Januar

An den Anfang eines neuen Jahres stellte Abt Hermann Josef in seiner Rede beim Neujahrsempfang ein Programm, das der Jesuit P. Ludwig Esch, der Gründer des Bundes Neudeutschland¹, formuliert hat:

„Dankbar rückwärts –
mutig vorwärts –
gläubig aufwärts –
liebevoll seitwärts!“

Vor allem im Jahr der Barmherzigkeit und im Blick auf die vielen Migranten, die in unserem Land Zuflucht suchen, betonte er die Aufgabe, „liebevoll seitwärts“ zu schauen, Respekt und Wertschätzung allen entgegenzubringen, die unsere Hilfe brauchen. Es sei der Blick zu schärfen für die oft versteckten Nöte und Bitten unserer Mitmenschen – auch und gerade in unserer unmittelbaren Umgebung, in unserem Dorf. Mit dem Wort des dänischen Philosophen Sören Kierkegaard, der sagt:

„Die Welt besteht aus lauter Gelegenheiten zur Liebe“,

wünschte er allen Anwesenden Gottes Segen für das neue Jahr!

Viele Gelegenheiten, Menschen zu begegnen, gab es in diesem Jahr mehr als genug. So trafen sich am Sonntag, den 31. Januar, die Ordensleute der Diözese Regensburg. Am Tag des gottgeweihten Lebens in Regensburg wurde im Rahmen einer Vesper im Dom mit Bischof Rudolf Voderholzer das „Jahr der Orden“
feierlich abgeschlossen.

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¹    Verband der katholischen Jugendbewegung,

 

Februar

Papst Franziskus beschloss das „Jahr des geweihten Lebens“ in Rom am Fest der Darstellung des Herrn, am 2. Februar.

Die Ordensleute in der Region Straubing beschlossen das Jahr der Orden am 6. Februar in Mallersdorf mit einer gemeinsamen Anbetungsstunde und einem gemütlichen Beisammensein, das die Mallersdorfer Schwestern sehr schön gestaltet haben und zu dem sie eingeladen hatten.

Wie jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit trafen sich alle Mitbrüder der Kanonie Windberg zu den alljährlichen Konventexerzitien, die in diesem Jahr vom 15. bis 19. Februar im Haus Werdenfels stattfanden. Wie schon einige Jahre zuvor ließen sich die Mitbrüder mit Filmexerzitien geistlich auf die Fastenzeit einstimmen. Es waren sehr intensive und anregende Tage, die von Direktor Günter Lesinski und Frau Elisabeth Paukner begleitet wurden.

MÄRZ

Am 10./11. März waren alle Verantwortlichen in der Ausbildung und in der Berufungspastoral zu einem Magistertreffen der deutschsprachigen Zirkarie in das Stift Geras/NÖ eingeladen. Themenschwerpunkte waren: Die „ratio generalis“, die allgemeinen Ausbildungsrichtlinien, die auf dem Generalkapitel 2012 in De Pere vorgestellt worden sind und nun zur Debatte stehen. Es wurde darüber hinaus die Möglichkeit gemeinsamer Ausbildungswochen in verschiedenen Häusern unserer Zirkarie beraten, sowie Erfahrungen in der Berufungspastoral ausgetauscht.

 

April

Vom 5. Bis 7. April tagte – wie in jedem Frühjahr – das Leitungsorgan des Ordens, das Definitorium in Rom unter dem Vorsitz unseres Generalabtes. Ein Schwerpunkt dieses Treffens war die Vorbereitung des Generalkapitels, das im Jahr 2018 in Rolduc (Kerkrade) in den Niederlanden stattfinden wird. Darüber hinaus sind immer auch die Berichte aus den einzelnen Häusern und Abteien ein Schwerpunkt.
Ende April gab es in den Pfarreien unserer Primizianten verschiedene geistliche Angebote zur Vorbereitung auf die anstehende Priesterweihe. Am Sonntag 17. April verlegte der Windberger Konvent die Sonntagsvesper in die Pfarrkirche von Tettenweis als geistliche Vorbereitung auf die Priesterweihe von Fr. Philipp Schmidbauer. Anschließend gab es eine gemeinsame Begegnung im Pfarrsaal in Tettenweis.
Ein großes Ereignis, das in der Regel alle 6 Jahre stattfindet, war in diesem Jahr das Internationale Juniorentreffen in Mananthavady vom 18. April bis 26. April, an dem aus der Abtei Windberg Fr. Paulus und Fr. Emmanuel und aus dem Kloster Roggenburg P. Joseph und als Magister P. Rainer teilnahmen.

 

Mai

Der Höhepunkt des Jahres war für unsere Klostergemeinschaft die Doppelpriesterweihe und die Doppelprimiz von Fr. Philipp und Fr. Felix. Am 14. Mai, dem Samstag vor Pfingsten, kam Bischof Rudolf Voderholzer nach Windberg, um unsere beiden Mitbrüdern zu Priestern zu weihen. In die Mitte seiner Predigt stellte er die Worte Jesu

„Seid gewiss:
Ich bin bei euch
alle Tage bis zum Ende der Welt!“

Genau diese Aussage sei auch der Dreh- und Angelpunkt einer Priesterweihe, denn der Herr habe dieses Wort eingelöst  durch die Sendung seiner Jünger wie nach ihnen durch den Dienst der Priester. In der Weihe werde den Priestern die Vollmacht gegeben, den Herrn in der Eucharistie gegenwärtig werden zu lassen.

Tags darauf feierten die beiden Neupriester mit der Klostergemeinschaft und der Pfarrgemeinde Windberg ihre erste Heilige Messe. Bezogen auf das Pfingstfest sollten die Neugeweihten „Begeisterung für Gott ausstrahlen“, so der Primizprediger, Kaplan Pfeffer. Als sichtbaren Ausdruck dieses Wunsches überreichte er ihnen ein Bild des Ikonenmalers Alexej Jawlenski mit dem Titel:

„Flammen in mir lodern zu Gott“

Nach dem festlichen Gottesdienst, der mit einem großen Kirchenzug begonnen hatte und von den Erstkommunionkindern, Kindergartenkindern und Vereinsabordnungen angeführt wurde, und dem anschließenden Pfarrfest klangen diese festlichen Pfingsttage aus.
Für die Pfarrei Windberg war es ein schöner „Nebeneffekt“, dass durch die Primiz und die Feierlichkeiten aus dem Pfarrfest ein Reinerlös von ca. 3460,- EUR für die anstehende Innenrenovierung der Pfarr- und Klosterkirche erwirtschaftet wurde. Dank sei allen gesagt, die vor und hinter den Kulissen mitgearbeitet haben, um diese Feiern zu einem schönen Erlebnis werden zulassen!

Im Monat Mai und Juni konnten wir viele US-amerikanische Gäste in unserem Kloster empfangen. Den Beginn machten am 21. Mai Mitbrüder, Lehrer, Förderer und Mitarbeiter des Saint-Norbert-College, das von der Abtei De Pere, Green Bay (Wisconsin) getragen wird. Schon seit einigen Jahren organisieren die Mitbrüder sogenannte „Heritage-Tours“, d.h. sie wollen ihre Mitarbeiter und Freunde an Orte führen, die mit der Geschichte und dem Erbe unseres Ordens zu tun haben. Mit dabei waren die Mitbrüder F. Jay Fostner, F. Dan Radecki, Abt Joel Garner von Albuquerque und F. Sal Cuccia.
Am 22. Mai feierte P. Felix mit seiner Heimatgemeinde in Kollnburg seine erste hl. Messe, bei der sein früherer Pfarrer und Dekan Josef Renner die Predigt hielt. Eine Woche später war am 29. Mai die Heimatprimiz von P. Philipp in Tettenweis. Sein Primizprediger war unser Mitbruder P. Martin. Beide Feiern waren von den Pfarrgemeinden aufs Beste vorbereitet worden und man spürte die Freude und einen gewissen Stolz der Gemeinden auf „ihre“ Neupriester.

 

Juni

Aufgrund der vielen Feierlichkeiten um die Priesterweihe und die Primizfeiern wurde das Norbertusfest am Montag, 6. Juni, nach der festlichen Messe, die der Neupriester P. Felix mit dem Konvent in der Pfarr- und Klosterkirche zelebrierte, nur im Kreis der Mitbrüder gefeiert mit einem Grillabend im Klostergarten.
Am Donnerstag, 16. Juni, durften wir weitere Gäste aus den Vereinigten Staaten bei uns willkommen heißen. Auf ihrer „Heritage-Tour“ kam eine Gruppe aus der Abtei Daylesford, Paoli (Pennsylvania) mit Abt Richard Antonucci und dem Organistor der Reise John Zagarella nach Windberg. Von Prag kommend feierten sie nach dem Mittagessen eine Heilige Messe in der Windberger Kirche. Nach der sich anschließenden Kirchenführung und einer Kaffeepause führten sie ihre Fahrt fort Richtung Rom über Innsbruck.

 

Juli

Nach einem längeren Ringen um seinen weiteren Weg entschied sich unser Novize Fr. Emmanuel, am 1. Juli unsere Gemeinschaft zu verlassen. Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Lebensweg Gottes Segen und alles Gute für sein Studium in Regensburg!
Am 3. und 4. Juli fand der alljährliche Kapiteltag in Windberg statt. Hauptthema im Studienteil war „Das Missionarische als Paradigma für die kirchliche und pastorale Erneuerung“ mit Dr. Hubertus Schönemann von der Katholischen Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral in Erfurt. Die Hl. Messe feierte das Namenstagkind P. Ulrich aus dem Kloster Roggenburg.
Am 19. Juli fand nach einem längeren Genehmigungsverfahren eine erste große Gesprächsrunde im Katharinenhaus statt mit allen beteiligten Personen und Verantwortlichen, die die Innenrestaurierung der Pfarr- und Klosterkirche, die im kommenden Jahr beginnen wird, vorbereitet haben. Ein zweites Nachfolgegespräch fand am 22. September statt, das festlegte, dass die Kirche von Januar 2017 bis voraussichtlich Oktober 2018 wegen der Renovierungsmaßnahme geschlossen sein wird.


August

Am 7. August feierten P. Ephrem und P. Wolfgang ihr 60-jähriges Priesterjubiläum im Kreise der Verwandten und Freunde in Windberg mit einem festlichen Gottesdienst, der von der Frauenschola musikalisch gestaltet wurde, verstärkt durch viele ehemaligen Sängerinnen und Sänger aus der Zeit von P. Ephrem, der fast 40 Jahre als Seelsorger in der Pfarrei Windberg segensreich tätig war. P. Felix, unser Neupriester, hielt die Festpredigt, in der er vor allem herausstellte, dass die erste Aufgabe eines Priester das Segnen sei und vom Priester wieder ein Segen für andere ausgehen solle.

Nach seiner 16-jährigen Tätigkeit als Kirchenmusiker und Organist in Windberg konnte sich Joachim Schreiber am 15. August, im Rahmen des Festgottesdienstes zum Patrozinium, gebührend musikalisch verabschieden. Abteichor, Frauenschola und Bläser umrahmten den Gottesdienst z.T. mit Kompositionen und Arrangements aus seiner Feder und beim anschließenden Stehempfang konnten die vielen Gottesdienstbesucher und Pfarrangehörigen und Abt Hermann Josef noch persönlich dem beliebten Organisten ihren Dank ausdrücken. Mit Joachim Schreiber, der im September die Stelle eines Regionalkantors in Kelheim angetreten hat, ging damit eine Ära zu Ende. Für seinen weiteren Lebensweg wünschen wir ihm und seiner Frau Conny alles Gute und Gottes Segen!


September

Doch konnten wir am 1. September unseren neuen Kirchenmusiker, Herrn Peter Hilger, begrüßen und willkommen heißen. Nahtlos und ohne Übergangsschwierigkeiten führt er nun die Arbeit seines Vorgängers fort, der doch Maßstäbe gesetzt hat. Neben Abteichor und Frauenschola wird er nun auch versuchen, einen Kinderchor ins Leben zu rufen. Wir wünschen ihm für seine Tätigkeit in Windberg viel Tatkraft, alles Gute und Gottes Segen!

Gute Wünsche begleiteten im Monat September auch zwei Geburtstagskinder, die einen runden Geburtstag feiern konnten.
P. Anselm feierte am 10. September seinen 60. Geburtstag leider im Krankenhaus in Bogen. Schon seit Pfingsten war er schwer erkrankt und lag mehrere Wochen im künstlichen Koma. Sehr mühsam ist nun die Zeit der Rehabilitation. Langsam müssen nun die Muskeln wieder aufgebaut werden und er wieder gehen lernen. Das braucht viel Zeit und Kraft. Wir wünschen ihm die nötige Energie und Gottes Segen!

Einen Tag darauf feierte Abt Hermann Josef seinen 50. Geburtstag im Kreis der Familie, der Pfarrgemeinde, Freunde und einiger Musikkameraden. Er nutzte den Anlass, nach einem Gottesdienst und einem anschließenden Stehempfang um Spenden für die bevorstehende Kirchenrenovierung zu bitten. Insgesamt kam doch eine stolze Summe von 7.510,- EUR zusammen. Danke allen Spendern!


Oktober

Konventausflug am 3. Oktober rund um Wörth/Donau und Wiesent. P. Dominik organisierte die abwechslungsreiche Fahrt, die mit einer Besichtigung des Klosters Frauenzell begann, über die Burgruine Brennberg und den Himalaya-Park führte und nach dem Baierwein-Museum in Bach mit einem gemütlichen Runde in einem Weinlokal in Kruckenberg endete.

Am 9. Oktober fand in der Wieskirche bei Steingaden das alljährliche Fest der Bruderschaft zum gegeißelten Heiland auf der Wies statt. In seiner Festpredigt ging Abt Hermann Josef auf die zunehmende Verrohung der Gesellschaft ein.

„Wer nicht hassen will, der muss bereit sein, Leiden auszuhalten“, machte er deutlich – und verwies dabei auf den gegeißelten Heiland.

„Weil Jesus sich dem Hass verschließt, das Leid an sich heran lässt, sich berühren lässt vom Leid der Menschen, deshalb gibt es letztlich keinen anderen Weg für ihn als den des leidenden Gottesknechtes.“

Im Anschluss an die festliche Messe, die er mit dem Wiespfarrer Msgr. Gottfried Fellner und P. Petrus-Adrian feierte, machten sich die Gläubigen mit dem Herrn in der Monstranz auf den Weg zur Sakramentsprozession.

 

November

Abt Hermann Josef nahm vom 7. bis 9. November teil an der Sitzung des Definitoriums, das in Mananthavady (Indien) stattfand. Darüber hinaus war er mit dem Generalabt und den anderen Definitoren zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Alois Anthanatt eingeladen. Bei dieser Gelegenheit besuchte er auch die Mitbrüder in Kollam, Jamtara und Mumbai. So bekam er einen Eindruck, in welchen Projekten und Missionen die indischen Mitbrüder engagiert sind.

Wie in jedem Jahr trafen sich die deutschsprachigen Prälaten und Oberen zum gemeinsamen Zirkarietreffen, das vom 27./28. November im Stift Geras abgehalten wurde. Neben den Berichten aus den einzelnen Häusern gab es Informationen aus dem Gesamtorden.

 

Dezember

Für die gesamte Hausgemeinschaft bildete die gemeinsame Feier am Donnerstag, 22. Dezember den Abschluss des Arbeitsjahres. Mit einer feierlichen und besinnlichen Vesper in der Pfarr- und Klosterkirche und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein, an dem Provisor P. Michael seinen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Haus zum Ausdruck brachte, stimmten sich alle auf das bevorstehende Weihnachtsfest und den Jahresschluss ein.


 


 

 

 

 

 

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