Abt Hermann Josef

Abt Hermann Josef konnte in diesem Jahr dankbar zurückschauen auf 25 sehr abwechslungsreiche, bewegende und erfüllte Professjahre. Gleichzeitig schaut er mit zuversichtlichen Blick nach vorne.

Zusammen mit dem Konvent konnte er nach einigen Verzögerungen den Spatenstich für den geplanten Erweiterungsbau vornehmen und in einer kleinen Feier am 2. Juni Gottes Segen für den Bau und die Arbeiten erbitten. Dieser Bau ist auf die Zukunft hin ausgerichtet und wird den Wohnbereich der Mitbrüder verbessern. Dank der Unterstützung vieler Helfer uns Sponsoren konnte das Projekt angegangen werden.

Begonnen hat das Jahr 2011 aber für Abt Hermann Josef mit der Visitation des Stiftes Schlägl, die er mir Prior Florian Schomers aus Wilten vom 6. bis 16. Januar im Auftrag des Generalabtes und des Generalkapitels durchführte. Es waren viele gute Gespräche und Begegnungen.

Für einen Abt ist es natürlich immer etwas Bewegendes und Schönes, wenn er junge Mitbrüder aufnehmen bzw. deren Profess entgegennehmen darf. So durfte er am 25. März Fr. Felix einkleiden und im seinem 25. Professjahr die zeitliche Profess von Fr. Philipp Neri und Fr. Maximilian entgegennehmen. Darüber hinaus war die festliche Priesterweihe und Primiz von P. Rupert das herausragendste Ereignis in diesem Jahr. Es tut gut, wenn sich junge Mitbrüder in den priesterlichen Dienst für die Menschen senden lassen. Als Abt von Windberg war er in diesem Jahr – wie schon in den vorigen Jahren – als Firmspender und Festprediger gefragt. So durfte er im Auftrag der Bischöfe von Regensburg und Augsburg in Vilseck, Plattling, Burglengenfeld, Ihrlerstein, Pressath, Speinshart, Marklkofen, Rettenbach, Bad Kötzting, Straubing St. Jakob und Mengkofen, sowie im Dekanat Schwabmünchen insgesamt über 1.000 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden. Thema seiner Firmpredigten in diesem Jahr war der Glaube: Ausgehend vom Glaubensbekenntnis der Firmlinge, das der Firmspendung vorangeht, führt er aus: Was heißt eigentlich „glauben“, wie komme ich zum „Glauben“, wie ist das mit Gott? Daneben war Abt Hermann Josef zu den unterschiedlichsten Anlässen als Festprediger eingeladen. Herausragend war der Osternachtgottesdienst im Kloster Roggenburg, der vom BR live übertragen wurde. Über die viele positiven und ermutigenden Rückmeldungen hat er sich sehr gefreut. Darüber hinaus hielt er die Festpredigt beim 25-jährigen Priesterjubiläum von P. Konrad in Roggenburg, beim 325-jährigen Kirchenjubiläum in Schießen, zur feierlichen Kircheneröffnung in Biberach, beim Bernhard-Lehner-Gebetstag in Herrngiersdorf, zum Patrozinium auf dem Pilgramsberg und beim Leonhardiritt in Fremdingen. Auch Vorträge und Einkehrtage blieben in diesem Jahr nicht aus. So hielt Abt Hermann Josef am 12. April einen Einkehrtag in Sandsbach und einen Einkehrtag des PWB am 18. Mai in Mallersdorf und zwei Einkehrtage zu Themen des hl. Augustinus bei den Schwestern vom gemeinsamen Leben im Kloster Spabrücken am 11. und 12. Oktober. Darüber hinaus hielt er am 9. Oktober beim Jahresempfang der CSU Weißenhorn einen Vortrag zum Thema „Wert und Würde des menschlichen Lebens – Denkanstöße“. In seiner Aufgabe als Novizenmeister hielt er in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Mitbrüdern Noviziatsstunden für Fr. Felix und gestaltete am 24. und 25. Juni einen thematischen Klausurtag für alle Novizen aus Windberg, Roggenburg und Speinshart zum Gelübde des Gehorsams im Kloster Oberschönenfeld. Einen Höhepunkt des Noviziatsjahres war die gemeinsame Fahrt in die brabantische Zirkarie vom 18. bis 26. August.

Die Aufgabe als Pfarradministrator von Windberg war in diesem Jahr stark geprägt von der beginnenden Turmsanierung und der Erstellung der HU-Bau für die bevorstehende Innenrenovierung der Pfarr- und Klosterkirche. Jetzt wird es im nächsten Jahr darum gehen, die einzelnen Genehmigungen und Zuschüsse für dieses Projekte zu bekommen. Offen ist noch, wann dann endlich der Startschuss für die Renovierung gegeben wird. Gefreut hat ihn, dass 12 Kinder am 8. Mai zum ersten Mal zum Tisch des Herrn getreten sind und von diesen ein ganzer Schwung in die Ministrantenschar aufgenommen wurde. Ebenso erfreulich ist, dass die KLJB Windberg wieder neu belebt wurde. Dank vieler Neuaufnahmen hat sich am 7. November eine neue Vorstandschaft gebildet, die mit viel Elan und der Unterstützung von Fr. Felix ein neues Programm für Jugendliche gestaltet. Dankbar ist Abt Hermann Josef für alle Hilfe und Unterstützung von Seiten des Konventes, vor allem von P. Jakob, der ihm den Rücken frei hält und so manche Aufgaben in der Seelsorgsarbeit übernimmt.

Seit fünf Jahren ist Abt Hermann Josef Administrator der Abtei Speinshart. So brachte auch dort das Jahr 2011 abwechslungsreiche Momente mit sich. Personell hat sich allerdings vieles stabilisiert. Acht Mitbrüder leben in Speinshart und bilden eine ganz ansehnliche kleine lebendige Gemeinschaft. Davon konnten sich auch die Visitatoren Abt Martin (Schlägl) und P. Conrad (Geras) überzeugen, die vom 23. bis 26. Januar die Abtei Speinshart besuchten. Baulich gesehen gibt es nun Fortschritte: Der Bauabschnitt II neigt sich dem Ende zu, sodass im kommenden Jahr der inhaltliche Kursbetrieb an der Begegnungsstätte im Kloster Speinshart beginnen kann. Der Besuch des Ministerpräsidenten Horst Seehofer am 23. September in Speinshart hat auch Bewegung in die weiteren Arbeiten gebracht. So wird der BA III bald beginnen können.

Auch in Freising/Neustift, wo die indische Abtei Jamtara eine Seelsorgestelle innehat, hat sich einiges getan. P. Soosai ist weiterhin in der Pfarrseelsorge in Neustift tätig. P. Ignatius ist seit 1. September Kaplan in der Seelsorgeeinheit Zolling. Zugleich ist er Magister für die beiden Studenten, die neu seit September in Freising leben: Fr. Michael John und Fr. Deepak Dhurwey. Beide werden nach dem Deutschkurs an der LMU München Theologie studieren. Ihnen wünschen wir ein gutes Einleben in Deutschland.

Als Vorsitzender der DOK ergaben sich für Abt Hermann Josef noch zusätzliche Termine neben den üblichen Vorstandstätigkeiten. So leitete er zum ersten Mal die Mitgliederversammlung der DOK in Vallendar vom 5. bis 8. Juni, die unter dem Thema stand: "Gebt Zeugnis von der Hoffnung, die euch erfüllt – Ordensleben in Übergängen". Zusammen mit Abt Albert von Hamborn gestaltete er im Rahmen dieser Tagungen einen Workshop, der die pastoralen Veränderungen und Herausforderungen für das Ordensleben in den Blick nahm. Neben dem Papstbesuch stand auch die Teilnahme bei der VKO-Mitgliederversammlung in Köln am 24. Oktober und die IMS-Mitgliederversammlung in Limburg am 25. Oktober auf der Agenda. Da Abt Hermann Josef als Vertreter der Ordensmänner auch Mitglied im Aufsichtsrat der LIGA-Bank ist, war neben den Sitzungen auch eine Fortbildungsveranstaltung für Aufsichtsräte auf der Tagesordnung, die bei herrlichem Herbstwetter in Tegernsee abgehalten wurde.

Als Prior der bayerischen Ordensprovinz der Ritter vom Heiligen Grab hielten sich die Termine in Grenzen. Die Teilnahme an der Investiturfeier in Bamberg am 13. und 15. Mai war eine Gelegenheit, die Confratres und Sorores zu treffen, die mit ihm zusammen in den Orden aufgenommen wurden, und so manche neue Bekanntschaften zu machen.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr ist Abt Hermann Josef dankbar für die vielen Eindrücke und Begegnungen –dankbar zurück und mutig nach vorne.

P. Simeon

Zusammen mit Abt Albert Dölken visitierte P. Simeon im Auftrag des Generalabtes das Stift Geras in Österreich. Für P. Simeon war dies eine neue
Erfahrung.

Im Geistlichen Zentrum ist er nach wie vor engagiert. Neben der Bibelwanderung, der Kapellenwanderung, der Kapellenradwanderung und dem Sakralen Tanz, begleitete er dieses Jahr zusammen mit P. Petrus-Adrian eine Reisegruppe zu den Wallfahrtsstätten nach Apulien in Italien.

Von seinen Pfarreien kann besonders das Jagdhornbläsertreffen mit Hubertusmesse in Klinglbach, das vor 50 Jahren zum ersten mal stattgefunden hatte, hervorgehoben werden; außerdem das 140-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr in St. Englmar und das Goldene Priesterjubiläum des dortigen Ruhestandsgeistlichen P. Franz Behrla.

P. Rainer

P. Rainer ist seit September 2010 nicht mehr Pfarrer der Pfarrgemeinde Roggenburg, zusammen mit P. Gilbert steht er für Aushilfen im Dekanat und in der Diözesanregion Neu-Ulm zur Verfügung. Als Prior hat er daneben immer noch genügend Aufgaben und Verpflichtungen im Kloster und im Orden.

Zusammen mit P. Johannes Baptist, Fr. Maximilian und Fr. Raphael (Speinshart) nahm P. Rainer am 2. Februar an der Begegnung der Ordensgemeinschaften in der Zisterzienserinnen-Abtei Oberschönenfeld teil. Im Jahr 2011 beging dieses Kloster das 800-jährige Jubiläum seiner Gründung.

Im Juni verbrachten P. Rainer und P. Gilbert einige Tage im Kloster der Salvatorianer in Steinfeld in der Eifel. In der ehemaligen Prämonstratenser-Abteikirche befindet sich das Grab
des hl. Hermann Josef, der hier beim gläubigen Volk hohe Verehrung genießt.

Als Gast war P. Rainer beim Magistertreffen des Prämonstratenser-Ordens im Kloster Strahov in Prag vom 9. bis 16. Juli dabei. Vor und nach dem Treffen besuchte er mit Magister P. Johannes Baptist das Prämonstratenserinnen-Kloster Doksany.

Vom 9.-12. September war er einige Tage mit P. Gilbert in Ratzeburg (bei Lübeck). Die dortige Domkirche wurde bis zur Reformation von Prämonstratensern betreut. Drei heilige Prämonstratenser-Bischöfe (Evermod, Isfried und Ludolph) liegen im Dom begraben. Nach dem Sonntagsgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche fand im anschließenden Pfarrheim eine Begegnung mit der Pfarrgemeinde statt.

Anfang Oktober nahm P. Rainer an den Jubilämsfeierlichkeiten der Abtei Hamborn teil. Abt Albert Dölken feierte am 2. Oktober sein 25-jähriges Priesterjubiläum, am Tag darauf wurde das 875-jährige Jubiläum der Erstgründung der Abtei feierlich begangen, es wurde am Nachmittag auch der neue Klosteranbau eingeweiht. An den beiden folgenden Tagen wurde das alljährliche Treffen der deutschsprachigen Zirkarie des Ordens abgehalten.

P. Jakob

Das Jahr war für P. Jakob geprägt vom ganz normalen Alltag und der gestaltet sich abwechslungsreich und vielgestaltig.

Nach wie vor ist P. Jakob der "Ladenhüter" des Klosterladens und hilft Abt Hermann Josef in der Pfarrei, wenn dies nötig ist. Beim Klosterladen ist er froh, dass nach einigen Nachbesserungen in diesem Jahr endlich der Internetshop funktionsfähig an den Start gehen konnte. Es war ein zeitaufwändiges und anstrengendes Projekt für alle Seiten. Aber das Resultat kann sich sehen lassen.

Zu den Höhepunkten des Jahres im Pfarreileben gehört für ihn sicher der Ministrantenausflug mit den größeren Ministranten der Pfarrei Windberg. In der Osterwoche besuchten sie Paris. Im Rahmen dieser Fahrt durfte (musste?) er mit auf den Eiffelturm. Die "Eiffelturm-Erstbesteigung" war ein Erlebnis, Paris bei Nacht von oben betrachtet ein Ereignis, das aber in seinen Augen nicht wiederholt werden muss.

In der Erwachsenenbildung konnte P. Jakob in diesem Jahr wieder Kurse, Exerzitien und Geistliche Begleitung anbieten. Ende Oktober war er eingeladen, den Regionaltag für die Ordensleute unserer Region zu gestalten.

Es war ein normales Jahr mit dem üblichen Auf und Ab; so darf es auch im nächsten Jahr sein.

P. Stefan

Als Leiter des Amts für Kirchenmusik im Bistum Augsburg war P. Stefan auch 2011 bestrebt, die in dieser Aufgabe gestellten vielfältigen Anforderungen nach Kräften zu erfüllen. Ein besonderes Ereignis war in diesem Jahr der erste diözesane Kinderchortag im Bistum Augsburg, den das Amt für Kirchenmusik im Rahmen der Ulrichswoche 2011 veranstaltete. 550 Kinder aus über 33 Kinderchören des Bistums kamen in der Basilika und im Haus St. Ulrich in Augsburg zusammen, um mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa einen beeindruckenden Gottesdienst zu feiern und um einander in verschiedenen Workshops und im abschließenden Ulrichsspiel zu begegnen.

P. Roger

Wenn P. Roger nachdenkt über das vergangene Jahr, kann er keine weltbewegenden Leistungen vorweisen.
Es waren die kleinen Dinge, die ihn das Jahr hindurch auf Trab hielten.

Die Bibliothek ist ihm immer noch ein Herzensanliegen. Die hohen Bücherregale mit 2,55 m machen ihm aber zu schaffen. Für diese Höhe ist er ein paar Zentimeter zu klein geraten. Und auch die Bücher werden scheinbar immer schwerer. Gott sei Dank hilft unser Novize Fr. Felix regelmäßig mit.

Im September dieses Jahres hat man P. Roger neue Stents in den Bypässen eingesetzt.

Nun hofft er auch das neue Jahr gut zu bewältigen.

P. Wolfgang

P. Wolfgang war sehr froh, dass der alte, rote TOYOTA noch mal durch den TÜV gekommen ist und dadurch zwei Jahre Verlängerung bekommen hat, so bleibt er noch ein wenig mobil. Auch freut er sich über die gute Verbindung mit Hunderdorf, mit der Pfarrei, der Gemeinde und einigen Vereinen.
Die Ruhestandsruhe kommt nicht zu kurz dank der neuen Gemeindebibliothek.

P. Johannes

Das Jahr 2011 war für P. Johannes ein ereignisreiches Jahr. Am 26. März durfte er in Parkstetten den kleinen Sebastian Josef Hafner taufen. Am Montag nach dem Weißen Sonntag besuchten die Erstkommunionkinder aus Feldkirchen mit ihren Klassenfreunden, Eltern und Lehrkräften im Rahmen eines Wandertages das mittelalterliche Klosterdorf Windberg. Es machte ihnen viel Freude. Der anschließende Besuch der Wallfahrtskirche Hl. Kreuz, eine Vorführung beim Töpfer Obermeier und eine Stärkung im Gasthaus Amann rundeten den Tag ab.

Freunde und Familienangehörigen aus der alten Heimat besuchten Windberg das ganze Jahr hindurch. Nach Pfingsten begleitete P. Johannes die Fam. Dr. Pex aus Zeholfing nach Rom. Das Generalat bot wieder einmal gastfreundliche Unterkunft. Am Tag nach Fronleichnam traf sich der Weihekurs 1965 in Eitlbrunn bei Pfarrer i.R. Hans Preißl.

Den Jahresurlaub verbrachte P. Johannes im Juli in Noordbroek und Hoogeveen und im Oktober in Schweden.

Am 26. Juli starb nach langem, schwerem Leiden sein Freund, Herr Georg Pex, Landwirt in Rottesdorf.

Im August wurde P. Johannes nach Pellworm eingeladen, wo u.a. mit Erzbischof Dr. Werner Thissen, Hamburg, die gelungene Restaurierung der Kapellenfenster mit einem pontifikalen Gottesdienst und einem Gemeindefest gefeiert wurde.

Ein besonderes Erlebnis war die Teilnahme an der Primiz von P. Rupert in Trier. Nicht nur der Primiztag selbst mit Familie Fischer und der Gemeinde St. Maternus, sondern auch das Rahmenprogramm und die Unterbringung bei den Barmherzigen Brüdern in Trier waren beeindruckend.

Der Weihekurs 1965 fuhr vom 19. bis 23. September ins Kloster Roggenburg für eine religiöse Besinnungswoche verbunden mit einem kulturellen Programm. Begegnungen mit P. Roman und P. Rainer, Besuche in Ochsenhausen, Rot a.d. Rot, Buxheim und Maria Steinbach ließen die Tage für alle zu einem Erlebnis werden.

Im Oktober begleitete P. Johannes Frau Elisabeth Käller (Schwester vom verst. Mitbruder Bonifatius Schüttken) mit Angehörigen nach Rom, wiederum natürlich als Gäste des Generalates. Der Weihekurs 1965 traf sich traditionell am Buß- und Bettag in Regensburg zu einem mitbrüderlichen Austausch.

P. Andreas

P. Andreas ist weiterhin in Speinshart als Provisor und als Mitarbeiter im Pfarreienverband tätig. Mit den Sanierungsarbeiten am Südflügel und an den Außenfassaden, die eigentlich bereits für dieses Jahr vorgesehen waren, wird nun im nächsten Frühjahr begonnen. Die schwierige Finanzierungssituation konnte erst nach längerer Zeit etwas geklärt werden. Vor allem die Finanzierung der ebenfalls notwendigen Sanierung des Klostergasthofes stellte und stellt die Klostergemeinschaft vor große Probleme.

Dieses Jahr war P. Andreas auch öfter wieder in Windberg zu sehen, wo er die Arbeiten am Erweiterungsbau betreut.

P. Konrad

Ein besonderes Ereignis in diesem Jahr war für P. Konrad sein 25-jährige Priesterjubiläum, das er am Sonntag, den 19. Juni zusammen mit seinen Mitbrüdern, seiner Familie und vielen Pfarrangehörigen aus dem ganzen Pfarrverband in Roggenburg feiern durfte. Zahlreiche Pfarrmitglieder haben beim anschließenden Stehempfang im Refektorium des Klosters ihre Verbundenheit mit dem Jubilar zum Ausdruck gebracht.

Da P. Konrad sein Pastoraljahr in Regensburg und Windberg absolvierte, nun aber in der Diözese Augsburg seinen priesterlichen Dienst verrichtet, wurde er sowohl nach Regensburg (4.7.) als auch nach St. Ottilien (28.7.) eingeladen, um dort mit allen anderen Jubilaren des Jahres 2011 und mit dem jeweiligen Diözesanbischof das Jubiläum zu feiern.

Um dieses Jubiläum abzuschließen, durfte er mit seinen Regensburger Kurskollegen vom 29.8. bis 2.9. nach Assisi fahren, um dort zur Ruhe zu kommen und beim hl. Franziskus wieder aufzutanken.

Nachdem im vergangenen Jahr sein Bruder Gebhard in Wiggensbach sein 40-jähriges Priesterjubiläum feiern durfte, war heuer auch der nächste Bruder, Josef Gomm, mit seinem Jubiläum an der Reihe. In Durach beging er am 3. Juli sein 40-jähriges Jubiläum im Dienst im Weinberg des Herrn. Alle seine Geschwister, auch P. Konrad, feierten mit ihm und der ganzen Pfarrgemeinde diesen großen Tag.

Am 5. Juli konnte die Gruppe „Abendlob-Gestaltung“ ihr 10-jähriges Jubiläum feiern. Seit Juni 2001 waren es 111 mal, dass diese Gruppe das Abendlob in allen Pfarreien des nördlichen Pfarrverbandes gestaltet hat. Bei einem gemütlichen Beisammensein dankte P. Konrad allen Mitarbeitern für ihr Durchhaltevermögen und ihr Engagement all die Jahre hindurch.

Dieses Jahr 2011 war auch bestimmt durch einige öffentliche Segnungen in den Pfarrgemeinden. Den Anfang machte Biberachzell, wo am 13. Juni der neue Spielplatz im Pfarrgarten von P. Konrad den kirchlichen Segen erhielt. Nach der Segnung übergab Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt aus Weißenhorn diesen Platz der Gemeinde von Biberachzell, so dass nun die Kinder in der Ortsmitte – direkt neben Kirche und Pfarrhof – einen Ort haben, wo sie sich treffen und austoben können.

Am 10. Juli war es so weit, dass auch der neue Fahrradweg zwischen Wallenhausen und Biberberg offiziell eröffnet wurde. Nach dem Gottesdienst auf dem Fußballplatz in Wallenhausen, der auch zum Thema „Fahrrad“ gestaltet wurde, wurde der Fahrradweg unter Beisein der Bürgermeister von Weißenhorn und Pfaffenhofen gesegnet, so dass jetzt auch der Weg zwischen den beiden Gemeinden Wallenhausen und Biberberg sicherer wurde.

Am 14. August erbat P. Konrad den Segen für ein neues Feuerwehrfahrzeug in Biberberg, so dass auch in diesem kleinen Ortsteil die Freiwillige Feuerwehr jetzt mobiler und modern ausgestattet ist.

Am 23. Oktober segnete P. Konrad unter großer Beteiligung der Pfarrmitglieder die Holzkapelle in Biberachzell, die vor zwei Jahren von Vandalen verwüstet und deren Figuren zerstört worden waren. Jetzt wurde sie von der Kirchenverwaltung und einigen fleißigen Helfern wieder sehr schön renoviert, und auch die Pieta, die vor Jahrzehnten bereits in der Kapelle stand, wurde – nach ihrer gelungenen Restaurierung – wieder in der Kapelle aufgestellt und mit einem Gitter gesichert.

Eine besondere Freude war es für P. Konrad, dass der Kath. Frauenbund Biberachzell/Oberreichenbach seine Heimatstadt Kempten kennenlernen wollte. So führte P. Konrad am 4. Juni diese Gruppe mit viel Sachverstand durch die Altstadt; in der Residenz durfte er die Führung an eine kompetente Stadtführerin abgeben, bevor er dann selber wieder an seinem ehemaligen Wirkungsort, der Basilika St. Lorenz, sein Wissen unter Beweis stellte.

Am 23. Juli begleitete P. Konrad 16 Ministranten aus seinen Pfarreien zum großen Diözesan-Ministrantentag nach Dillingen, an dem etwa 3.000 Ministranten aus der ganzen Diözese teilnahmen.

Ende Juli hieß es Abschied nehmen: Das Auto von P. Konrad wurde mit einem Kilometerstand von 431.000 im Alter von 15 Jahren aus dem Verkehr gezogen – nicht von der Polizei, sondern auf Grund des bevorstehenden TÜVs, bei dem das Auto wohl nicht mehr durchgekommen wäre. Nun muss sich P. Konrad nach all den Jahren auf ein neues Auto einstellen, das aber sicherlich auch bald in seinen Pfarreien erkannt werden wird.

Heuer stand wieder ein Zeltlager auf dem Programm der Ministranten. So fuhren 37 Ministrantinnen und Ministranten aus dem nördlichen Pfarrverband zusammen mit P. Konrad, Alexander Pelz, Markus Hildenbrand, Karin Bertele, Marion Stipar und Christine Schmid vom 16. bis 19. August wieder – wie schon vor drei Jahren – nach Gundelfingen auf das Freizeitgelände des Kinderheimes. Bei herrlichem Sonnenschein gestalteten die Betreuer für die Kinder ein buntes und abwechslungsreiches Programm, so dass es für alle unvergessliche Tage wurden.

Am Samstag, den 8. Oktober, machten die Pfarrgemeinden des nördlichen Pfarrverbandes unter der Leitung von P. Konrad wieder eine gemeinsame Pfarrwallfahrt nach Maria Steinbach, Wangen im Allgäu und in das Glasmacherdorf Schmidsfelden bei Leutkirch. Leider war für P. Konrad diese Pfarrwallfahrt schnell zu Ende, da er bereits nach etwa einer halben Stunde Fahrt im Bus eine Herzattacke erlitt und sich deshalb eine Woche lang im Krankenhaus aufhalten durfte. So mussten seine Mitarbeiter, v.a. seine Mesnerin Veronika Span diese Fahrt alleine durchführen. Das Echo aller Teilnehmer war – trotz des recht trüben Wetters: Großes Lob für die Vertretung, für ihre Durchführung und deren Übersicht und Sorge. Man sieht, man kann sich auch auf die Mitarbeiter verlassen – es geht auch (manchmal) ohne P. Konrad.

P. Gilbert

Das Jahr 2011 kann P. Gilbert als ein sehr arbeitsreiches und anstrengendes Jahr verzeichnen.

Den Auftakt machte der Umzug des Konventes in die sanierten Räume: vier Wochen lang waren die Möbelpacker dabei den gesamten Osttrakt zu räumen und die neuen Räume mit Mobiliar zu bestücken. Erst beim Umzug merkt man, was sich so alles angesammelt hat, das man eigentlich nicht mehr benötigt und entsorgt werden muss.

Mitte Mai konnte mit der Altarweihe im Kapitelsaal der erste Bauabschnitt abgeschlossen und die Räume gesegnet werden; seit Anfang Mai hat die Sanierung des Osttraktes mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Die Schäden im Holzbau durch Hausschwamm sind genauso groß wie im ersten Bauabschnitt. Da die grundsätzlichen Entscheidungen zur Sanierung des Hauses alle bereits im ersten Bauabschnitt gefallen sind, läuft die Sanierung ruhiger ab, wenngleich man vor Überraschungen nie sicher ist.

Die größte negative Überraschung war die Kürzung des in Aussicht gestellten Zuschusses der Bayerischen Landesstiftung um 700.000 Euro Ende Mai – ein herber Einschnitt.

Um die Finanzierung wieder zu schließen, mussten Einsparungen in gleicher Höhe vorgenommen werden. Maßnahmen wie die Fertigstellung der Außenanlagen mussten erst mal zurückgestellt werden, bis sich eine neue finanzielle Lösung finden wird.

Umso mehr freute er sich über die Zusagen der Ernst von Siemens Kulturstiftung und des Vereins der Freunde des Klosters Roggenburg, die Kosten für die Renovierung von sechs Supraporten und sieben historischen Türen im 1. Obergeschoss des Südtraktes zu übernehmen, Kosten, die im Baubudget nicht vorgesehen waren.

Der Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Herr Dr. Heubisch, milderte durch einen Zuschuss in Höhe von 210.000 Euro aus dem Kulturfonds die Zuschusskürzung der Bayerischen Landesstiftung, so dass die Klosterbibliothek im Dachgeschoss des Osttraktes doch noch realisiert werden kann. Frau Staatsministerin Dr. Merk und der Landtagsabgeordnete Peter Schmid hatten sich sehr für das Kloster Roggenburg eingesetzt, Ihnen allen danken wir von Herzen!

Zur Deckung des Eigenanteiles an den Kosten konnte P. Gilbert bisher insgesamt 1,9 Mio. Euro an Spenden sammeln – wenigstens 2 Mio. Euro sind noch vonnöten! Herzlich Vergelt’s Gott allen, die durch Ihre Spende mitgeholfen haben, die finanziellen Lasten des Klosters mitzutragen!

Das Interesse der Öffentlichkeit am Bauverlauf ist nach wie vor sehr groß. So konnte P. Gilbert auch heuer wieder an vielen Tagen Bauführungen für interessierte Besucher halten, ebenfalls für die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde des Klosters Roggenburg.

Als Geschäftsführer der Kloster Roggenburg GmbH war P. Gilbert dieses Jahr ganz besonders gefordert. Personalmangel machte dem Klostergasthof sehr zu schaffen und der Klosterladen in Augsburg musste aus betriebswirtschaftlichen Gründen zum Ende des Jahres geschlossen werden.
An den Wochenenden war P. Gilbert dieses Jahr als Aushilfe in der Pfarreiengemeinschaft Illertissen im Einsatz, bis ein neuer Stadtpfarrer zum 01. September gefunden war. In der Klosterkirche und seit Mai im renovierten Kapitelsaal hielt er viele Taufen, Trauungen, Silberne und Goldene Hochzeiten. Seit Schulbeginn vertritt er wieder Mitbrüder zur Aushilfe und steht der Region Neu-Ulm als Aushilfspriester zur Verfügung. Als Verbindungs-Geistlicher bei der Kath. Studentenverbindung Suebo Danubia in Ulm hielt er eine Reihe von Studentengottesdiensten.

P. Anselm

Seine Aufgaben sind derzeit der Pfarrvikarsdienst in Neukirchen und St. Englmar. Ferner hat er den Krankenbesuchsdienst in der Klinik Bogen für die Klosterpfarreien Windberg, Neukirchen, Hunderdorf und St. Englmar im Auftrag der jeweiligen Mitbrüder. Im Kloster ist er weiterhin Succentor beim Chorgebet. In beiden Klosterpfarreien, in denen er tätig ist, fühlt er sich recht wohl und angenommen. Für letzteres möchte er ein herzliches „Vergelt´s Gott“ sagen! Gute Kontakte hat und hält er nebenbei aber auch noch zur früheren Pfarrei Perasdorf.

Seinen Urlaub verbrachte er – bei wirklich guter Gastfreundschaft – zunächst in Österreich bei den Augustinerchorherren der Stifte Klosterneuburg und Herzogenburg. Zwischendurch besuchte er seinen alten Studienfreund Dechant Michael Kleineidam in Brilon-Thülen und seine von Steyler Missionaren betreute Heimatpfarrei Hl. Geist, um beim Papstbesuch in Berlin dabei zu sein. Sehr eindrucksvoll war es, dieses große Ereignis nicht vor dem Fernseher, sondern live vor Ort zu erleben.

Die letzte Urlaubswoche führte P. Anselm nach Dresden, einer Stadt, wo sich besonders nach der „Wende“ manches verändert hat und vieles nach der Bombennacht 1945 wiedererstanden ist, z.B. die Frauenkirche. So ist er dankbar, dass er im Urlaub heuer nicht nur in Sachen Eisenbahn, sondern auch in Sachen barocke Musik, Kultur und Baukunst vieles erleben durfte.

P. Michael

„Und wieder ist ein Jahr vorbei“, so denkt bzw. sagt manch einer der Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Straubing, wenn das Jahr langsam zu Ende geht. Ein Jahr weniger – oder eins mehr?

In seiner Tätigkeit als Seelsorger in der JVA gab es auch in diesem Jahr wieder eine Menge Einzelgespräche über Gott und die Welt, Gottesdienste an einem normalen Sonntag, mit einem Essensvergleich: „Schwarzbrot“, und einige liturgische Höhepunkte wie Ostern, Pfingsten, Weihnachten, sozusagen „Schwarzwälder Kirschtorte“. Auch wurden wieder „kleine Geschenke“ an die Gefangenen verteilt: Tabak, Kaffee, Kerzen, Kalender, Briefmarken, Schokolade … . Ebenso organisierte er wieder Seminare für (Ehe)Partner von Gefangenen, plante Besuche mit Angehörigen, vermittelte Telefonate rund um die Welt (vom Bayerischen Wald bis nach Argentinien), besuchte den einen oder anderen Gefangenen zu seinem runden Geburtstag – 50, 60, 70 Jahre.

Eine Besonderheit in diesem Jahr war die Einweihungsfeier des neuen Versorgungszentrums mit Staatsministerin Beate Merk. Neben der Wäscherei, der Bäckerei und Metzgerei ist hier auch die Kantine untergebracht. Zusammen mit seinem evangelischen Kollegen sparte er nicht mit dem Weihwasser und erteilte den kirchlichen Segen. In einem irischen Segensspruch kam dann zum Ausdruck, dass die Arbeit hier niemals ausgehen soll und das Essen immer gelingen möge. So war die Zeit mit seiner „halben Stelle“ in Straubing gut gefüllt.

In seiner weiteren Tätigkeit war er im Haus wiederum als Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte und als Provisor des Klosters tätig.

In manchen Sitzungen ging es um Personalfragen und Klärungen und Lösungen, um Anstellungen und Veränderungen. Seine Fähigkeit in technischen Fragen war in diesem Jahr ebenfalls öfters gefragt. So wurden einige Computer erneuert, Betriebssysteme und Programme installiert und Geräte gewartet. Da in einem Betrieb wie dem Kloster und der Jugendbildungsstätte auch vieles von einem funktionierenden Computernetzwerk abhängig ist, ist es hier besonders wichtig alles am Laufen zu halten – auch wenn es nicht immer einfach ist. Ein Höhepunkt war die Fertigstellung der neuen Homepage der Jugendbildungsstätte. Nach langer intensiver Arbeit ging diese nun endlich Online.

www.jugendbildungsstaette-windberg.de – Ein Blick lohnt sich.

P. Dominik

Die Pfarrseelsorge in der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach/Herrnfehlburg füllt bei P. Dominik nicht nur den Terminkalender aus, sondern erfüllt auch sein Herz. Zusammen mit Seniorpfarrer Johann Six und Gemeindereferentin Birgit Blatz, die ihn in seiner Aufgabe als Pfarrer tatkräftig unterstützen, bildet er ein eingespieltes und sehr harmonisches Seelsorgeteam.

Am 9. Januar konnte die Pfarreiengemeinschaft den 75. Geburtstag von Pfarrer Six mit einem festlichen Gottesdienst und einer schönen anschließenden Feier im Pfarrheim und im Gasthaus im Kreis seiner großen Verwandtschaft begehen. Am 4. Juni waren es zehn Jahre, dass die Pfarrei Mitterfels P. Martin als Primiziant in seiner Heimatgemeinde empfangen konnte. Zu diesem kleinen Priesterjubiläum kam P. Martin nach Mitterfels, um mit seiner Heimatpfarrei eine Hl. Messe zu feiern. Bei beiden Gottesdiensten hielt P. Dominik die Festpredigt. Und noch ein anderes kleines Jubiläum gab es dieses Jahr im Bereich der Pfarrseelsorge zu verzeichnen: Zum fünften Mal begleitete P. Dominik im September die zweitägige Radwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft nach Altötting.

Der Radsport ist ja nach wie vor die große Leidenschaft unseres Mitbruders in seiner Freizeit. Dieses Jahr nahm er an der Offenen Landkreismeisterschaft des Landkreises Straubing-Bogen im Einzelzeitfahren teil, einem bayernweit ausgeschriebenen Radrennen für Fahrer mit C-Lizenz und Hobby-Radrennfahrer. In seiner Altersklasse belegte P. Dominik dabei den 17. Platz, unter den Teilnehmern aus dem Landkreis wurde er Vierter. Auch als die Bayern-Rundfahrt der Radprofis im Mai durch unsere Ecke Bayerns rollte, stand er wieder an der Strecke, um die internationalen Top-Fahrer anzufeuern und Radsport-Souvenirs in Form von Trinkflaschen etc. vom Straßenrand aufzusammeln. Bei einem schweren Sturz am Anfang der Radsaison bei ca. Tempo 50 hatte P. Dominik einen guten Schutzengel dabei, so dass ihm nicht viel passiert ist, auch wenn sein Rad dabei arg demoliert wurde.

Im September erschien im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg unter dem Titel „Damit sie das Leben haben“ ein weiteres Buch von P. Dominik mit Ansprachen zum Begräbnis. Neben seiner Aufgabe als Pfarrer arbeitet P. Dominik weiterhin in verschiedenen liturgischen Kommissionen mit: in der „Kommission für Liturgie und Kirchenmusik“ des Bistums Regensburg, in zwei diözesanen Arbeitsgruppen, die den Regensburger Eigenteil zum neuen Gotteslob erstellen, sowie in der liturgischen Kommission der deutschsprachigen Zirkarie der Prämonstratenser.

Auch 2011 hatte P. Dominik bei der Kartenvergabe für die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele Glück und konnte dort zwei Aufführungen von „Tannhäuser“ und „Parsifal“ besuchen. In der Abtei Speinshart durfte er in diesen Tagen die Gastfreundschaft der dortigen Mitbrüder genießen, für die er sehr dankbar ist.

P. Roman

Im August reiste P. Roman zu den Prämonstratenserinnen ins tschechische Kloster Doksany. Anlass des Ausfluges war die hervorragende Kunst von Sr. Paula im Habitschneidern. In kürzester Zeit wird dort angemessen, anprobiert und genäht. P. Roman unternahm diese Reise zusammen mit seinen Eltern. Und so führte die Reise auch in die Stadt Komotau, den Geburtsort seines Vaters, und das böhmische Dörflein Schirmdorf, den Geburtsort seiner Großeltern. Die Gastfreundschaft der Schwestern in Doksany war sehr beeindruckend und rührend. Ebenso intensiv war aber auch die Begegnung mit der eigenen Familiengeschichte. Ein Besuch am Grab des Hl. Norbert in Strahov durfte natürlich nicht fehlen.

P. Roman ist auf vielfache Weise ehrenamtlich in der verbandlichen Jugendarbeit tätig: als Kreisseelsorger der KLJB, im BDKJ, als Delegierter beim Kreisjugendring. Dort ist er seit langen Jahren auch Vertrauensperson für die Jugendarbeit im Landkreis Neu-Ulm. Seit einigen Wahlperioden wurde P. Roman in den Jugendhilfeausschuss des Landkreises bestellt. Er arbeitet im Arbeitskreis Kinder- und Jugendhilfe katholischer Einrichtungen wie auch im Arbeitskreis Kinderschutz des Landkreises mit. Seit einigen Jahren begleitet er die Altbürgermeister des Landkreises bei ihren Begegnungen mit Andachten und Gottesdiensten. Im Rahmen des Kreisentwicklungsprogrammes für den Landkreis ist er in den Arbeitskreisen „Bildung und Wissenschaft“ und „Jugendarbeit“ aktiv.
P. Roman vertritt den Plankstettener Kreis für Umweltbildung im Kernteam „Umweltbildung. Bayern“ beim bayerischen Umweltministerium. Dies ist ein Lenkungsgremium der gemeinsamen, landesweiten Qualitätsentwicklung von Umwelteinrichtungen.

Fr. Raphael

Anfang Februar half Fr. Raphael beim Umzug des Pfarrarchives. Die frisch renovierten Räume über der Sakristei bieten nun dafür einen sehr guten Platz. Zunächst mussten die ganzen Archivalien neu geordnet und sortiert werden. Über das laufende Jahr wurden dann auch die ganzen Bestände des Klosterarchives in Etappen verpackt und umgezogen. Im Oktober war dann alles abgeschlossen. Nun werden beide Sammlungen getrennt in den neuen Räumen untergebracht und verwaltet. Ein paar Möbel und Regale werden noch benötigt, aber dann haben Pfarrei und Kloster einen Raum der sich sehen lassen kann.

Im Juni organisierte Fr. Raphael die Beisetzung der Urne von Frau Emmi Losert in Wörth/Donau. Mit P. Simeon und P. Petrus-Adrian, sowie ein paar Nachbarn und Freunden fand dann dort eine kleine Feier statt.

Am 10. September wurde in einem feierlichen Gottesdienst für das 25jährige Professjubiläum von Abt Hermann Josef und Fr. Raphael gedankt. Zusammen mit den Mitbrüdern, den Brüdern des Jubilars und deren Familien, sowie mit Verwandten und Freunden wurde der Gedenktag in einem sehr schönen Rahmen gefeiert. Als Geschenk gab es eine Bronzeplastik vom Kölner Künstler Egino Weinert mit den Figuren Raphael und Tobias; für das Erinnerungsbildchen zeichnete Frau Elisabeth Heinrich ein Portrait, das dem Ganzen eine besondere Note gab.

Mit dem Freundeskreis der Abtei war Fr. Raphael zwei Tage unterwegs nach Böhmen und in die Oberpfalz. Im Stift Tepl war die erste Station der Exkursion und im schönen Kurort Marienbad übernachtete die Gruppe. Am nächsten Tag nahmen alle am Gottesdienst zum Rosenkranzfest im Kloster Speinshart teil.

P. Adrian

P. Adrian betreut zusammen mit P. Benedikt die Pfarreiengemeinschaft Speinshart, Tremmersdorf, Schlammersdorf, Oberbibrach und Vorbach.

Neben der üblichen pastoralen und schulischen Tätigkeit gab es im Oktober ein schönes Ereignis: Das neue Pfarrbüro im Erdgeschoß des Klostergebäude wurde endlich fertiggestellt und konnte im Rahmen des alljährlichen Helferfestes eingeweiht werden. Der Umzug hat sich gelohnt. Es sind sehr schöne Räume entstanden, wo ihm das Arbeiten noch mehr Freude macht.

P. Gabriel

Zu Beginn der Fastenzeit war P. Gabriel von Msgr. Alain de Raemy, Kaplan der Schweizergarde, eingeladen worden, zwei „Geschwadern“ der Päpstlichen Schutztruppe in Ariccia am Albaner See Exerzitien zu halten. Ausgehend von einer Predigt Papst Benedikts XVI. in Mariazell und mit zahlreichen Bezügen zu seiner Aufgabe als Bundespolizei-Pfarrer gab er den 82 jungen Männern Impulse zum Thema „Ja zu Glaube und Leben - 10 Gebote für Schweizergardisten“. Das in einem Leitbildprozess entstandene Ergebnis illustrierte der Cartoonist Christian
Habicht in sympathischer Weise.

Auch sonst war das vergangene Jahr in Sachen Bundespolizei abwechslungsreich: Berufsethische Seminare, Besuche in den Dienststellen in Süd- und Ostbayern, Feiern zum 60jährigen
Jubiläum BGS/BPOL in Deggendorf, Lübeck und vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Castortransport sowie einige Taufen und Trauungen von Kollegen. Am 1. März zählte seine Internetseite www.seelsorge-bpol.de 1 Mio. Besucher. P. Gabriel ist dankbar für die Begleitung durch Supervisor Andreas Miesen sowie die Unterstützung vieler Freunde und seines Mitarbeiters Josef Wirler, der vier Monate von Polizeimeister Daniel Gibis vertreten wurde.

Am 2. April gab Papst Benedikt XVI. den Weg für die Seligsprechung des Prämonstratensers Petrus-Adrian Toulorge (1757-1793) am Sonntag 29. April 2012 in Coutances (Normandie) frei. Mit großer Freude bereitet P. Gabriel als Generalpostulator des Ordens die Feierlichkeiten vor. Auch von Windberg aus wird eine Busreise angeboten. Informationen zu unserem neuen Seligen, vom Volk als „Märtyrer der Wahrheit“ verehrt, finden sich auf der mehrsprachigen Internetseite www.postulatio.info sowie in einem 64seitigen, durchgehend bunt bebilderten Büchlein, das im Januar 2012 erscheint.

Rein präventiv begab sich P. Gabriel Ende Juli zu einer Gallenstein-Opera-tion ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nach Regensburg. Erholung fand er im März bei Exerzitien mit Generalabt Thomas in La Mentorella (Berg-Marienheiligtum bei Rom), im Mai in der Therme Bad Sulza und im September – wie schon seit 12 Jahren – am Walchensee.

Der Höhepunkt des Jahres war für Markus (sein Taufname) und seine Brüder Lukas und Heiko die Hochzeit ihrer Mutter Angelika (64) mit Alfons Weidmann (68) in Würzburg-Lengfeld am 10. September. Nur selten kommt es vor, dass ein Priester seine Mutter trauen darf... Dem neuvermählten Paar von Windberg aus alles Gute und Gottes Segen!

P. Samuel

Nach seiner schweren Krise und Krankheit, dem Aufenthalt in Essen bei Pastor Wietkamp und in Osnabrück war dieses Jahr für P. Samuel geprägt durch Wege der Stabilisierung und Neuorientierung. Manches Vertraute, wie die Kirchenmusik, die Arbeit im Geistlichen Zentrum oder die Feier des Tagzeitengebets und der Liturgie, waren hierbei wichtige Stützpfeiler. Dank sei an dieser Stelle allen lieben Menschen gesagt, die mit ihrer Begleitung zu wichtigen Weggefährten wurden.

P. Ulrich

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“ Das erste Jahr in der Pfarreiengemeinschaft Elchingen war für P. Ulrich sicher ein Lehrjahr. Dank der herzlichen Offenheit der Thalfinger, Ober- und Unterelchinger hat er sich mittlerweile recht gut eingelebt. Momentan fühlt sich P. Ulrich jedoch weniger als Seelsorger, sondern eher als Bauherr, denn in allen drei Pfarreien wird kräftig renoviert.

Die umfangreiche Sanierung des Dachstuhls von „St. Laurentius“ in Thalfingen konnte mittlerweile zu einem guten Abschluss gebracht werden.

Seit Oktober bevölkern Handwerker „St. Michael“ in Unterelchingen. Dort müssen ebenfalls größere Bereiche des Dachstuhls renoviert werden.
Außerdem werden Teile der Elektrik erneuert, die Sakristei umgebaut und die Raumschale saniert.

Gleichzeitig wird in der Klosterkirche „St. Peter und Paul“ in Oberelchingen der Mittelbankblock entfernt und durch neue, seitlich Bankreihen ersetzt, sodass der ursprüngliche Raumeindruck der Prozessionskirche wieder hergestellt wird. Außerdem müssen verschiedene, ausgesprochen kostenintensive Reparaturen auf, am und im Kirchturm ausgeführt werden.

Dankbar ist er für die konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Team der Hauptamtlichen. Dass sich auch immer wieder Berufene (dieser Terminus gefällt P. Ulrich wesentlich besser als die übliche Bezeichnung „ehrenamtliche Laien“) finden, die im Miteinander der Gläubigen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihrer Berufung zu folgen, freut ihn über die Maßen.

Der Notfallseelsorge bleibt P. Ulrich auch weiterhin als Landkreisbeauftragter verbunden.

Seine Klostergemeinschaft vermisst P. Ulrich sehr. Wesentlich weniger Zeit als gewünscht kann er in Roggenburg verbringen. Er hofft, dass sich dieser Umstand zu seinen Gunsten ändert, wenn er nach Abschluss des 2. Bauabschnittes wieder ein eigenes Zimmer im Kloster bewohnen kann.

Urlaub und Freizeit verbringt P. Ulrich immer noch gern mit seinem kleinen, aber feinen Freundeskreis, so wie im Kreis seiner Familie. Hier findet er den nötigen Ausgleich zum geschäftigen Arbeitsalltag.

P. Martin

Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Hunderdorf, in der P. Martin nun seit 6 Jahren als Pfarrer tätig ist, fordert immer wieder seine ganze Aufmerksamkeit. Inzwischen kann P. Martin auf Vieles schauen, was ihm an Gutem in den letzten Jahre zugewachsen ist und manch negative Erfahrung vergessen lässt.

Auch die Hunderdorfer haben ihn mittlerweile schätzen gelernt, was sie in diesem Jahr an seinem 10. Priesterweihetag mit einem festlichen Gottesdienst, einer überwältigenden Mitfeier und einem Fest aller Engagierten der Pfarrei auch großartig gezeigt haben. Schön war, dass sein Freund und Studienkollege Regens Martin Straub aus Augsburg kam, um die Predigt zu halten. Auch in seiner Heimatpfarrei Heilig-Geist in Mitterfels fand ein Gottesdienst statt, wodurch er endlich wieder einmal seine Verbundenheit mit dem Ort zeigen konnte, wo er unter dem inzwischen verstorbenen Pfarrer Ludwig Pramps Glauben gelernt und Kirche freudig erlebt hat.

In guter Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde konnte in Hunderdorf im September die neu gebaute Kinderkrippe unter kirchlicher Trägerschaft ihre Arbeit aufnehmen und im Dezember, zum Fest des Pfarr- und Kindergarten-Patrons St. Nikolaus, eingeweiht werden.

Ein schönes Erlebnis war auch die Pfarrei-Reise in diesem Sommer nach Assisi, Florenz, Siena und Padua.

Im Oktober wurde P. Martin durch Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Dekan des Dekanates Bogenberg-Pondorf ernannt. Damit hat sich sein Aufgabenfeld nochmals um einiges erweitert, obwohl er auch ohne diese Aufgabe gut ausgelastet war. Doch er nimmt diese Herausforderung an und baut auf das große Vertrauen, das ihm die Mitglieder der Dekanatskonferenz und die Diözesanleitung entgegen gebracht haben. Die vorherige fünfjährige gute Zusammenarbeit als Prodekan mit dem bisherigen Dekan Kilian Limbrunner aus Stallwang haben ihm aber schon einige Einblicke geben können, die ihm jetzt hilfreich sind.

Auch der 40. Geburtstag hat P. Martin ereilt. Weil sein Leben aber auch ohne „runde“ Ereignisse turbulent genug ist, will er diesen Tag „in aller Stille“ verbringen. Er ist froh und dankbar, dass er Menschen an seiner Seite wissen darf, die ihn begleiten.

P. Petrus-Adrian

So schnell vergeht die Zeit! Seit fünf Jahren leitet nun P. Petrus-Adrian die Jugendbildungsstätte Windberg. Diese Aufgabe bereitet ihm nach wie vor sehr viel Freude und die hohe Auslastung ist eine Bestätigung für die sehr qualitätvolle Arbeit die vom gesamten Team der Jugendbildungsstätte geleistet wird. Ein besonderes Highlight dieses Jahr war das Treffen aller 12 anerkannten bayerischen Jugendbildungsstätten in Windberg. Wichtig ist ihm auch die Seelsorgsaufgabe beim BDKJ-Kreisverband Straubing-Bogen. Hier wurde er zum dritten Mal auf der Kreisversammlung des BDKJ in Aiterhofen als Seelsorger gewählt. Die Zusammenarbeit mit den Verbänden ist sehr wertvoll für ihn und eine Bereicherung für die Jugendbildungsstätte. Sehr gute Zusammenarbeit gibt es auch mit der Jugendpflegerin Micha Schmid und der katholischen Jugendstelle in Straubing.

Nach Ostern begleitete P. Petrus-Adrian eine Fahrt des Geistlichen Zentrums nach Apulien. Es war eine sehr gelungene Fahrt mit sehr vielen schönen und spirituellen Erlebnissen, wenn auch das Wetter im Süden Italiens etwas zu wünschen übrig ließ.

Eine große Freude war es für ihn, als Papst Benedikt XVI. am 2. April die Kongregation für Heilig- und Seligsprechungsprozesse autorisierte, das Dekret zur Seligsprechung von Petrus-Adrian Toulorge zu promulgieren. Am 29. April 2012 findet in Coutances die Seligsprechung seines Namenspatrons statt. Auf dieses Ereignis freut er sich schon heute.

P. Christian

P. Christian ist weiterhin ganz im Schuldienst als Schulseelsorger und Religionslehrer am kirchlichen Gymnasium „Kolleg der Schulbrüder“ in Illertissen tätig. Mehrere Fortbildungswochen zu den Themen: „Jugendpastoral und digitale Kommunikation“ und „Prophetie“ mündeten im August in die
2. Dienstprüfung (Pfarrexamen), die er zusammen mit P. Jonas am Pastoraltheologischen Institut der Pallottiner in Friedberg erfolgreich absolvierte.

P. Johannes Baptist

Voll Dankbarkeit kann P. Johannes-Baptist auf das Jahr 2011 zurück blicken. Die Arbeit in den Pfarreien Roggenburg, Schießen und Biberach macht ihm viel Freude, was vor allem auch daran liegt, dass viele Gläubige sich engagieren und einbringen. Höhepunkte des Jahres 2011 waren die Live-Übertragung der Osternacht aus Roggenburg durch das Bayerische Fernsehen, das 325-jährige Kirchweihjubiläum in Schießen sowie die Feier zum Abschluss der Kirchenrenovierung in Biberach. P. Johannes-Baptist nahm im Juli am Internationalen Novizenmeistertreffen in Prag teil und freute sich im September über die Zeitliche Profess von Fr. Maximilian Maria.

P. Benedikt

Als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Speinshart ist P. Benedikt hauptsächlich für die Ministranten- und Jugendarbeit zuständig, was seinen Arbeitsalltag neben den allgemeinen Kasualien prägt. Daneben ist er als Beauftragter für die Berufungspastoral des Klosters Speinshart tätig. In seiner Freizeit arbeitet er an einem Forschungsprojekt: Er bearbeitet die Schülerlisten des Gymnasiums Amberg von 1655-1803 und versucht, die Lebenswege der Absolventen zu ermitteln. Zahlreiche Schüler des über mehrere Jahrhunderte einzigen Gymnasiums der Oberpfalz dürften wohl den Weg als Welt- oder Ordenspriester gewählt haben, was durch diese Untersuchung belegt werden soll.

P. Rupert

Nach langen Jahren intensiver Vorbereitung empfing P. Rupert am Samstag vor Pfingsten von Bischof Frans Daneels OPraem aus Rom in der Windberger Pfarr- und Klosterkirche das Sakrament der Priesterweihe. Seine Familie und Freunde waren zu diesem freudigen Ereignis, das für P. Rupert unvergesslich bleiben wird, nach Windberg gekommen, um mit ihm und den Mitbrüdern zu feiern. In der Woche zuvor hatte Rupert gemeinsam mit P. Petrus-Adrian schöne Exerzitien im Haus der Dillinger Franziskanerinnen in Scheidegg im Allgäu verbracht. Am Pfingstsonntagnachmittag fand die feierliche Klosterprimiz in Windberg statt. Bei schönstem Wetter zog der Kirchenzug durch den Ort zur Kirche. Viele waren gekommen, um P. Rupert zu begeleiten. Neben der Freude war es vor allem Dankbarkeit, die er in diesem Moment verspürte. Einander Weggefährten sein zu dürfen, um den vielfältigen Begegnungen mit Gott und den Menschen in unserem Leben Raum geben zu können, ist für ihn ein großes Geschenk! Dass er diese Begegnungen durchaus auch als Herausforderungen versteht, lässt sich an der Wahl seines Primizbildes erkennen. Der Christusdarstellung der Erfurter Künstlerin Hildegard Hendrichs stellte Rupert den Primizspruch „Hinlänglich ist dir meine wohlwollende Gnade, denn deine Begabung gelangt in Schwachheit zur Fülle.“ (2 Kor 12,9) zur Seite. Primizbild und -spruch wurden der feiernden Gemeinde auf sehr persönliche und bewegende Weise von Primizprediger Prof. Dr. Wolfgang Lentzen-Deis aus Trier näher gebracht. Mit ihm verbindet P. Rupert eine langjährige Freundschaft. Im Anschluss an den Primizgottesdienst wurde im Klostergarten weiter gefeiert. Das Klosterfest bot viel Gelegenheit zum fröhlichen Beisammensein und Gäste aus Nah und Fern verbrachten im Kreis der Mitbrüder einen der schönsten Sommerabende dieses Jahres.

Im August feierte Rupert seine Heimatprimiz in der Pfarrei Sankt Maternus in Trier; ein Ereignis, auf das sich der Neupriester und seine Heimatgemeinde ganz besonders freuten. Viele Mitbrüder waren aus Windberg nach Trier gekommen und verbrachten ein sehr schönes Wochenende, das auch Gelegenheit bot, die Stadt mit ihrer reichen Geschichte und Kultur kennenzulernen. Für P. Rupert war es ein sehr ergreifender Moment, die erste Messe in seiner Heimatgemeinde zu feiern. Hier war er getauft worden, war zur Kommunion und Firmung gegangen und lange Zeit Messdiener gewesen. Sankt Maternus ist ein Ort, mit dem er viele wichtige Erinnerungen verbindet; nunmehr auch die an die schöne Primiz. Die Primizpredigt in Sankt Maternus hielt der Frankfurter Jesuitenpater Prof. Dr. Medard Kehl. Auch er sprach über das Primizbild und erschloss der Gemeinde die Tiefe dieser für P. Rupert so wichtigen Christusdarstellung. Seine eindrucksvollen Worte werden allen Zuhörern sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Im Anschluss an den Gottesdienst genossen Familie, Freunde und Mitbrüder die große Gastfreundschaft der Heimatpfarrei beim geselligen Pfarrfest.

Seit Oktober ist P. Rupert wieder in Frankfurt Sankt Georgen, um seine Doktorarbeit in Moraltheologie voranzubringen. Die dankbare Erinnerung an die Ereignisse dieses Sommers begleiten ihn in seinem Alltag: Es sind die bisher schönsten seines Lebens!

Fr. Lukas

Für Fr. Lukas hielt das vergangene Jahr wieder viele kleinere und größere Veränderungen bereit. Nach seinem Freisemester, in welchem er sich vor allem seinem Praktikum im Bildungszentrum und diversen Aufgaben im Kloster widmete, zog Fr. Lukas im April diesen Jahres ins Priesterseminar Augsburg ein, um an der Philosophisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg seine theologischen Studien fortzusetzen. Im Laufe des Semesters stellte er jedoch für sich fest, dass es ihn wieder zurück an die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos zog. Deren Strukturen und Dozenten/innen sowie der Schwerpunkt der Hochschule, die Jugendpastoral, erschienen ihm für seine Zukunft richtungsweisender als die Möglichkeiten, welche sich ihm in Augsburg boten. So hieß es für Fr. Lukas Anfang Oktober ein weiteres Mal umzuziehen – zurück ins Kloster der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern, die ihn sehr freundlich wieder als Gast aufnahmen. Fr. Maximian Maria, der stets der Leidtragende bei Fr. Lukas‘ Umzügen ist, sei an dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt! Es wird bis zum Abschluss seiner Studien der letzte größere Umzug sein – versprochen!

Betont werden muss an dieser Stelle, dass Fr. Lukas das Semester in Augsburg jedoch keineswegs bereut hat, lernte er so doch eine andere Hochschule, andere Dozenten und damit auch andere Ansichten und theologische Herangehensweisen kennen.

Auch in einem anderen Bereich hat sich für Fr. Lukas einiges getan: Nach der massiven Stundenreduzierung der Familienbildungsreferentin Susanne Merkle aufgrund einer Lehrtätigkeit an einer Fachschule für Erzieherinnen stieg er am 1. September als Familienbildungsreferent mit 13 Wochenstunden ins Team des Zentrums für Familie, Umwelt und Kultur ein, was natürlich im Vergleich zu seinen bisherigen Tätigkeiten im Bildungshaus eine große Veränderung darstellt. Bot er bisher noch unverbindlich vor allem Firmlingstage, Einkehrtage für Jugendliche u.ä. an, so heißt es nun, auch andere Altersgruppen anzusprechen und neue Kurse und Angebote zu konzipieren, z.B. eine Freizeit für Väter mit ihren Söhnen, Klausurtage für Pfarrgemeinderäte oder Filmexerzitien. Dies bereitet dem Praktiker Fr. Lukas große Freude, kann er so doch das im Studium der Sozialen Arbeit Erlernte professionell umsetzen.

Zu guter Letzt übernahm Fr. Lukas ab November 2011 die Betreuung der neuen Ministranten der Pfarreien Roggenburg, Schießen und Biberach mit dem Ziel, eine regelmäßige Gruppenstunde für diese zu etablieren – eine Einrichtung, die es bisher so hier noch nicht gab. In diesen Gruppenstunden stehen Proben, thematische Einheiten sowie Spiel und Spaß im Vordergrund, wodurch vor allem ein „Wir“-Gefühl entstehen soll. Wir wünschen ihm für seine Studien sowie die haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeiten viel Ausdauer, Kraft und Gottes Segen.

Fr. Philipp

Fr. Philipp studiert nun im 3. Semester Katholische Theologie an der Universität in Regensburg. Das Studium macht ihm immer noch große Freude. Gemeinsam mit seinen Professoren und Mitstudenten „kämpft“ er sich durch den „Dschungel“ der neuen Studienordnung, die für alle Seiten immer wieder Überraschungen und Unklarheiten bereithält. Neben dem Studium mit all seinen Prüfungen und dem anstehenden Hebraicum kommt das Studentenleben aber natürlich auch nicht zu kurz.

In der freien Zeit, neben dem Studium freut sich Fr. Philipp vor allem, wenn er sich in der Pastoral einbringen kann. Ob als „Aushilfe“ in den Klosterpfarreien, als Begleiter auf Wallfahrten, oder als Sprecher der „Worte in den Tag“ beim Radiosender AWN. Auch die Kirchenmusik ist ihm immer noch sehr wichtig. Besonders am Herzen liegt ihm die Ministrantenpastoral. So arbeitet er im Arbeitskreis für Ministrantenpastoral (AKM) in Regensburg mit und leitet im Ministrantenhaus St. Max im Bistum Passau Ministrantenfreizeiten und -wochenenden.

Ein besonderes Erlebnis für ihn war sein erster Besuch in Taizé. Gemeinsam mit guten Freunden aus Regensburg und Schülern des Goethe-Gymnasiums Regensburg verbrachte er eine Woche mit ungefähr 1000 anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in dem kleinen französischen Ort. In gemeinsamen Bibelgesprächen und vor allem in den gemeinsamen Gebetszeiten mit den Brüdern der Gemeinschaft von Taizé durfte er eine lebendige und junge Kirche erleben, was ihn wieder sehr viel Hoffnung für die Zukunft gemacht hat.

Ein wichtiger Tag war für ihn der 9. September. Gemeinsam mit seinen Eltern, Angehörigen, Mitbrüdern und vielen Freunden und Bekannten aus Tettenweis, Waldram und Regensburg feierte er seine zeitliche Profess. Im Rahmen einer feierlichen Vesper legte er seine zeitliche Profess ab und band sich so für die kommenden drei Jahre an die Gemeinschaft von Windberg. Nun ist er gespannt was diese drei Jahre, sowohl in Windberg, wie auch in Regensburg alles bringen werden…

Fr. Maximilian Maria

Fr. Maximilian Maria darf auf ein Jahr zurückblicken, das vor allem von zwei Themen geprägt war: das Studium der Katholischen Theologie an der Universität Augsburg und seine Profess auf Zeit, die er am 23. September 2011 mit den Mitbrüdern und einigen persönlichen Gästen in Roggenburg feiern durfte. Zuvor hatte er sich gemeinsam mit Fr. Philipp-Neri über die ganze Zeit des Noviziates verteilt im Rahmen thematischer Wochenenden auf ein Leben nach den Evangelischen Räten vorbereitet. Wir freuen uns sehr, dass Fr. Maximilian Maria den Schritt gewagt hat, sich auch für die kommenden drei Jahre an Orden und Gemeinschaft der Prämonstratenser von Windberg und Roggenburg zu binden.

Daneben war das Jahr auch geprägt von seiner Tätigkeit als Referent und Seminarleiter für die Hanns-Seidel-Stiftung und durch seine neue Aufgabe im COMMUNICANTES-Redaktionsteam.

Besuche und Fahrten in verschiedene Häuser unseres Ordens, wie z.B. zur Feierlichen Profess in Wilten, zu Professexerzitien nach Schlägl und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten „875 Jahre Abtei Hamborn“ nach Duisburg rundeten das Jahr für Fr. Maximilian Maria ab.

Unser Novize stellt sich vor:

Am 8. März 1985 wurde ich in Viechtach (Lkr. Regen) geboren und wurde in meiner Heimatpfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Kollnburg auf den Namen Johannes getauft. Nach der Grundschulzeit in Kollnburg besuchte ich das Dominicus-von-Linprun Gymnasium in Viechtach, wo ich 2005 das Abitur machte.

In meiner Heimatpfarrei war ich von klein auf kirchlich engagiert, zuerst als Ministrant, dann als Lektor, Pfarrgemeinderat(ssprecher) und Kommunionhelfer. Durch diese vielfältigen Dienste und auch durch den schulischen Religionsunterricht sowie durch mein persönliches Suchen und Fragen nach Gott reifte in mir in der gymnasialen Oberstufe nach und nach der Entschluss, einen Beruf in der Kirche anzusteuern. Ich begann schließlich im Wintersemester 2005/2006 mit dem Studium der Katholischen Theologie an der Universität Regensburg und absolvierte darüber hinaus drei Praktika in der Vorbereitung auf den Pastoralen Dienst in der Diözese Regensburg. Sowohl die Beschäftigung mit der wissenschaftlichen Theologie als auch das pastorale Tätigsein während der Praktika und auch in meiner Heimatpfarrei machten mir viel Freude.

In der letzten Phase meines Studiums merkte ich zunehmend, dass der von mir eingeschlagene Weg in Richtung Pastoraler Dienst nicht der völlig richtige für mich ist; ich merkte, dass ich nach etwas anderem suchte. So entdeckte ich schließlich die Prämonstratenser-Abtei Windberg; Das prämonstratensische Ordensprofil mit den drei Säulen communio – contemplatio – actio hat mich sofort angesprochen und auch in der Gemeinschaft, die ich in etlichen Besuchen ein wenig näher kennen lernen durfte, habe ich mich recht bald sehr wohl gefühlt.

So bin ich nach Abschluss meines Theologiestudiums am 25. März dieses Jahres in die Abtei Windberg eingetreten und habe das Noviziat als Fr. Felix begonnen, um zu erproben, ob ein Leben als Prämonstratenser für mich das Richtige ist. Im Rückblick auf schon mehr als die Hälfte des Kanonischen Jahres kann ich eine durchaus positive Bilanz ziehen: ich fühle mich sehr wohl hier in Windberg. Die spirituellen Impulse dieser Zeit, sowohl im Noviziatsunterricht als auch in den Kurzpraktika bei einigen Mitbrüdern, haben mir viel gebracht und auch das Leben und Arbeiten im Konvent machen mir große Freude, vor allem der Dienst in der Bibliothek zusammen mit P. Roger. Ich bin gespannt, was die Schlussphase des Kanonischen Jahres bringen wird und freue mich auf neue Herausforderungen in 2012.

 


 

 

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