren, die Missbrauch innerhalb der Kirche begünstigt haben. Neben dem Studienthema und den Regularien wurde auch die Generalsekretärin, Sr. Agnesita Dobler, für weitere 5 Jahre wiedergewählt.
Nach den vielen Feierlichkeiten wurde das Norbertusfest, am Donnerstag, den 6. Juni, in einem kleineren Rahmen mit einem festlichen Gottesdienst in der neu renovierten Pfarr- und Klosterkirche gefeiert. Am Ende der Messe zog Abt Hermann Josef mit dem liturgischen Dienst zur Figur des hl. Norbert im nördlichen Seitenschiff und sprach ein Gebet in Vorbereitung auf das 900-jährige Ordensjubiläum, das von Ende 2020 bis Anfang 2022 gefeiert wird.
Sehr viel positive Resonanz fand die Live-Über-tragung des Fronleichnamsgottesdienstes am Donnerstag, den 20. Juni, durch die ARD und den BR. Im Rückblick bleibt nur, allen herzlich zu danken, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes und der Fernsehübertragung beigetragen haben! Danke an alle, die den Gottesdienst musikalisch und liturgisch gestaltet haben, unserer Mesnerin, Frau Gisela Biendl, Fr. Elias und den Ministranten, den Lektorinnen, dem Abteichor samt Instrumentalisten unter der Leitung von Peter Hilger! Danke an alle, die die vier Altäre so schön vorbereitet und geschmückt haben: Danke an Frau Maria Kittenhofer, an Fam. Prommersberger, an den PGR und den OGV Windberg! Dank sei auch unserem Bürgermeister Hans Gstettenbauer gesagt für alle Arbeiten im Vorfeld! Die Live-Übertragung war ein großer Aufwand – sowohl vom BR wie auch von uns als Pfarrgemeinde –, aber die Rückmeldungen – vor allem von kranken und alten Menschen, die nur noch über das Fernsehen den Gottesdienst mitfeiern können, waren überaus positiv.
Ein weiterer Höhepunkt im Dorfleben war in diesem Jahr auch die Freilichtaufführung "Der eingebildete Kranke" auf der Freitreppe. Aufgrund des schönen und herrlichen Sommerwetters konnten alle acht Aufführungen stattfinden – und das ausverkauft. An der Premiere am Donnerstag, den 27. Juni, waren viele Ehrengäste geladen, die große Freude am Spiel der Kinder und Erwachsenen hatten. Vor den jeweiligen Aufführungen gab es die Einladung zu einer Kirchenführung durch die renovierte Pfarr- und Klosterkirche, die immer rege angenommen wurde. Der Festspielverein und die Ortsvereine haben sich an diesen Aufführungstagen wieder großartig präsentiert. Alles in allem war es großer Erfolg!
Am 29. Juni, dem Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, feierten P. Thomas und P. Rainer ihr 50-jähriges Priesterjubiläum. Beide waren vor 50 Jahren im Hohen Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Graber zu Priestern geweiht worden. Daher feierte die Klostergemeinschaft und die Gäste samt Freunde und Wegbegleiter mit den Jubilaren in der Windberger Kirche
einen festlichen Gottesdienst und ließen anschließend den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.
Am Montag, den 1. Juli, traf sich die ganze Klostergemeinschaft zum ersten Mal zu einem gemeinsamen Kapiteltag im Kloster Roggenburg. Tags zuvor wurde am Abend in einem festlichen Gottesdienst noch einmal das Priesterjubiläum unserer beiden Jubilare begangen. Festprediger in diesem Gottesdienst war Abt em. Martin Felhofer aus dem Stift Schlägl. Danach gab es einen Stehempfang und ein gemütliches Beisammen bei sommerlichen Temperaturen im Innenhof des Klosters.
Die Themen des Kapiteltages beschränkten sich in diesem Jahr auf die Finanzberichte der Provisoren und einige Personalfragen. So stimmte das Kanoniekapitel der Abtei Windberg dem Antrag von Fr. Marcus Neuhoff auf einen Übertritt (Transitus) vom Stift Geras in die Abtei Windberg zu. Gleichzeitig stimmte auch das Consilium des Stiftes Geras diesem Antrag zu. Generalabt Jos Wouters bestätigte diesen Antrag mit Schreiben vom 12. Juli. Damit ist der Übertritt rechtskräftig und Fr. Marcus ist nun ein ordentliches Mitglied der Abtei Windberg mit allen Rechten und Pflichten. Wir wünschen ihm in unserer Gemeinschaft alles Gute und Gottes Segen!
Vom 11. bis 14. Juli verbrachten unsere Norbertusschwestern Sr. Renate und Sr. Ursula einige Urlaubstage in Windberg. In diesen Tagen begingen beide Schwestern ihre Einkleidungsjubiläen: Sr. Renate ihr 40-jähriges und Sr. Ursula ihr 60-jähriges Ordensjubiläum. Aus diesem Grund haben wir am Donnerstagabend in der Abendmesse dieser Jubiläen gedacht und uns anschließend in einer Rekreation in gemütlicher Runde zusammengesessen und Erinnerungen ausgetauscht.
Mitten in die Urlaubszeit fällt jedes Jahr das Patrozinium der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August. Abt Hermann Josef ging in seiner Ansprache auf die
Legende des leeren Grabes Mariens ein, die im Deckenfresko der neu renovierten Pfarr- und Klosterkirche dargestellt ist. Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat alle Gottesdienstteilnehmer zu einem Sektempfang vor der Freitreppe ein. Bei schönem Sommerwetter blieben viele Besucher stehen und kamen miteinander ins Gespräch.
Es war für unsere Klostergemeinschaft ein schönes Zeichen der Hoffnung, dass unser Novize Fr. Elias am Freitag, den 6. September, im Rahmen der Vesper seine Gelübde auf drei Jahre in die Hände von Abt Hermann Josef versprochen hat. Nach der kirchlichen Feier feierte unser Neuprofesse noch mit den Mitbrüdern, seiner Familie und seinen Freunden im Bierstüberl weiter. Nach seinem Urlaub hat Fr. Elias Anfang Oktober seine Aufgabe als Bildungsreferent an der JBW begonnen.
Ende September feierte auch Fr. Franziskus im Kloster Roggenburg die Feier seiner Profess auf Lebenszeit. Am Samstag, den 28. September, versprach er im Rahmen eines Pontifikalgottesdienstes in die Hände von Abt Hermann Josef "Leben in Gemeinschaft, vor allem in gottgeweihter Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam".
Am 1. Oktober trat der neue Klosterverwalter, Herr Thomas Schneider, sein neues Amt an. Er ist unserem Provisor, P. Michael, der mit verschiedenen personellen Engpässen zurechtkommen musste, eine große Hilfe. Wir wünschen ihm für seine Arbeit alles Gute, viel Freude und Gottes Segen!
Der alljährliche Konventausflug führte am "Tag der Deutschen Einheit", dem 3. Oktober, ins Kloster Schäftlarn, das bis 1803 ein Prämonstratenserkloster war. Abt Petrus Hohensteiner OSB führte unsere Mitbrüder nach dem Mittagessen im Klostergasthof durch die Kirche und das Kloster. Danach führte der Weg ins Kloster Schlehdorf. Dort trafen wir uns im neugebauten Kloster der Missionsdominikanerinnen, die gerade dabei sind, das ehemalige Augustinerchorherrenkloster, das sie im 19. Jahrhundert wiederbesiedelt hatten, zu verkaufen. Im Gespräch mit Sr. Margit Bauschke erläuterte sie die Hintergründe und den Prozess, der die Schwestern zu dieser Entscheidung geführt hatte. Es war für die Mitbrüder ein sehr aufschlussreicher und interessanter Nachmittag. Auf der Heimkehr wurde noch im Gasthof beim Kloster Reutberg ein Halt eingelegt. Allerdings verzögerte sich die Rückkehr durch eine Reifenpanne. Doch kamen alle wohlbehalten in Windberg wieder an.
Das diesjährige Zirkarietreffen in der Abtei Hamborn am 27. und 28. Oktober stand unter dem Zeichen der 60-jährigen Wiederbesiedelung der Abtei durch Windberger Prämonstratenser, die in den 50er Jahren im schwäbischen Kloster Rot a.d. Rot einen Gründungsversuch unternommen hatten. Der damalige Bischof des neugegründeten Bistums Essen, Bischof Franz Hengsbach, warb Ordensleute für sein Bistum an und bat die Prämonstratenser, ihr ehemaliges Kloster in Duisburg-Hamborn neu zu besiedeln. Seit 1959 wirken nun bis heute 22 Mitbrüder in Duisburg, Cappenberg und Magdeburg. Aus diesem Anlass feierte Bischof Franz Josef Overbeck mit den Mitbrüdern und der Gemeinde am Sonntagabend einen festlichen Gottesdienst.
Tags darauf ging es beim Treffen der Oberen aller deutschsprachigen Häuser um die Berichte aus den einzelnen Gemeinschaften und u.a. darum, wie die Ordensausbildung in der Zirkarie
ausgestaltet werden kann.
Abt Hermann Josef nahm Anfang November an der Sitzung des Definitoriums teil, die in der Abtei Jamtara in Indien stattfand. Höhepunkt des Treffens war die Weihe der Abteikirche in Jamtara am 7. November mit dem Bischof von Jabalpur, Bischof Gerard Almeida.
Nachdem 2017 das 850-jährige Kirchweih-jubiläum nicht gefeiert werden konnte, da sich die Renovierungsarbeiten in vollem Gang befanden, wurde das Jubiläum heuer "nachgefeiert". Es war eine große Freude, dass Erzbischof Jan Graubner, Olmütz, mit Mitbrüdern und Mitschwestern aus der deutschen und böhmischen Zirkarie, mit der Pfarrgemeinde und Vertretern des öffentlichen Lebens Sonntag, den 24. November, einen festlichen Gottesdienst zelebrierte. Danach stellte Thomas Englberger, der Leiter der Begegnungsstätte im Kloster Speinshart, in einem Festvortrag die Beziehungen zwischen "Windberg und Böhmen" in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Gut gefügt hat es sich, dass bei dieser Gelegenheit auch ein Bildband zur Pfarr- und Klosterkirche der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Wie in jedem Jahr bildete die Hausgemeinschaftsfeier am 22. Dezember mit den Mitbrüdern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kloster und
Jugendbildungsstätte eine gute Einstimmung auf die bevorstehenden weihnachtlichen Festtage. P. Michael dankte als Provisor allen, die in diesem Jahr zusätzliche Arbeiten aufzufangen hatten, weil einige Mitarbeiterinnen krankheitsbedingt für kürzere oder längere Zeit eine Auszeit nehmen mussten. An dieser Stelle wünschen wir besonders unseren kranken Mitarbeiterinnen alles Gute, viel Kraft und Gesundheit im neuen Jahr!
Wie anders dieses Jahr 2020 gelaufen ist! Wer hätte das am Beginn dieses Jahres gedacht, dass ein Virus unser Leben auf den Kopf stellt. Beim Neujahrsempfang lenkte Abt Hermann Josef in seiner Begrüßungsansprache den Blick auch nach vorne in das bevorstehende Jahr 2020. Er sprach davon, dass wir alle nicht wüssten, was es uns persönlich bringen mag. Und er prognostizierte im Vergleich zum Jahr 2019 mit den vielen Festen und Anlässen ein ruhiges und "normales" Jahr. Dass es allerdings so ruhig werden würde, dass für einige Wochen das alltägliche Leben ausgesetzt wird, war nicht abzusehen. Und von "Normalität" war bis zum Jahresende noch nichts zu spüren. Hoffen und wünschen wir, dass wir die Folgen der Corona-Pandemie gemeinsam bestehen.
Am 6. Januar übertrug der Bayerische Rundfunk im Fernsehen den Gottesdienst zum Dreikönigsfest aus unserer neurenovierten Pfarr- und Klosterkirche. Die Sternsinger der Pfarrei Windberg beteiligten sich in großer Zahl und gaben ein buntes Bild ab. Auch die Zuschauerreaktionen waren durchweg positiv. Vor allem die Kranken der Pfarrgemeinde freuten sich so, auf diese Weise in "ihrer" Kirche den Gottesdienst mitzufeiern.
Am Tag des gottgeweihten Lebens fand am 2. Februar in der Niedermünsterkirche eine feierliche Vesper statt, der Bischof Rudolf Voderholzer als Zelebrant vorstand. Abt Hermann Josef war als Vertreter der Abtei Windberg bei der Feier und assistierte zusammen mit Propst Maximilian aus Paring. Im Anschluss an die Vesper waren die Ordens-
leute in den Räumen des Ordinariates zu einem Umtrunk eingeladen.
Am Mittwoch, den 19. Februar, fand der diesjährige Dekanatstag des Dekanates Bogenberg-Pondorf in Windberg statt. Dekan, P. Martin, feierte mit den Priestern und den Vertretern der kirchlichen Gremien in den Pfarreien des Dekanates um 19.00 Uhr einen festlichen Gottesdienst in der Pfarr-und Klosterkirche Windberg. Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich alle im Gasthaus Amann zu einem Vortrag mit Frau Marianne Brandl von der Fachstelle für Sekten und Weltanschauungsfragen in Regensburg. Sie gab einen Einblick in die neueren Entwicklungen pseudoreligiösen Lebensberatungsangeboten und Weltanschauungsfragen.
Zunehmend beeinträchtigt durch die Coronakrise hat in der Woche vom 9. bis 13. März im Kloster Roggenburg die 19. Generalversammlung der Union der Europäischen Konferenzen der Höheren Ordens-oberen/innen (UCESM) stattgefunden, das von Abt Hermann Josef im Auftrag des DOK-Vorstandes mit organisiert wurde. Rund 50 Ordensfrauen und -männer – anstatt der angemeldeten 70 – nahmen daran teil, darunter die Präsidenten und Vizepräsidenten nationaler Konferenzen, Generalsekretäre und Delegierte aus 20 Ländern Europas. Das europäische Ordenstreffen wurde am Freitagmittag, 13. März, etwas früher als geplant beendet. Die Tagung stand unter dem Motto "Gemeinsam unterwegs, um uns den Herausforderungen des Ordenslebens in Europa zu stellen". Via Internetstream wurde der Präfekt der vatikanischen Religiosenkongregation, Kardinal João Braz de Aviz, live aus dem Vatikan zugeschaltet. Mit Bezug auf ein Wort von Papst Franziskus mahnte er die versammelten Ordensfrauen und Ordensmänner, sich vor einer "geistlichen Weltlichkeit" zu hüten. Er rief dazu auf, eingefahrene Wege zu verlassen und neue Formen der Verwirklichung des Ordenscharismas zu riskieren. Auch in der Ökumene gelte es jenseits historischer Trennungen gemeinsame Wege anzustreben. Die Synodalität der Ordensgemeinschaften sei zudem ein Wert, von dem die Gesamtkirche lernen könne. Die Ordensfrau und Historikerin Sr. Nicole Grochowina aus der evangelischen Communität Christusbruderschaft Selbitz stellte fest, dass die derzeitige "ent-grenzte Welt" Situationen fördere, in denen es für den Einzelnen als "schier unmöglich" erscheine, in all diesen Herausforderungen bestehen zu können. Die Welt sei angesichts dessen von einer Vielzahl von Ängsten geprägt. Die Religionen, so Sr. Nicole, hätten dem etwas entgegenzusetzen: Glaubende Menschen verließen sich auf das Versprechen Gottes, dass er mit den Menschen sei, auch wenn sie ihn nicht wahrnehmen, hören oder spüren könnten. Diesem Versprechen zu glauben, sei "die erste, wichtigste und größte Aufgabe für Ordensmenschen heute".
Die Vorsitzende der gastgebenden Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK), Schwester Dr. Katharina Kluitmann OSF, stellte fest: "Wir Ordensleute sollten selbstbewusst unser Lebensmodell ausstrahlen: Dass wir tagtäglich auf Gott verweisen und so die Hoffnung auf das ewige Leben offenhalten." Gast der Tagung war der apostolische Nuntius in Deutschland Nikola Eterovic. Er feierte am Mittwochabend mit den versammelten Ordensoberinnen und -oberen eine Eucharistiefeier. Der Gottesdienst in Augsburg konnte jedoch nicht mit dem designierten Bischof, Dr. Bertram Meier stattfinden. Viele der Versammelten mussten vorzeitig abreisen, weil es immer unüberschaubarer wurde, in welchen Ländern noch Einreisen aufgrund des Corona-Lockdowns möglich sein würden. Daher wurden auch die vorgesehenen Wahlen zum Vorstand der UCESM verschoben.
Noch kurz vor dem allgemeinen Lockdown wurde bei den Kommunalwahlen am 15. März Helmut Haimerl jun. zum neuen Bürgermeister von Windberg gewählt. Er folgte in diesem Amt Hans Gstettenbauer nach, der das Bürgermeisteramt zwei Wahlperioden ausübte und sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellte. Nachdem noch keine offizielle Amtsübergabe stattgefunden hat, sei Hans Gstettenbauer an dieser Stelle herzlich gedankt für die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Pfarrei und Kloster!
Seinem Nachfolger wünschen wir Gottes Segen und alles Gute für seine Aufgabe!
Aufgrund des Lockdowns wurden darüber hinaus auch die jährlichen Konventexerzitien, die vom 16. bis 20. März im Kloster der Barmherzigen Brüder in Kostenz stattgefunden hätten, abgesagt. P. Martin Werlen OSB hatte Verständnis für die Absage, lud uns aber ein, die Konventexerzitien in einem der nächsten Jahre in seinem Gästehaus in der Propstei St. Gerold in Vorarlberg abzuhalten.
Um eine schnelle Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern wurden bundesweit bis nach Ostern strikte Ausgangsbeschränkungen beschlossen, so dass das öffentliche und gesellschaftliche Leben auf ein Mindestmaß beschränkt wurde. Öffentliche Gottesdienste konnten nicht mehr gefeiert werden. Erstkommunion und Firmung musste verschoben werden. Kontakt- und Hygieneregeln, das Tragen von Gesichtsmasken prägen seither unseren Alltag. Als Klostergemeinschaft hatten wir das Glück, dass wir intern unsere Gottesdienste weiter feiern und unsere Gebetszeiten gemeinsam durchführen konnten. Dennoch war es für uns ein sehr irritierendes und komisches Gefühl, ohne die Pfarrgemeinde die Ostergottesdienste zu feiern. Viele Menschen haben versucht, das Beste aus dieser Situation zu machen. Einige Mitbrüder streamten ihre Gottesdienste im Internet. Andere legten Impulse und Gottesdienstvorlagen für das häusliche Gebet in der Kirche auf. Das Team des Kinderbibeltages hat die Kinder der Gemeinde eingeladen, in den Kar- und Ostertagen, bunte Steine zu bemalen und ihre Wünsche und das, was sie belastet, am Beginn des Kreuzweges, der nach Hl. Kreuz führt, abzulegen. Etliche Menschen haben ihre Gebetsanliegen über das Internet an uns herangetragen, die wir mit in unsere Gottesdienste hineingetragen haben. Froh waren wir alle, als mit dem 4. Mai wieder öffentliche Gottesdienste – wenn auch mit entsprechenden Auflagen und Einschränkungen – gefeiert werden konnten.
Nach der ersten Öffnung des Lockdowns und einigen Lockerungen in den Kontaktbeschränkungen konnte P. Wolfgang am 15. Mai seinen 90. Geburtstag feiern – allerdings nur im kleinen Kreis der Mitbrüder und Vertreter seiner früheren Gemeinde in Hunderdorf. Von den niederländischen Verwandten konnte leider wegen Corona niemand nach Windberg kommen. So saßen wir mittags in gemütlicher Runde im Kreis der Mitbrüder zusammen zu einem Umtrunk und einem festlichen Mittagessen im Refektorium. Nachmittags "entführte" ihn P. Martin nach Hunderdorf ins Pfarrheim, wo P. Wolfgang zusammen mit dem neugewählten Bürgermeister von Hunderdorf, dem Kirchenpfleger, der PGR-Sprecherin bei Kaffee und Kuchen Erinnerungen an alte Zeiten auffrischten.
Das diesjährige Norbertusfest am 6. Juni feierten wir heute ebenso wie andere Feste im kleinen Kreis. P. Thomas hielt den Gottesdienst samt Festpredigt, nachdem Abt Hermann Josef an diesem Tag zur Bischofsweihe von Dr. Bertram Meier in Augsburg eingeladen war.
Am 8. Juni beging P. Gabriel seinen 50. Geburtstag. Nachdem eine große Feier mit Freunden und Angehörigen coronabedingt nicht stattfinden konnte, feierte er diesen Tag im kleinen Kreis der Mitbrüder. Die große Feier soll nachgeholt werden, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Ende Juni gab P. Felix bekannt, dass er unsere Gemeinschaft verlassen, um mit einer Frau einen neuen Weg zu gehen, wie er es formuliert hat. Für die ganze Gemeinschaft war diese Nachricht ein Schock und eine völlige Überraschung. Alles war von ihm im Vorfeld so vorbereitet worden, dass er sich schon Mitte Juli verabschiedete und eine neue Arbeitsstelle antrat. Trotz so mancher Enttäuschung etlicher Mitbrüder wünschen wir ihm, dass diese für ihn so wichtige Entscheidung auch die richtige ist.
Unabhängig von ihm hat schon viele Wochen vorher Fr. Elias um eine vorzeitige Entbindung von seinen zeitlichen Gelübden gebeten, die ihm durch den Generalabt und seinem Definitorium gewährt wurde. Mit ihm und P. Felix haben unsere Gemeinschaft zwei Mitbrüder verlassen, auf die wir in Zukunft hätten bauen können. Umso schwerer wiegt der Verlust. Doch hoffen und beten wir, dass wir auch solche schweren Zeiten überstehen. Umso dankbarer dürfen wir sein für die Mitbrüder, die treu zu ihrem Professversprechen stehen – auch in Krisenzeiten!
Der Austritt der beiden Mitbrüder war natürlich auch Thema beim alljährlichen Kapiteltag, den wir als Gemeinschaft unter Corona-Bedingungen im Kloster Roggenburg am Montag, 6. Juli, abhielten. Schwerpunkt waren allerdings die Finanzberichte aus allen drei Häusern Windberg, Roggenburg und Speinshart und deren finanzielle Situation. Vor allem auch die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise auf die JBW, das Bildungszentrum in Roggenburg und die Begegnungsstätte in Speinshart. Trotz mancher Finanzhilfen und Rettungsschirme, sowie die Möglichkeit Kurzarbeit zu beantragen, werden die folgenden Jahre zeigen, welche langwierigen Auswirkungenn diese Krise haben wird.
Während der Betriebsferien im August wurde die Gelegenheit genutzt, den Küchenboden in unserer Großküche, die sowohl Kloster wie auch die JBW bedient, mit einem Belag zu erneuern, der die erforderlichen Standards erfüllt. Im Zuge dieser Maßnahme wurde die ganze Küche neu geweißelt und gereinigt. Nun strahlt sie im neuen Glanz. Dank sei nicht nur den Firmen und dem Architekten gesagt, sondern unserem ganzen Küchenteam dafür, dass alles ganz reibungslos und im Zeitplan abgelaufen ist!
Heuer wurde das Patrozinium der Pfarr- und Klosterkirche am 15. August unter den Zugangsbeschränkungen gefeiert. Unter den Gegebenheiten entfiel allerdings der sonst übliche Stehempfang im Anschluss an den Gottesdienst. Sind wir mit den begrenzten Sitzplätzen seit der Öffnung der Gottesdienste gut hingekommen, so war es beim Patrozinium zum ersten Mal so, dass einige wegen Platzmangels nicht mitfeiern konnten. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das im Winter gestalten wird – vor allem an Weihnachten.
Am 30. August starb nach langer Krankheit unser Mitglied im Freundeskreis Windberg, der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Ernst Hinsken MdB a.D.. Sein letzter Wunsch war es, dass er von Abt Hermann Josef beerdigt werden wollte. Dieser Wunsch wurde ihm erfüllt. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und politischer Weggefährten nahmen die Familienangehörigen und Freunde und die Bewohner von Haibach, mit denen er sehr verbunden war, am 5. September Abschied von ihm. Möge er nun bei Gott seinen Lohn erhalten für all seinen Einsatz für die Menschen in unserer Region!
Vom 11. November 2019 bis 31. August 2020 war P. Martin in seiner Eigenschaft als Dekan auch zusätzlich Pfarradministrator der Pfarrgemeinde Steinach/St. Michael, nachdem der dortige Pfarrer krankheitsbedingt während des laufenden Jahres an eine andere Stelle versetzt wurde. Zusammen mit Pfarrvikar P. Savari aus Indien, den Verantwortlichen aus den Gremien, der Pfarrsekretärin und dem früheren Pfarrer Wolfgang Reischl, der sich v. a. mit um das große Kinderhaus gekümmert hat, konnte diese Zeit mit viel Anstrengung, aber auch mit Erfolg gestaltet werden. P. Savari ist inzwischen als Pfarrvikar in Teunz-Niedermurrach in die Oberpfalz eingesetzt und ist mit P. Martin weiterhin in guter Verbindung.
Am 11. September beging der langjährige Pfarrer von Windberg, P. Ephrem, seinen 90. Geburtstag. Auch diese Feier fand coronabedingt nur im Kreis der Mitbrüder statt. Das tat der Stimmung des gutgelaunten und noch rüstigen P. Ephrem keinen Abbruch. Als Vertreter seiner Familie kamen aus Holland seine Nichte Lisette und sein Neffe René. Vertreter der Pfarrgemeinde, der PGR Sprecher Ewald Zeitlhofer und Evi Feldmeier als Kirchenpflegerin, sowie der neu gewählte Bürgermeister Helmut Haimerl überbrachten in einer gemütlichen Kaffeerunde die Glückwünsche der Gemeinde Windberg.
Am 13. September feierte die Pfarrei zusammen mit dem Kloster das Patrozinium der Hl. Kreuz Kirche. Diese wurde 1695 vom Windberger Abt Franziskus Knodt als Wallfahrtskirche ausgebaut und erweitert. Bei schönstem Herbstwetter feierte die Gemeinde im Freien vor der Kirche einen festlichen Gottesdienst – allerdings heuer ohne die sonst übliche Prozession mit dem Kreuzpartikel.
In aller Stille konnten Mitbrüder an ihre Professversprechen denken – vielleicht heuer etwas anders und bewusster als sonst. P. Wolfgang und P. Ephrem wurden am 17. September vor 70 Jahren in der Abtei Berne in das Noviziat aufgenommen. Seit 70 Jahren leben sie als Ordensleute nach den evangelischen Räten! P. Simeon und P. Gabriel wurden am 8. September vor
30 Jahren eingekleidet, P. Johannes beging am 11. September sein 60-jähriges und P. Ulrich am 9. September sein 25-jähriges Professjubiläum. Bei allen Höhen und Tiefen, die in keinem Leben ausbleiben, haben sie und alle andere Mitbrüder unserer Gemeinschaft bis jetzt die Treue gehalten. Von Adolph Kolping stammt dazu passend der Satz: "Anfangen ist das Schwerste, aber treu bleiben das Beste."
Am Freitag, den 9. Oktober, zog P. Honest Bahati Senya ALCP/OSS bei uns ein. Er soll nach bestandener Deutschprüfung und Führerscheinprüfung als mobile Reserve in der Diözese Regensburg eingesetzt werden. P. Honest gehört zur "Apostolischen Lebensgemeinschaft der Priester im Opus Spiritus Sancti", kommt aus Tansania und ist seit einem Jahr in Deutschland und im Bistum Regensburg. Das erste Jahr hat er in Regensburg gewohnt und begonnen, die deutsche Sprache zu erlernen. Das Wohnen bei uns und der Alltag im Kloster sollen ihm helfen, die Sprache noch zu verbessern. Dienstort für P. Honest ist die Pfarrgemeinde Hunderdorf/St. Nikolaus und das Dekanat Bogenberg-Pondorf. Dekan P. Martin wird ihn in den pastoralen Dienst einführen. Wir wünschen P. Honest, dass er sich gut einlebt. Alles Gute und Gottes Segen!
Am 10. Oktober wurde der Sprecher des PGR Windberg, Herr Willi Poiger, im Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Voderholzer zum Ständigen Diakon geweiht. Er arbeitet nun nach seiner Weihe neben seinem Beruf als Glasermeister als Diakon im Nebenberuf in der Pfarrei St. Johannes in Ittling. Das hat Birgit Fürst vom BR aufgegriffen und hat aus diesem Anlass einen sehr schönen Beitrag gestaltet in der Reihe "Vom Spessart zum Karwendel". Darin erzählt er von seiner Berufung zum Diakon und wie er versucht, durch die Gestaltung von Glaskreuzen als "Hoffnungszeichen" beides zu verbinden. Als Klostergemeinschaft wünschen wir ihm für seinen Dienst viel Freude und Gottes Segen!
Mit dem 2. November trat ein zweiter Lockdown bundesweit in Kraft, zunächst für 4 Wochen, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Um die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, deren Infektionszahlen im Herbst wieder schnell zugenommen hatten, wurde das öffentliche Leben auf ein Mindestmaß heruntergefahren. Nur noch Schulen und Kindergärten, Betriebe und bestimmte Läden und Geschäfte durften öffnen. Gottesdienste durften in diesem Zeitraum weiter gefeiert werden, auch wenn andere kirchliche Veranstaltungen abgesagt wurden. Die Zeiten sind und bleiben unsicher, bis nicht ein wirksames Mittel gegen den Corona-Virus gefunden wird.
Gott sei Dank konnten wir uns als klösterliche Hausgemeinschaft am Freitag, den 20. November, bei einem besinnlichen Abend zum Abschluss des Kirchenjahres, einstimmen auf das Ordensjubiäum, das am Wochenende darauf – bedingt durch Corona – in aller Stille begonnen hat. Abt Hermann Josef hielt den Gottesdienst und den Impuls für die persönliche Besinnung ausgehend vom Motto des Jubiläums: "Gemeinsam. Mit Gott. Bei den Menschen." Schwerpunkt war die Bedeutung des Gemeinschaftsleben für unser Selbstverständnis und die konkrete Umsetzung. Da gab es so manche Punkte zur persönlichen Betrachtung und Reflexion.
Mitte des Monats musste unser Mitbruder P. Patrick im Rahmen der Militärseelsorge zum wiederholten Mal zu einem halbjährigen Auslandseinsatz nach Mali aufbrechen. Zuvor musste er sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die politische Lage in Mali scheint zwar etwas beruhigt zu sein, aber eine gewisse Unsicherheit besteht bei solchen Einsätzen wohl immer. Wir wünschen ihm eine gesunde und glückliche Heimkehr im kommenden Jahr!
Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wie sich die Coronazahlen weiter entwickeln werden und welche Kontaktbeschränkungen gelten. Geplant war jedenfalls für Dienstag, den 22. Dezember, die übliche Hausgemeinschaftsfeier abzuhalten – allerdings unter Corona-Bedingungen mit Abstand und Masken. Nach einer Vesper in der Kirche war eine Art Feier im Freien geplant – in Anlehnung an einen Adventsmarkt mit einem kulinarischen Stand und Stehtischen, die weiter auseinanderstehen. Ob sich das allerdings realisieren lässt, bleibt unsicher. Und das wird uns wohl noch ins nächste Jahr begleiten: Unsicherheit und Unplanbarkeit.
Möge uns Gottes Segen gut und heil durch die Krise führen!
Auch das Jahr 2021 war von der Corona-Pandemie und deren Bekämpfung geprägt. Der alljährliche Neujahrsempfang entfiel aufgrund des zweiten Lockdowns, der im November begonnen hatte und bis Ende Mai dauern sollte. Auch wenn im Januar die Impfkampagne gestartet wurde, kamen die Impfungen aufgrund mangelnder Impfstofflieferungen nur schleppend voran. Unsere Senioren im Kloster, die zur Risikogruppen gehören, bekamen die erste Impfung Ende Januar/Anfang Februar. Doch im Laufe des Jahres sind bis Mitte des Jahres alle Mitbrüder geimpft worden, so dass wir als Hausgemeinschaft von Windberg bis dato ohne Infektionen durch die Pandemie gekommen sind.
Am 29. Januar setzte Abt Hermann Josef seine Reihe der Recollectionsabende zum Ordensjubiläum für die Klostergemeinschaft fort mit dem Thema "Mit Gott. Von Chorgebet und Altar aus sind wir gesandt!" Nach der Messe mit der thematischen Ansprache gingen die Mitbrüder in die Stille mit Impulsen und Fragen zur persönlichen Betrachtung.
Nachdem der Impffortschritt auf sich warten lässt und die Inzidenzzahlen steigen bzw. nur sehr langsam sinken, wird der zweite Lockdown bis auf weiteres verlängert. Es ist für viele eine herausfordernde Zeit. Allerdings können unter Wahrung der Hygienekonzepte Gottesdienste gefeiert werden. Sitzungen und Gruppentreffen sind nicht möglich. Die Kommunikation beschränkt sich im Wesentlichen auf Videokonferenzen. Lediglich die Hauskapitel, das Treffen der Hausgemeinschaft, findet präsentisch statt – allerdings im großen Saal der Jugendbildungsstätte, um die Abstände zu wahren.
Wegen des Lockdowns hatten auch alle Bildungshäuser geschlossen, dass wir unsere Konventexerzitien, die vom 8. März bis zum 12. März im Kloster Kostenz unter der Begleitung von Prof. Dr. Hans Georg Gradl aus Trier geplant waren, in das Jahr 2023 verschieben mussten.
Die Kar- und Ostertage konnten trotz der schwierigen Inzidenzlage zusammen mit der Pfarrgemeinde gefeiert werden, auch wenn größere Familientreffen und Begegnungen nicht möglich waren. Viele der Erstkommunionfeiern in den Pfarreien wurden in den Sommer verlegt, nachdem erst nach den Osterferien – wenn auch mit Einschränkungen – an eine Erstkommunionvorbereitung zu denken war. Erst Ende Mai/Anfang Juni durfte die Jugendbildungsstätte ihre Pforten wieder öffnen und wir konnten nach gut einem halben Jahr wieder Gäste in unserem Haus empfangen.
Am 18. Mai starb P. Johannes Sinot recht schnell und unerwartet im Alter von 82 Jahren. Coronabedingt konnte die Verabschiedung und Beerdigung am Freitag, den 21. Mai, nur mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden. Als Vertreter der Diözese Regensburg nahm Dompropst Dr. Franz Frühmorgen an der Feier teil. Abt Hermann Josef stellte in seiner Ansprache ausgehend vom Bild des hl. Paulus aus dem Korintherbrief, der uns Menschen als "zerbrechliche Gefäße" beschreibt, die vom Staub der Erde genommen, dem Boden nahe, angeschlagen und brüchig sind, ein Wort der jüdischen Schriftstellerin Nelly Sachs in den Mittelpunkt: "Die Auferstehungen deiner unsichtbaren Frühlinge sind in Tränen gebadet. Der Himmel übt an dir Zerbrechen. Du bist in der Gnade." Wir alle wären so gerne – so der Prediger – stabil und gelassen, souverän, doch unter der glatten Oberfläche habe sich im Laufe des Lebens so vieles angesammelt, was rumort und wehtut: Verletzungen, Enttäuschungen, Selbstmitleid, echte Schuld. Das Leben ist eine offene Baustelle, ewig unabgeschlossen. Im gebrochenen Brot aber sehen wir Christus, der für uns am Kreuz gebrochen wurde, gleichzeitig dürfen wir da den Herrn erkennen, der uns allen zusagt: "Du bist in der Gnade!"
Die für den 21. Mai anberaumte Recollectio wurde wegen der Beerdigung von P. Johannes auf den Herbst verschoben.
Das Hochfest des Heiligen Norbert, das in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, wurde in diesem Jahr in besonderer Weise gefeiert. Im Gedenken an das 900-jährige Gründungsjubiläum des Ordens feierte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Dr. Nikola Eterovic, coronbedingt zwei festliche Gottesdienste. Um 9.00 Uhr wurde der Gottesdienst der Pfarrgemeinde von den Kommunionkindern mitgestaltet, die Symbole aus dem Leben des hl. Norbert mit den Fürbitten verbanden. Um 10.30 Uhr feierte die Klostergemeinschaft zusammen mit den Ehrengästen und den Ordensleuten aus der Region ihren Ordensgründer. Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst gab es im Freien im kleinen Kreis – aufgrund der Corona-Auflagen – ein "Flying Dinner".
Die Ausstellung "Der hl. Norbert und die Prämonstratenser" sollte ursprünglich auch an diesem Tag eröffnet werden, aber aufgrund der Corona-Auflagen haben die Verantwortlichen, P. Thomas und Fr. Raphael, entschieden, die Eröffnung der Ausstellung auf den 9. Juli zu verschieben.
Nach den Pfingstferien begann die diesjährige Reihe der Firmspendungen für P. Thomas und Abt Hermann Josef. Meist waren an einem Firmort zwei bis drei Gottesdienste zu feiern, um die Zahl aller Firmbewerber bewältigen zu können. In diesem Jahr hat es sich so gefügt, dass Abt Hermann Josef als Pfarradministrator von Windberg die Firmbewerber seiner Pfarrgemeinde Windberg und die Firmlingen der Pfarrei St. Nikolaus in Hunderdorf im Auftrag von Bischof Rudolf am 24. und 25. Juni das Sakrament der Firmung in der Pfarrkirche in Hunderdorf spenden durfte. Es waren drei sehr schöne, gut vorbereitete Gottesdienste!
Am Montag, den 5. Juli, fand der alljährliche Kapiteltag in Windberg statt, zu dem alle Mitbrüder aus Roggenburg, Speinshart und Windberg eingeladen waren. Hauptschwerpunkt dieses Treffens waren die Finanzberichte der Provisoren und Verwalter der Häuser und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Einrichtungen und Gemeinschaften. Ermutigend war die Grundbotschaft der Ökonomen, dass alle Häuser bis jetzt recht gut durch die Krise gekommen sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich das laufende und nachfolgende Jahr entwickelt. Die Mitte des Tages bildete eine gemeinsame Eucharistiefeier, in der Abt Hermann Josef die Tageslesung mit der bekannten Jakobsgeschichte von der Himmelsleiter betrachtete und auslegte. Jakob, der auf der Flucht vor seinem Bruder ist, nimmt in der Nacht einen Stein, legt ihn unter seinen Kopf und schläft darauf ein. Dann hat er einen Traum. Beides, der Stein und der Traum, gehört zusammen: die harte Wirklichkeit unterm Kopf als "Kopfkissen" und die Vision der Himmelsleiter. Und die steht, das wird ausdrücklich betont, auf der Erde, sie hängt nicht in der Luft. Es kommt alles darauf an, diese außerordentliche Spannung zwischen Stein und Vision auszuhalten und durchzuhalten, dass der Stein die Vision nicht erdrückt und die Vision den Stein nicht verflüchtigt. Das gelte auch für unsere derzeitige Situation als Kirche und Ordensgemeinschaften – so Abt Hermann Josef. Es seien harte und schwere Zeiten für geistliche Berufe, für unseren Lebensentwurf der evangelischen Räte. Sie belasten uns und unsere tägliche Arbeit als Seelsorger. Gleichzeitig ist da die Vision von der Himmelsleiter. Auch Ordensleute bräuchten Visionen – gerade in Krisenzeiten. Auch sie brauchen den Blick nach oben. Sie brauchen einen Ort, wo sie sich stärken und ermutigen lassen dürfen, wo sie Gottes Segen und Nähe spüren. Vielleicht war der diesjährige Kapiteltag eine solche Gelegenheit der Ermutigung und Bestärkung.
Am Gedenktag der heiligen Prämonstratensermärtyrer Adrian und Jakob wurde die Jubiläumsausstellung "Der hl. Norbert und die Prämonstratenser" am Freitag, den 9. Juli, eröffnet, die P. Thomas und Fr. Raphael in monatelanger Arbeit in der ehemaligen Prälatur vorbereitet hatten. Unzählige Abbildungen, Bilder und Grafiken des hl. Norbert und zahlreicher Ordensheiligen sind zusammengetragen worden. Nach der Vesper in der Pfarr- und Klosterkirche hielt P. Thomas einen kurzen Vortrag, danach führte er mit Fr. Raphael den kleinen Kreis geladener Gäste durch die Ausstellung. Die Eröffnung klang aus mit einem kleinen Stehempfang.
Am 5. August begingen unsere beiden Senioren, P. Ephrem und P. Wolfgang, ihr 65-jähriges Priesterjubiläum. Nachdem P. Ephrem nicht eigens feiern wollte, feierte P. Martin als Dekan und Festprediger mit P. Wolfgang in der Pfarr-und Klosterkirche Windberg einen Gottesdienst mit einem kleinen Kreis geladener Gäste aus der Pfarrei Hunderdorf, deren Pfarrer er von 1993 bis 2005 war. P. Martin ging in seiner Ansprache von dem Satz aus, der bei der Priesterweihe jedem Kandidaten zugesprochen wird: "Die Priester sind aus dem Volk genommen und für das Volk Gottes bestimmt". Womit er deutlich machte, dass auch Priester ganz normale Menschen seien. Er dankte ihm für sein Dasein als Mensch, als Christ und als Priester. Doch auch P. Ephrem konnte sich letztlich den Glückwünschen der Windberger nicht gänzlich entziehen. Etliche Tage nach seinem Jubiläum durfte er sich im Kreis des Bürgermeisters Helmut Haimerl, des Altbürgermeisters Johann Gstettenbauer und der Kirchenpflegerin Eva Feldmeier in das goldene Buch der Gemeinde eintragen.
Zum wiederholten Male, in diesem Jahr auch wegen des 900-jährigen Ordensjubiläums, wurde der Gottesdienst zum Patrozinium der Pfarr- und Klosterkirche am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, am 15. August, um 10.00 Uhr live vom BR übertragen. Ca. 162.000 Menschen verfolgten über das Fernsehen oder Internet den festlichen Gottesdienst mit Kräutersegnung. Vor allem die eigens gestalteten Fürbitten mit Kräutersegnung fand bei den Mitfeiernden großen Anklang. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle nochmals ein herzliches Vergelt´s Gott gesagt!
Am 20. August ging für P. Honest seine Zeit bei uns in Windberg zu Ende. Nach fast einjähriger Kennenlernphase der Kirche in Deutschland, im Dekanat Bogenberg-Pondorf, vor allem in Hunderdorf und Pilgramsberg, ging nun sein Flug zurück in seine Heimat Tanzania am Kilimandscharo. Die Pfarreien Hunderdorf und Pilgramsberg verabschiedeten ihn in eigenen Gottesdiensten. Als Klostergemeinschaft saßen wir am Vorabend seiner Abreise in gemütlicher Runde zusammen und wünschten ihm alles Gute und Gottes Segen für seine neue Aufgabe in Tanzania.
Ganz eng mit der Geschichte des Klosters Windberg verbunden sind der Ort St. Englmar und die Verehrung des seligen Englmar. Aus der Legende über den seligen Einsiedler Englmar hat sich der uralte Brauch des Englmarisuchens entwickelt, der sich bis heute erhalten hat und jedes Jahr am Pfingstmontag viele Besucher aus nah und fern nach St. Englmar zieht. Aus diesem Grund wurde das Englmarisuchen nach dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die vom Bayerischen Staatsminister für Finanzen und Heimat, Albert Füracker MdL, ursprünglich schon im Jahr 2020 ausgestellte Urkunde, wurde coronabedingt erst in diesem Jahr von ihm persönlich in St. Englmar überreicht. Im Kreis von Bürgermeister Anton Piermeier, dem Ortspfarrer P. Simeon, MdL Josef Zellmeier, MdB Alois Rainer und weiteren Ehrengästen fand in St. Englmar eine kleine Feier statt, in der P. Simeon auch die Geschichte des Englmarisuchens im Kreis der Darsteller und Gäste erläuterte.
Nachdem die Einschränkungen durch die Coronaregelungen etwas gelockert wurden, konnten wir wieder fast wie gewohnt das Patrozinium unserer Heilig-Kreuz-Kirche feiern. Bei schönem Herbstwetter fand am Sonntag, den 12. September, der festliche Gottesdienst draußen vor der Kirche statt und anschließend wurden mit dem Kreuzpartikel in einer Prozession die Fluren gesegnet und zum letzten Mal der Wettersegen erteilt.
Auf Einladung der Direktorin des Freilichtmuseums Veßra, Frau Dr. Claudia Krahnert, und ihres Mitarbeiters Dr. Patrick Melber machten sich einige Mitbrüder am Montag, 4. Oktober, auf den Weg in das ehemalige Prämonstratenserkloster Veßra im fränkischen Teil von Thüringen. Zum 900-jährigen Jubiläum des Ordens haben die Verantwortlichen dort eine eigene Ausstellung zusammengestellt, u.a. auch mit Ausstellungsstücken aus Windberg und Roggenburg. Frau Dr. Krahnert und Herr Dr. Melber führten die Mitbrüder mit großer Begeisterung durch die Ausstellung und das Klosterarreal und erläuterten so auch ihr Austellungskonzept. Nach dem Mittagessen im Klostercafé, das die Mitarbeiter eigens für ihre Gäste zubereitet hatten, und einem gemeinsamen lebendigen und interessanten Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums zum Klosterleben heute, machten sich die Mitbrüder wieder auf den Heimweg nach Windberg. Unterwegs ließen sie den Tag bei einer Einkehr in Regensburg ausklingen.
Coronabedingt konnte die Diakonenweihe von Fr. Franziskus im Kloster Roggenburg nur in einem überschaubaren Rahmen stattfinden. Abt Hermann Josef nahm als Vertreter der Abtei Windberg an der Feier am Donnerstag, den 14. Oktober, teil, in der Bischof Bertram Meier unserem Mitbruder die Weihe erteilte.
Das Kirchenjahr in diesem Jubiläumsjahr beschloss die Gemeinschaft mit einer Recollectio am Freitag, den 19. November. Abt Hermann Josef gab den Mitbrüdern einige Impulse mit in den stillen Abend zum Thema: "Bei den Menschen – zu jedem guten Werk bereit". Dabei stellte er heraus, dass unsere Klöster und Gemeinschaften nicht auf sich bezogen leben dürfen, sondern dass wir als Prämonstratenser dorthin gehen sollen, wo die Menschen leben. Bei aller Aktivität und allem Einsatz für die Menschen müsse allerdings der Seelsorger auch auf sich selbst achten.
Bei Redaktionsschluss blieb noch offen, ob unter den diesjährigen Coronaregelungen eine Hausgemeinschaftsfeier mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abgehalten werden kann. Fest geplant war die übliche Feier am Mittwoch, 22. Dezember, mit einer Vesper und der Ansprache des Abtes, sowie einem anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Dankesworten von Provisor und Klosterverwalter.
In diesem Jubiläumsjahr soll außerdem das Weihnachtsfest besonders gefeiert werden. Im Kreis des Konventes wird Abt Hermann Josef am Heilig-Abend in seiner Ansprache an die Mitbrüder besonders auf die Profess des hl. Norbert eingehen, die er in Prémontré mit seinem Gefährten am Weihnachtstag vor 900 Jahren abgelegt hat. Darüber hinaus wird das festliche Hochamt am 25. Dezember in diesem Jahr mit der eigens einstudierten "Pastoralmesse in G" von C. Mawby musikalisch vom Windberger Abteichor gestaltet werden.
Trotz mancher Einschränkungen durch Corona auch in diesem Jahr 2021 haben wir das Beste daraus gemacht. Auch wenn dieses Jahr wieder von Unsicherheit und Unplanbarkeit geprägt war, so dürfen wir Zuversicht haben und dankbar sein, dass wir bis jetzt die Krise so gut überstanden haben.
Wir wissen nicht, was das neue Jahr bringt. Aber wir wissen, dass es jeden Tag Gelegenheit bietet, Gutes zu tun und gütig zu sein (Alfred Kardinal Bengsch).
Wer gedacht hat, dass sich durch die zur Verfügung stehenden Impfstoffe und Medikamente endlich die Corona-Lage entspannen würde, sah sich enttäuscht. Beschränkungen und Einschränkungen blieben bis nach Ostern bestehen. Erst dann gab es Lockerungen, und eine gewisse Normalität kehrte ein. Trotz der Corona-Beschränkungen war eine Einreise ins Nachbarland Tschechien möglich. Deshalb konnte auch das geplante Zirkarietreffen der böhmischen und deutschen Zirkarie vom 8. bis 10. Januar in der Abtei Strahov in Prag stattfinden. Es war zugleich der festliche Abschluss des Jubiläums "900 Jahre Prämonstratenser". In einem festlichen Gottesdienst, den Abt Albert Dölken als Zirkarievikar der deutschsprachigen Zirkarie in Strahov feierte, und einer Pontifikalvesper, der der Strahover Abt Daniel Janacek vorstand, wurde der Sarkophag mit den Reliquien des hl. Norbert feierlich wieder im Seitenaltar in der Abteikirche deponiert.
Nachdem Generalabt Jos Wouters erkrankt war, durfte Abt Hermann Josef als sein Stellvertreter sein Grußwort verlesen. Mit ihm und Prior Stefan aus Roggenburg, Prior Adrian von Speinshart und dem ehemaligen Generalabt Thomas waren vier Mitbrüder aus unserer Kanonie bei diesen Feierlichkeiten anwesend. Es war ein würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres.
Kurzfristig wurde am Sonntag, 6. Februar, im Fernsehkanal ALPHA, der zum BR gehört, ein Sendeplatz für die Live-Übertragung eines Gottesdienstes frei. Der Rundfunkbeauftragte des BR wandte sich an Abt Hermann Josef und die Pfarrgemeinde Windberg mit der Bitte, diesen Gottesdienst live zu übertragen – in geringerer Besetzung, ohne Ü-Wagen und großem Equipment. Der Versuch, Live-Gottesdienste auch mit geringeren Mitteln zu übertragen, war für den Sender ein gelungener Erfolg. So können Gottesdienste im BR hoffentlich auch weiterhin in der entsprechenden Anzahl produziert werden.
Geschockt wurde die Weltöffentlichkeit am 24. Februar durch den Kriegsausbruch in der Ukraine. Der Präsident Russlands startete an diesem Tag seinen Angriffskrieg, um die Ukraine wieder in seinen Einflussbereich zu bringen. Diese Aggression hat die politische Weltordnung total verändert und prägt seither die Weltwirtschaft, unsere Gesellschaft und die politische Landschaft. Hunderttausende ukrainische Flüchtlinge sind seither aus ihrer Heimat geflohen und haben auch in Deutschland eine vorübergehende Zuflucht gefunden. Auch wir haben als Klostergemeinschaft eine Familie in unserem Personalgebäude unterbringen können. Großmutter Maja, Mutter Inna und die beiden Töchter Yana und Maria, die aus der Nähe von Odessa stammen, versuchen so, diese schwierige Zeit hier zu bestehen. Ungewiss bleibt es, ob und wann sie in ihre Heimat zurückkehren können. Hoffen wir, dass es bald zu einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen kommen wird.
Am 26. Februar beging unser Mitbruder P. Andreas im kleinen Kreis seinen 80. Geburtstag im Kloster Speinshart. Nach dem Gottesdienst konnten ihm die Pfarrangehörigen im Kreuzgang des Klosters in einem kleinen Empfang gratulieren. Möge er noch lange rüstig und geistig fit bleiben!
Mit Wirkung vom 1. März endete die Geschichte des Dekanates Bogenberg-Pondorf. Mit dem neuen Dekanat Straubing-Bogen, das nun die ehemaligen Dekanate Bogenberg-Pondorf, Straubing und Geiselhöring umfasst, beginnt eine neue Ära. Ab jetzt sei das Dekanat Bogenberg-Pondorf Geschichte. Gottes Geschichte mit uns und seiner Kirche gehe aber weiter, auch im neuen Dekanat Straubing-Bogen, so sagte es P. Martin Müller in seiner Funktion als Dekan am Ende eines festlichen Gottesdienstes zum Dekanatsabschluss am Mittwoch, den 23. Februar auf dem Bogenberg. Rückblick und Ausblick mit Ermutigung sowie herzliche Dankesworte waren vorangegangen, eingebettet in die Eucharistiefeier, die große Danksagung der Kirche. Bei seiner Begrüßung erklärte Dekan P. Martin Müller, dass nun zum 1. März 2022 die schon länger angekündigte Dekanatsrefom im gesamten Bistum Regensburg erfolgt und aus 33 bestehenden Dekanaten dann 15 werden. "Dadurch wird bei uns aus den bisherigen drei Dekanaten Bogenberg-Pondorf, Straubing und Geiselhöring ein einziges Dekanat mit dem neuen Namen Straubing-Bogen, das auch ziemlich flächendeckend mit unserem Landkreis sein wird", so Dekan Müller. Bei diesem Gottesdienst versammelten sich noch einmal alle Seelsorger und Seelsorgerinnen und Mitverantwortlichen aus den Pfarrgemeinderäten, um die Zusammengehörigkeit auszudrücken und das Miteinander zu bestärken, das auch weitergehen soll.
Nachdem die letzten beiden Jahre keine gemeinsamen Exerzitien durchgeführt werden konnten, war es in diesem Jahr für alle ein schönes Gemeinschaftserlebnis, diese geistlichen Tage der Einkehr und Besinnung vom 14. bis 18. März in der Propstei St. Gerold in Vorarlberg zu verbringen. P. Martin Werlen OSB begleitete diese Tage mit seinen spirituellen, durchaus – im wahrsten Sinne des Wortes – provokativen Vorträgen und ungewöhnlichen Impulsen. Beeindruckend war u.a., von den Erfahrungen aus der therapeutischen Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von Pferden zu hören. Auch die Mitbrüder konnten selber erfahren und erleben, wie sensibel die einzelnen Pferde mit ihrem Charakter sind.
Am 20. März war der Tag der PGR-Wahlen. Am Abend gratulierte Abt Hermann Josef als Pfarradministrator von Windberg allen Kandidaten und Kandidatinnen und dankte den ausscheidenden PGR-Mitgliedern. In der konstituierenden Sitzung wurde Ewald Zeitlhofer zum PGR-Sprecher gewählt, Petra Reisinger zur stellvertretenden Sprecherin, Heidi Mühlbauer zur Schriftführerin. Weitere Mitglieder sind Andrea Altmann, Simone Hartl, Gudrun Vogel, Gisela Biendl. Auf gute Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinde und Kloster!
Vom 29. bis 31. März tagte das Definitorium des Ordens im Kloster Roggenburg. Nachdem es schon im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, konnte es doch in Präsenz stattfinden. Schön war, dass nach gut zwei Jahren alle Definitoren persönlich anwesend sein konnten. Neben den Berichten aus den verschiedenen Häusern und juridischen Fragen, gab es auch die Möglichkeit, einen Ausflug in das ehemalige Prämonstratenserkloster Rot a.d. Rot zu machen und in das Schloss Zeil, wo die Mitbrüder den Weissenauer Codex mit den ältesten Buchmalereien aus der Lebensgeschichte des hl. Norbert bewundern konnten.
Nachdem nach den Osterferien noch weitere Corona-Einschränkungen gelockert wurden, konnten endlich wieder Konferenzen und Treffen in Präsenz durchgeführt werden. So traf sich die Kommission für die Spiritualität unseres Ordens vom 9. bis 11. Mai in der Abtei Averbode in Belgien, um die Konzeption eines Handbuchs oder Begleitbuchs zu den neu erarbeiteten Ordenskonstitutionen zu besprechen. Eine Woche später fand die DOK-Mitgliederversammlung vom 16. bis 18. Mai in Bonn statt, an der Abt Hermann Josef als Oberer von Windberg und Speinshart teilnahm. Zur Versammlung waren rund 115 Äbtissinnen und Äbte, General- und Provinzoberinnen und -obere, Priorinnen und Prioren der Ordensgemeinschaften in Deutschland anwesend. Der Studienteil der Tagung widmete sich ethischen Grenzfragen im caritativen Bereich: Mit der Frage nach assistiertem Suizid und der katholischen Identität setzte sich ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl auseinander. Der Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin ist Mitglied des Deutschen Ethikrates. Seitens eines der großen caritativen Träger im Ordenskontext hat sich Dr. Albert-Peter Rethmann, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier), zu Fragen des Umgangs mit assistiertem Suizid geäußert.
Am 28. Mai konnte nach zweijähriger Bauzeit und nach jahrelangen Überlegungen die "Alte Schule" in Windberg als neues Bürgerhaus eingeweiht werden. Durch den Umbau und die Modernisierung der alten Schule entstand ein neues Dorfgemeinschaftshaus, dessen geplante Raumaufteilung die unterschiedlichen Nutzungsansprüche und der Dorfgemeinschaft bedarfsgerecht berücksichtigt. So haben in diesem Haus u.a. der Seniorenclub, der Trachtenverein, der Sportverein ein neues Zuhause gefunden. Zusätzlich wird ein Teil des Obergeschosses von einer ambulanten Krankenpflegeeinrichtung genutzt. Abt Hermann Josef und Bürgermeister Helmut Haimerl übergaben das Bürgerhaus in einer Segensfeier und einem anschließenden Tag der offenen Tür seiner Bestimmung.
Am Freitag, den 3. Juni, spendete Weihbischof Josef Graf in Hunderdorf 15 Jugendlichen aus der Pfarrei Windberg die Firmuang. Zuvor hatten sie sich am 7. Mai u.a. durch einen Firmlingstag in der Jugendbildungsstätte auf dieses Fest vorbereitet. Möge der Geist Gottes sie auf ihrem Lebensweg begleiten und stärken. Dank sei an dieser Stelle der Pfarrei Hunderdorf und ihrem Pfarrer P. Martin gesagt für die Gastfreundschaft und alle Vorbereitung!
Nachdem das Fest des hl. Norbert in diesem Jahr auf den Pfingstmontag fiel, feierte die Gemeinschaft am 6. Juni in der Pfarr- und Klosterkirche mit festlichen Trompetenklängen einen feierlichen Gottesdienst. Abt Hermann Josef hob in seiner Predigt aus aktuellem Anlass die besondere Rolle des hl. Norbert als Friedensstifter hervor.
Am 29. Juni feierte der Landkreis Straubing-Bogen sein 50-jähriges Bestehen. Abt Hermann Josef und P. Martin waren als Vertreter des Klosters bzw. des Dekanates beim Festakt in Mallersdorf anwesend. Die Gäste wurden auf eine Zeitreise durch 50 Jahre Landkreis mitgenommen, eingebunden auch in eine Reise durch 50 Jahre Musikgeschichte in der musikalischen Umrahmung durch die Formation Blech Bagage der Kreismusikschule unter der Leitung von Stefan Lang. Als Schirmherr und Festredner der Jubiläumsveranstaltung fungierte der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann. Dieser betonte die Bedeutung der Landkreis- und Gebietsreform vor 50 Jahren, die sich als Erfolgsmodell für den Freistaat Bayern erwiesen hat. Immer wieder stand beim Festakt die positive wirtschaftliche Entwicklung der Region im Blickpunkt. Meilensteine wurden herausgehoben, und bei einer Podiumsdiskussion erinnerten sich auch die Altlandräte Ingo Weiß und Alfred Reisinger nicht nur an Ereignisse in ihrer Amtszeit, sondern sorgten mit Anekdoten aus der Vergangenheit auch immer wieder für Lacher im Publikum. Mit Videobotschaften überraschten Prominente aus dem Landkreis (u.a. Haindling, Luise Kinseher, Hannes Ringlstetter…) die Festgäste.
Auch die Vorstellung und Prämierung der Siegerfotos aus dem Fotowettbewerb #dabinigern, der anlässlich des Jubiläums im Frühjahr initiiert wurde, fand im feierlichen Rahmen des Festaktes statt. Sehr erfreulich war: Der 1. Preis ist das Foto "Winterwunderland" von Stefan Wintermeier aus Schwarzach, das den Blick von Oberbucha auf das Kloster Windberg und den Bogenberg zeigt.
Mit Wirkung vom 2. Juli wurden P. Martin und Pfarrer Martin Nissel von Bischof Rudolf Voderholzer zu stellvertretenden Dekanen (Prodekane) ernannt. Neben dem neuen Dekan Johannes Plank aus St. Elisabeth, Straubing, ist nun die Leitung des neuen Dekanates Straubing-Bogen wieder komplett. Allen dreien wünschen wir viel Kraft und Gottes Segen für diese zusätzliche Aufgabe im Dienst unseres Dekanates!
Wie in jedem Jahr versammelte sich die Gemeinschaft am 4. Juli zum jährlichen Kapiteltag, der Versammlung aller feierlichen Professen. Hauptthemen waren die Berichte der verschiedenen Verwalter und Provisoren und die Terminplanung für das kommende Jahr. Hinzu kam, dass uns vom Kapiteltag an bis zum Ende der Woche ein kleines Filmteam begleitete, das viele Aufnahmen und Interviews für unseren Imagefilm, der das Leben und die Arbeit unserer Gemeinschaft interessierten Menschen aufzeigen soll, aufnahm. Dieser Imagefilm, bewusst für das kommende Jubiläumsjahr produziert, soll Ende des Jahres auf unsere Homepage gestellt werden. In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass P. Gabriel als Verantwortlicher für Berufungspastoral im Bereich der sozialen Medien stark aktiv geworden ist. Im Auftrag unserer Gemeinschaft produziert er selbst kleine Clips für Tik-Tok, die viele junge Menschen ansprechen.
Nach zwei Jahren Pause fand in diesem Jahr auf der Freitreppe vor der Kirche wieder ein Windberger Festspiel statt. Mit dem Theaterstück "Der Revisor" von Nicolai Gogol war die Windberger Theatercompagnie in diesem Jahr eine der wenigen Gruppen, die sich überhaupt an eine Freilichtaufführung heranwagten. Coronabedingt gestaltete sich die Probenarbeit auch recht schwierig. Gott sei Dank konnten alle Aufführungen stattfinden, auch wenn es die letzten 10 Minuten der Premiere am Donnerstag, den 14. Juli verregnet hat. Insgesamt waren alle Aufführungen sehr gut besucht und ein Erfolg!
Vom 25. bis 27. Juli waren Prof. Dr. Gert Melville und Dr. Mirko Breitenstein, der Leiter der Forschungsstelle für vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) aus Dresden, in unserem Haus zu Gast. Es war das erste von insgesamt drei Treffen eines Forschungsprojekts, das sich mit verschiedenen Themen unserer Ordensspiritualität und Identität befasst. In Einzel- und Gruppengesprächen unterhielten wir uns darüber, was unsere Identität als Prämonstratenser heute ausmacht. Die Ergebnisse sollen dann wissenschaftlich ausgewertet und veröffentlicht werden.
Wie im letzten Jahr wurde unserem Dekanat ein Aushilfspriester zugewiesen. Der indonesische Kapuzinerpater P. Ramses Nainggolan OFMCap sollte sich für Aushilfen zur Verfügung stellen. In dieser Zeit vom 27. Juli bis zum 26. August war er bei uns zu Gast. P. Ramses, der sich in Münster im Fach Theologie weiterqualifiziert, fühlte sich bei uns sehr wohl und genoss die ruhige Zeit und gemeinschaftlichen Tage. Am Abend vor seiner Abreise verabschiedeten wir ihn in einer gemütlichen Runde auf unserer Dachterrasse
Am Fest Mariä Himmelfahrt, den 15. August, dem Patrozinium unserer Pfarr- und Klosterkirche, konnte der neue PGR wieder nach dem festlichen Gottesdienst zu einem Stehempfang einladen. So war eine Begegnung auch nach dem Gottesdienst möglich, der von unserer Frauenschola musikalisch gestaltet wurde.
Am 18. August machte eine Gruppe der schottischen Statthalterei des Ritterordens vom Hl. Grab auf ihrer einwöchigen Reise durch Bayern auch Halt in Windberg und Hl. Kreuz. Unter dem Motto "Discovering Catholic Bavaria" waren sie vor allem in Regensburg, Passau und schließlich nach Oberammergau unterwegs. Als Mitglieder des Ritterordens vom Hl. Grab feierte Msgr. Stephen Alker zusammen mit Vertretern der Regensburger Komturei einen Gottesdienst in Hl. Kreuz, wo sie auch für die Christen im Heiligen Land beteten. Anschließend gab ihnen Abt Hermann Josef eine Führung durch die Pfarr- und Klosterkirche Windberg. Weiter ging dann die Fahrt nach Pürgl.
Einen weiteren Besuch erhielten wir am Fest des hl. Augustinus. Am Sonntag, den 28. August gestaltete die Musikkapelle Steingaden den Festgottesdienst um 10.30 Uhr. Auch wenn die Musikanten mit ihrem Vorstand Andreas Strauß coronabedingt in einer kleineren Besetzung angereist waren, so tat das ihrem Zusammenklang keinen Abbruch. Nach dem Gottesdienst gab es dann noch ein Ständchen auf der Freitreppe vor der Kirche. Und wie es für Musikanten so üblich ist, kamen sie auch nicht an unserer Dorfwirtschaft vorbei, sondern hielten auch da noch eine intensive Einkehr.
Der Monat September war geprägt vom internationalen Prälatentreffen in Rom, das vom 19. bis 24. September alle ca. 40 Oberinnen und Obere zum gemeinsamen Austausch zusammenführte. Voraus ging ein wissenschaftliches Symposium, das schon für das vergangene Jubiläumsjahr geplant war, aber coronabedingt nicht abgehalten werden konnte. (siehe Bericht über den Gesamtorden)
Der diesjährige Konventausflug am 3. Oktober ging nach Oberbayern zu ungewöhnlichen modernen Kirchenbauten. Erste Station war die Wallfahrtskirche der Augustiner in Maria Eich in Planegg. Dort wurden die Mitbrüder durch die Kirche und das neue Kloster geführt. Nach dem Mittagessen ging es weiter in die moderne Kirche St. Josef in Holzkirchen. Mitte März 2018 weihte der Münchner Kardinal Reinhard Marx in Holzkirchen die Neubauten der Kirche "St. Josef der Arbeiter" und der Kapelle "Zur Heiligen Familie" ein. Entworfen hat sie der Münchner Architekt Eberhard Wimmer. Die beiden neuen Gebäude ersetzen den baufällig gewordenen Sakralbau, der 1962 von Franz Ruf am gleichen Standort erbaut wurde. Die zweite moderne Kirche, die für die Mitbrüder von Interesse war, war die Kirche St. Rupert Mayer in Poing. Architekten waren Andreas Meck (1959–2019) und Axel Frühauf. Die Gestaltung der liturgischen Orte übernahmen der Kölner Bildhauer Ulrich Rückriem und sein Assistent Alfred Karner. Carola Heine schuf eine Skulptur der Mutter Gottes. Die "Sprungschanze Gottes", wie die Kirche aufgrund ihrer auffälligen Form genannt wird, ist einem Kristall nachgeahmt. Die Fassade ist mit 15.000 weißen, dreidimen-sionalen Kacheln bedeckt, die das Bauwerk in der Sonne strahlen lassen. Auf der 34 Meter hohen Spitze ist ein goldenes Kreuz mit Wetterhahn angebracht. Das Gebäude wird durch ein innen nicht sichtbares Stahlkreuz getragen. Die modernen Kirchen beeindruckten die Mitbrüder. Bei einem gemütlichen Abendessen klang der Ausflugstag aus.
Mit einem "Aufbruchsgottesdienst" am Mittwoch, den 12. Oktober wurde nicht nur das neu gebildete Dekanat Straubing-Bogen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht, sondern es wurden auch der neue Dekan, Johannes Plank, und seine beiden Prodekane, P. Martin Müller und Pfr. Martin Nissel, in ihre Ämter eingeführt.
Am 17. Oktober feierte Prior P. Stefan Kling im Kloster Roggenburg seinen 60. Geburtstag. Abt Hermann Josef überbrachte ihm im Namen der Windberger Mitbrüder die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Auf Wunsch des Geburtstagskindes fand die Feier nur im kleinen Kreis der Mitbrüder statt. Tags darauf klang der runde Geburtstag mit einem Weißwurstfrühschoppen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klosters aus.
Sehr erkenntnis- und aufschlussreich war der Workshop "Berufungspastoral" am 24. Oktober. Sr. Ruth Pucher MC, Leiterin des Bereichs Ordensentwicklung im Wiener Kardinal-König-Haus, begleitete unseren Konvent an diesem Tag. Es waren intensive Stunden bei gutem, konstruktivem Austausch. Ziele und Absichten des Tages waren: vertrauter werden mit den Lebenswelten Erwachsener, die heute Ordensleben suchen; gute Erfahrungen und Beispiele von Berufungspastoral kennenlernen und die Sichtweisen der eigenen Mitbrüder auf die Zukunft hin austauschen, vor allem die Stärken und Probleme, die Chancen und Risiken unseres Klosters zu benennen. Gerade der letzte Punkt brachte eine intensive Auseinandersetzung des Windberger Konvents nicht nur mit den eigenen Problemen, sondern auch mit den eigenen Stärken, etwa anhand der Fragen: Worüber freuen wir uns als Konvent? Wofür sind wir dankbar? Was "können" wir gut? Welche Stärken/Charismen/Qualifikationen haben einzelne Mitbrüder? Was macht uns zu Prämonstratensern? Was die teilnehmenden Mitbrüder doch etwas erstaunte, dass die auf Flipchart gesammelten positiven Aspekte klar überwogen. Das macht Mut! Bereichernd war auch der Blick auf die Generationen Y und Z, die heute bei uns anklopfen. Sr. Ruth verstand es anhand sehr konkreter Beispiele gut, die Mitbrüder dafür zu sensibilisieren, wie junge Menschen heute "ticken".
P. Gabriel wird die Erkenntnisse in seine Aufgabe als Verantwortlicher für Berufungspastoral und Social Media einfließen lassen. Er freut sich zusammen mit dem ganzen Windberger Konvent, dass wir gegenwärtig vier neue Interessenten haben! Da die Zeit für den zweiten Schritt der SPOT-Analyse (Strenghts/Problems, Opportunities/Threats), also den Blick auf die Zukunft des Konvents (Chancen und Risiken), nicht ausreichte, werden wir Sr. Ruth wohl nochmals einladen. Unser Dank gilt ihr für ihre kompetente Gestaltung und Moderation dieses Tages!
Am 11. November feierten die Barmherzigen Brüder ihre 400-jährige Präsenz in Bayern. Da wir als Windberger den Barmherzigen Brüdern nicht zuletzt durch Kostenz, dem ehemaligen Erholungsheim der Barmherzigen Brüder, verbunden sind, wo wir jahrelang unsere Konventexerzitien abhielten, nahm Abt Hermann Josef beim Festgottesdienst und am Festakt dieser Jubiläumsveranstaltung teil, die in Neuburg an der Donau durchgeführt wurde. Der Festgottesdienst wurde von Kardinal Reinhard Marx zelebriert, und der Festredner bei der anschließenden Festversammlung war Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Allein dies zeigte schon die Wertschätzung der Barmherzigen Brüder im Freistaat.
Fast wie vor Corona konnten wir am Donnerstag, den 22. Dezember unsere Hausgemeinschaftsfeier vor Weihnachten durchführen. Nach einem adventlichen Abendlob in der Kirche und einer Ansprache des Provisors P. Michael und des Klosterverwalters Herrn Thomas Schneider klang der Abend in gemütlicher Runde aus. Das war auch eine gute Gelegenheit für die Begegnung des Konventes mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem mit den neuen unter ihnen.
Am 29. Dezember lud P. Dominik zu seinem 60. Geburtstag ein. Nach einer Feier im Kreis der Mitbrüder und der Familie am Mittag in Windberg bei Potus und einem festlichen Mittagessen, waren dann alle Mitbrüder zu einem Gottesdienst mit anschließendem Stehempfang im Pfarrheim nach Mitterfels eingeladen, wo P. Dominik mit seinen Pfarrangehörigen seinen Geburtstag feierte. Möge Gottes Segen und alle guten Wünsche ihn in das neue Jahrzehnt begleiten!
Das Jahr 2022 endet mit Unsicherheit und für viele Menschen mit Zukunftsängsten. Viele Krisen bedrängen unsere Welt: Energiekrise, Wirtschaftskrise, Klimakrise. Offen bleibt, wie lange der Krieg in der Ukraine noch andauern wird. Dennoch wollen wir mit Zuversicht in das neue Jahr gehen. Der Schriftsteller Max Frisch hat das Wort geprägt: "Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack von Katastrophe nehmen."
Hoffen wir, dass uns die Krisen produktiv weiterbringen!
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