Abt Hermann-Josef

Das vergangene Jahr 2003 brachte für Abt Hermann Josef weitreichende Veränderungen mit sich. Noch zu Beginn des Jahres dachte niemand – am wenigsten er selber – daran, dass er wieder Windberger Luft schnuppern würde. Es war für ihn ein großer Vertrauensbeweis der Mitbrüder, dass sie ihn am 9. November zu ihrem Abt gewählt haben. Damit begann für ihn eine turbulente Zeit, in der er begonnen hat, seine Zelte in Weißenhorn abzubrechen und nach Windberg umzuziehen. Für die Pfarrgemeinden Weißenhorn, Grafertshofen, Emershofen und Oberhausen, in denen er mehr als 11 Jahre seelsorglich gewirkt hat, ist es nicht leicht, nach diesen gemeinsamen Jahren Abschied zu nehmen, zumal in Weißenhorn noch der Abschluss der Kirchenrenovierung ansteht. Um einen geordneten und guten Übergang zu einem neuen Pfarrer zu gewährleisten, wird Abt Hermann Josef als Temporalienverwalter noch bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle die Letztverantwortung innehaben. Entbunden wurde er allerdings von seinen seelsorglichen Aufgaben, die seit 1. Dezember sein Kaplan Markus Dörre in Zusammenarbeit mit den Claretinern aus Weißenhorn übernommen hat. Er hofft und wünscht sich, dass bald ein Nachfolger für die Gemeinden gefunden werden und es dort gut weitergehen kann.
Seinen Weggang von Weißenhorn und Roggenburg bedauern auch die Mitbrüder im Dekanat Neu-Ulm, dessen Dekan er seit 1998 war, aber auch das Regionalteam, dessen Vorsitz er mit seiner Ernennung als Regionaldekan seit 15.7.2003 übernommen hatte. Es war für ihn ein Wechselbad der Gefühle, sich für die eine Aufgabe zur Verfügung zu stellen und kurze Zeit darauf ein anderes – für unsere Klostergemeinschaft sehr wichtiges – Amt anzunehmen. Aber auch hier hofft er, dass bald Nachfolger für die einzelnen Aufgaben gefunden werden.
Andere wichtige Termine und Ereignisse in diesem Jahr waren u. a. die Firmung am 6. Juli in Weißenhorn mit Bischof Josef Coutts aus Pakistan, 250 Jahre Kirchweih am 9. August in Oberhausen mit Abt Thomas, die Predigt bei der alljährlichen Regionalwallfahrt am 14. September bei der Wannenkapelle, 30 Jahre Leonhardiritt am 26. Oktober in Weißenhorn mit Weihbischof Anton Losinger aus Augsburg und verschiedene Amtseinführungen von Mitbrüdern im Dekanat.

"Gottes Kraft geht alle Wege mit, alle Wege geht Gott mit!" – Im Vertrauen auf dieses Wort eines kleinen Liedkanons blickt Abt Hermann Josef dankbar zurück, aber auch zuversichtlich nach vorne.

 

Generalabt Thomas

Abt Thomas bei seinem 60. Geburtstag"Einen Abt verloren, einen Generalabt gewonnen", so titulierte eine Zeitung die Wahl von Abt Thomas zum Generalabt. Damit beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, Umzug nach Rom, Einleben im Generalat, Übernahme der Verantwortung für den Gesamtorden, Wirken auf einer anderen Ebene. Der Generalabt soll das Band der Einheit im Orden knüpfen und erhalten. Das wird in Zukunft viel an Reisen, Besuchen und Visitationen erfordern.
Abt Thomas ist seit vielen Jahren auf Ordensebene engagiert, seit 1988 als Definitor in den Rat des Generalabtes berufen, seit 1976 Teilnahme an den Generalkapiteln, für 6 Jahre Vorsitzender der Spiritualitätskommission. So kam die Wahl nicht überraschend, als der Vorgänger Hermenegild Noyens am 28.8. zurücktrat und als am 30.9. in Rom gewählt wurde. Alle Äbte und Prälaten mit jeweils einem Deputierten hatten sich versammelt. Tags zuvor war das ganze Kapitel vom Papst zur Audienz empfangen worden. Es war tief beeindruckend, das greise Kirchenoberhaupt zu erleben. Er machte Mut, der "Radikalität der Berufung" zu entsprechen und sich den Herausforderungen des Dritten Jahrtausends zu stellen. Nach dem großen Abschied in Windberg und dem Umzug nach Rom beginnt nun die Zeit des Eingewöhnens. Am schnellsten wird es wohl mit Essen und Trinken und mit dem "dolce far niente" gehen.
Das Jahr selber brachte für den Abt auch sonst einige Veränderungen. P. Andreas wurde als neuer Prior ernannt, P. Simeon als neuer Supprior. P. Michael fungiert weiter als Provisor des Hauses. Für seinen Dienst fast fünf Jahre als Prior sei herzlich gedankt. Das Amt des Novizenmeisters und Juniorenmagisters konnte er an P. Jakob weitergeben, der nun ein "Dreier"-Noviziat zu leiten hat.
Zwei Schwerpunkte hatten sich auch im vergangenen Jahr herausgebildet, Predigt- und Firmtätigkeit und Geistliche Begleitung. So war der Abt viel unterwegs, um bei vielen Gelegenheiten zu "pontifizieren" und zu predigen; insgesamt 20 Firmungen hat er 2003 vorstehen dürfen und dazu noch viele Begegnungen mit Firmlingen in Vorbereitung zur Firmung abgehalten. Inzwischen ist Abt Thomas als "Gillermoos-Abt" bekannt geworden; auch in diesem Jahr predigte er in Abensberg im großen Festzelt. Er war Prediger bei der Heimkehrerwallfahrt auf dem Bogenberg, in Grongörgen beim Leonhardifest, beim Kolpingsjubiläum auch auf dem Bogenberg; er predigte mehrmals in St. Peter und Paul in Neustift, beim Annafest in Werenberg und beim Skapulierfest der Karmeliten in Straubing. Predigten bei den Hochfesten in Windberg sind hier ebenso zu nennen wie bei besonderen Anlässen wie Pfarrhofeinweihung in Neukirchen oder 250 Jahre Kirchweih in Oberhausen bei Roggenburg. Mit dem Polizeiauto wurde er zum Gottesdienst des BGS im "Himmelreich" oberhalb von Deggendorf chauffiert. Eindrucksvoll war die Gottesdienstfeier in der "Wies" bei Freising an einem heißen Pfingstmontagstag.
Fast 50 Termine, darunter auch von mehrtägiger Dauer, umfasste der Einsatz als Geistlicher Begleiter und Betreuer. Diese sehr intensive Form religiöser Begleitung und Führung beansprucht viel Zeit und Energie, wird aber immer mehr gesucht und gefragt. Ähnlich ist wohl auch die Aufgabe des Novizenmeisters und Juniorenmagisters. Auch hier gilt es zu begleiten und zu inspirieren.
Neben der Leitung der Gesamtkanonie, neben den vielen Formen von Konferenzen, Kapiteln, Gesprächen und Außenvertretungen gab es eine Reihe von Seminaren und Einkehrtagen in Windberg und andernorts. Einkehrtage in Neumarkt, Kostenz und Rohr, Besinnungstage im Haus und in Kostenz, Bibelabende im Rahmen des Geistlichen Zentrums zusammen mit
P. Jakob, Vorträge zu verschiedenen Themen wie in Marktredwitz und Bogen runden den Einsatz ab, zu dem auch noch die jährlichen drei Ehevorbereitungswochenden "Leben zu Zweit" gehören.
Der Abt ist seit 2001 auch Administrator von Speinshart. So war er öfters unterwegs in die Oberpfalz, um dort in Speinshart das Konventsleben zu begleiten. Es war eine große Freude, dass am 12. September Herr Andreas Dieterle als fr. Augustinus eingekleidet wurde. Gebe Gott, dass sich damit für Speinshart neue Perspektiven eröffnen.
Der "alte Abt" ist in Rom, es lebe der neue Abt! Windberg wird die Heimat des Generalabtes bleiben, auch wenn er jetzt in Rom residiert. Dankbar
blickt er auf die Gemeinschaft von Windberg, die ihm so viel gegeben und ermöglicht hat. Ihr bleibt er auch über 12-Hundert km von Herzen verbunden.

 

Prior Rainer

2003 war für P. Rainer ein Jahr mit vielerlei Verpflichtungen in seinen beiden Ämtern als Pfarrer und Prior.
Am 11. Juli war P. Rainer bei der feierlichen Verabschiedung von Regens Msgr. Bernhard Ehler im Priesterseminar in Augsburg. Hier wohnen unsere Fratres, die an der Universität in Augsburg studieren.
Als gewählter Vertreter der Abtei Windberg nahm P. Rainer am 30. September an der Wahl des neuen Generalabtes in Rom teil. Am Tag zuvor wurden alle Mitglieder des Wahlkapitels vom Heiligen Vater im Vatikan in Privataudienz empfangen.
Beim 25jährigen Jubiläum der Kirchlichen Akademie für Lehrerfortbildung in Obermarchtal. am 10. Oktober gestaltete P. Rainer zusammen mit einigen Mitbrüdern aus Roggenburg eine feierliche Vesper in der ehemaligen Prämonstratenser-Klosterkirche.

 

P. Roger

Heuer durfte Pater Roger seinen 75. Geburtstag begehen. Dreiviertel Jahrhundert hat er nun hinter sich und möchte, wenn Gott will, noch etwas darauf setzten! Wenn es für ihn in Bezug auf seine Gesundheit die Frage des Jahres geben würde, dann würde die heißen: "Wie geht es dir?" Die Antwort darauf ist dann kurz: "Es geht schon, aber es könnte besser gehen!" Als angeschlagener Rentner kann er darum auf keine großen Leistungen verweisen. Aber in der Bibliothek findet er immer wieder kleine Beschäftigungen. Dass man ihm ein Autofahrverbot auf erlegt hat, tut ihm weh! Das Kloster ist ihm nun fast immer seine tägliche Heimat.

 

P. Wolfgang

Ein halbes Jahr musste P. Wolfgang Lärm, Staub und Dreck im Pfarrhof und um den Pfarrhof herum ertragen. Aber am 25. Oktober konnte das renovierte und ausgebaute Pfarrheim "St. Wolfgang" eingeweiht werden. Ansonsten ist er seinen "Hunderdorfern" ein guter Seelsorger.

 

Pater EphremP. Laurentius

Im Alter kommen die Ehrungen! Nach seiner Ernennung zum B.G.R. im Jahr 2001 verlieh ihm der Bischof von Ostrau-Troppau in Mähren, Frantisek Lobkowicz OPraem, bei der Priesterweihe von zwei Mitbrüdern hier in Windberg die ehrenvolle Auszeichnung zum bischöflichen Konsistorialrat (KsR). Damit würdigte er die jahrelangen "Ostkontakte" unseres P. Laurentius, die er mit den Mitbrüdern und -schwestern in der ehemaligen CSSR während der Zeit des eisernen Vorhangs seit 1968 hielt.
Seine "Liebe" zum Bogenberg wurde ihm vom früheren Pfarrer auf dem Bogenberg, Msgr. Josef Schleicher, vererbt. Zum 10. Jahrestag seines Todes konzelebrierte er dort Ende Februar. Vor allem bleibt es aber der Beichtstuhl, den er seit seiner Priesterweihe 1964 am besten kennt.
Zum 75. Geburtstag des Tepler Mitbruders Hugo Pitel fuhr er nach Trebon, östlich von Budweis, um ihm zu gratulieren und mit ihm zu feiern.
Auch das Stift Geras in Niederösterreich hatte mit seinem 850jährigen Gründungsjubiläum allen Grund zu feiern. Am 7. Juni waren dort die Gemeinschaften der böhmischen Zirkarie eingeladen. Als Festprediger machte sich S. Ex. Jan Graubner, der Erzbischof von Olmütz, auf den Weg. Für P. Laurentius ein Grund, sich auf den Weg nach Geras zu machen.
Seine "Klosterreisen" führten ihn in diesem Jahr auch zwei Mal in das Stift Schlägl: Zum 10. Todestag von Altabt Florian Pröll und zum goldenen Priesterjubiläum von KsR Bruno Grünberger vertrat er die Abtei Windberg. Ebenso leistete ihm die Abtei Hamborn in diesem Jahr zwei Mal Gastfreundschaft: Hamborn wird ihm zu einer wichtigen Station auf dem Weg in die Heimat, in diesem Jahr u. a. zum 40-jährigen Hochzeitsjubiläum seiner Schwester Mia.
Im Rahmen seiner Klosterbesuche führte ihn sein Urlaub in unsere Häuser in Ungarn und in der Slowakei (nach 10 Jahren!): Csorna, Zsámbék (wo er an der Fronleichnamsfeier teilnahm und aushalf), Gödöllö, dann weiter nach Kaschau-Kosice. Von dort aus besuchte er mit Abt Thomas Bartal Jasov und sogar die ehemalige Abtei Leles, die sich nahe an der ukrainischen Grenze befindet. Dort verbrachten sie eine Nacht und feierten in Konzelebration eine hl. Messe mit dem dortigen Pfarrer Timotheus Kiss OPraem. Auf der Rückreise stattete P. Laurentius noch der Generaloberin unserer Schwestern in Tschechien und in der Slowakei, Mater Bohuslava Maceková einen Besuch ab. Nach ihrem Wegzug aus Bílá Voda (Mähren) "residiert" sie nun mit einer kleinen Gemeinschaft in Trnava (Slowakei).

 

P. Johannes

Das Jahr 2003 begann für die Pfarrei Windberg traditionell mit dem Neujahrsgottesdienst und dem anschließenden Neujahrsempfang im Amtshaus der Gemeinde, ausgerichtet durch die Pfarrgemeinde. Abt Thomas und Bürgermeister Wurm wünschten dabei den Anwesenden ein gesegnetes und erfolgreiches Jahr. Für den Pfarrer ging ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: Frau Helma Herrnberger trat ihre Stelle als Pfarrsekretärin in Windberg an. Die Mitarbeiterparty als ein kleines Dankeschön der Pfarrei für viele im abgelaufenen Jahr geleisteten Dienste wurde von fast hundert Pfarrangehörigen besucht.
Am 10. Januar mussten wir dem langjährigen Messner Windbergs, Herrn Norbert Zitzelsberger, das letzte Geleit geben. Verstorben im Alter von 94 Jahren war der Bertl seit seinem 15. Lebensjahr als Messner tätig, zuerst als Gehilfe seines Vaters. Bertl war in Windberg eine Institution.
Bei der Dekanatsratssitzung am 21. Februar in Bogen hatte P. Johannes in seiner Funktion als Vertreter der Geistlichen die Gesprächsleitung beim Thema "Unsere gemeinsame Verantwortung in der Seelsorge – konkrete Möglichkeiten in einer (unserer) Pfarrei".
Wie in vielen Pfarreien fand im April auch in Windberg ein Kinderbibeltag statt, an dem 28 Kinder begeistert teilnahmen und der von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates gestaltet wurde. Dadurch ermutigt, kamen die Kinder im Oktober erneut zu einem solchen Treff zusammen. Von ihrem Pfarrer intensiv vorbereitet gingen 11 Kinder der Pfarrei heuer zur Erstbeichte und Erstkommunion.
Vom 7. – 9. Mai traf sich P. Johannes in Voorburg / Nl. mit ehemaligen Mitschülern des St. Norbertus – Gymnasium in Heeswijk / Nl. Übernachten konnte er bei seinem Neffen Pieter Omlo, der in Delft sein Architekturstudium absolviert. Seinen Heimaturlaub verbrachte P. Johannes am Zuidlaarder Meer, wo er u.a. mit Bruder Bernhard eine ausgedehnte Bootsfahrt auf den Gewässern in Groningen und Friesland machte.
Auch für die Pfarrgemeinde waren die Priesterweihe und Primiz von P. Jakob und P. Patrick an Pfingsten besondere Erlebnisse. Im Anschluss daran fuhr P. Johannes mit Freunden nach Rom, um als Gäste im Generalat die Ewige Stadt zu besuchen. Dort aber machte die extreme Hitze allen sehr zu schaffen.
Am 14. September machten die Kinder des "Agnes-Bernauer-Spielverein Straubing" in Begleitung einiger Eltern einen Ausflug nach Windberg. Es sollte als kleines Dankeschön für die vielen Proben und Spielabende gelten. Sehr interessiert waren die Youngster am historischen Klosterdorf Windberg. Eine Grillparty im Klostergarten rundete den Besuch ab.
Im September begann das Staatliche Hochbauamt Landshut mit der Sanierung des alten Kirchendachs. Erhebliche Wasserschäden machten diese notwendig. Eine vorläufige Kostenberechnung über 600.000,- e bildet die Grundlage dieser Maßnahme. Weil bei näherer Untersuchung neue Schäden entdeckt wurden, werden wohl noch weitere 100.000,- e notwendig sein. Das Ende der Sanierung wird für 2005 erwartet.
Mit Hilfe einer Schwester der Schönstatt-Bewegung wurde im Oktober in der Pfarrei ein marianischer Familiengebetskreis gegründet. Die Gestaltung der jährlichen "Ewigen Anbetung" und der "Waldweihnacht" lag in den bewährten Händen des Pfarrgemeinderates.

 

P. Andreas

Ende August ging sein "Sabbatjahr" zu Ende, das er mit kurzen Unterbrechungen allein für sich in einem Wochenendhaus bei Grandsberg verbrachte. Wie er versichert, hat ihm diese Auszeit sehr gut getan.
Seit Mitte September ist P. Andreas bei den Mitbrüdern in Roggenburg und hilft mit seiner Erfahrung mit bei der derzeit laufenden Optimierung der Verwaltungs- und Betriebsstrukturen von Bildungszentrum und Klostergasthof.
Als Prior-Administrator übernahm er in der Zeit zwischen der Generalabtswahl und der Neuwahl eines Abtes die Leitung der Kanonie.

 

P. Konrad

Wie jedes Jahr lud P. Konrad am 1. Januar 2003 im Namen des Pfarrgemeinderates Biberachzell/Oberreichenbach alle Mitarbeiter(innen) und Vereinsvorstände aus diesen beiden Pfarreien nach dem Gottesdienst zum Neujahrsempfang in den Pfarrhof in Biberachzell ein, wo bei einem Stehempfang allen für die gute Mit- und Zusammenarbeit gedankt wurde.
Bei der Sternsingeraktion am 5./6. Januar ging in Wallenhausen heuer bereits zum zweitenmal neben den Ministrantinnen und Ministranten auch eine Erwachsenengruppe – als Könige verkleidet – mit. P. Konrad zelebrierte dabei den Festgottesdienst als schwarzer König. Auch in Biberberg unterstützten heuer erwachsene Könige die jüngeren Ministrant(inn)en.
Für jedes Jahr wird in den Pfarreien Biberachzell, Oberreichenbach und Wallenhausen-Biberberg ein Schwerpunktthema gewählt; heuer war es "die Bibel". Beim Einkehrtag der Pfarrgemeinderäte stimmten sich die Verantwortlichen unter der Leitung von P. Konrad auf dieses Thema ein, um dann an den einzelnen Bibelabenden, bei einer Bibelwanderung, am Pfarrfamilienabend bzw. -nachmittag auch die anderen Pfarrmitglieder dafür zu begeistern.
Am 31. Mai feierte der Kath. Frauenbund Wallenhausen sein 10jähriges Jubiläum mit einem Festgottesdienst, bei dem erstmalig die Frauen des Frauenbundes als Chor auftraten. Beim anschließenden Fest, zu dem die ganze Pfarrgemeinde eingeladen war, präsentierten sich die Frauen als eine feste und harmonische Gemeinschaft.
Am 12. Juli ging die Pfarrwallfahrt unter der Leitung von P. Konrad nach Eichstätt und ins Altmühltal.
Heuer konnte wieder ein Zeltlager für alle Ministrantinnen und Ministranten des nördlichen Pfarrverbandes gemeinsam durchgeführt werden; als Gruppenleiter(innen) nahmen neben P. Konrad auch einige Mütter und Väter der Ministranten daran teil.
Bereits zur guten Tradition ist das Fest der Ehejubilare geworden. Nach einem Dankgottesdienst in Biberachzell konnten sie beim anschließenden Fest im Pfarrhof in Biberachzell ihre Trinkfestigkeit und ihre Ausdauer unter Beweis stellen.
Nachdem im vergangenen Jahr (im September) der neue Kindergarten in Biberachzell, dessen Trägerschaft die Stadt Weißenhorn übernahm, seinen Betrieb aufgenommen hatte, müssen die Kinder aus unseren Pfarreien endlich nicht mehr lange Wege und Busfahrten zurücklegen. Der Platz vor dem Kindergarten bot sich an, dass die Martinsfeier dort gemeinsam für die Pfarreien Biberachzell und Oberreichenbach gestaltet wurde; erst beim anschließenden Martinsumzug trennten sich die beiden Pfarrgemeinden.

 

P. Gilbert

Nach dem Stress und den Aufregungen des vergangenen Jahres 2002 verlief das Jahr 2003 eher ruhiger, wenn auch lebhaft und nicht ohne "Hoch’s" und gelegentlichen "Tief’s". Es will alles auch erlitten und erbetet sein!
Im Klostergasthof stabilisierte sich die Mannschaft und der Jahrhundertsommer mit seiner gastronomischen Herausforderung wurde ausgezeichnet bewältig. Viele Hochzeiten, Familienfeiern, Seminare und Tagungen fanden im Klostergasthof statt, Busgruppen und Ausflügler wurden in großer Zahl versorgt, und die Gäste waren sehr zufrieden. Auch der Klosterladen wurde sehr gut angenommen und hat seine Stammkundschaft schon gefunden. Eine besondere Ehre war für ihn das 25-jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft der Zellerare und Prokuratoren der deutschen Ordensgemeinschaften, das mit einem Festakt in Roggenburg begangen wurde.

Baulich kam die Außenrenovierung des Oberen Tores gut voran, im November wurden die Gerüste abgebaut und die Figuren des Torbaues, die Ordensväter Hll. Norbert und Augustinus, sowie die Jungfrau und Gottesmutter
Maria, als die Schutzpatrone der Klosteranlage, restauriert wieder an ihre angestammten Plätze gestellt. Leider kam durch die finanzielle Situation der Kommunen, vor allem des Bezirkes Schwaben, die Nutzung des Oberen Tores als "Museum für schwäbische Musikgeschichte" mangels Trägerschaft bis auf weiteres nicht zustande. Bis zu einer Nutzungsentscheidung ist daher der Innenausbau des Oberen Tores komplett auf Eis gelegt.
Bildungszentrum und Klostergasthof bedurften noch der einen und anderen Nachbesserung über Gewährleistung, im Vollbetrieb machen sich doch dann Schwächen der Technik, des Baues usw. in Form von Schäden oder Ausfall bemerkbar. So manche Bauausschusssitzung und so mancher Streit mit der einen oder anderen Firma war noch auszufechten, bevor der Verwendungsnachweis gegenüber den Fördergebern zu leisten möglich war.
Im Mai konnte der historische Brunnen der alten Ökonomieanlage restauriert wieder in Betrieb genommen werden. Er ist ein Blickfang und Gewinn für den Innenhof der Neubauanlage. Wir danken dem Sponsor, Herrn Josef Kränzle aus Illertissen, der die Renovierung möglich machte, von ganzem Herzen für seine großzügige Förderung!
Zusammen mit P. Rainer konnte sich
P. Gilbert nach langem wieder einen Urlaub leisten. Im ehem. Prämonstatenserinnen-Kloster Oelinghausen fanden sie bei Schwestern eine hervorragende Unterkunft, von wo aus sie eineinhalb Wochen lang das Sauerland und das Münsterland auf den Spuren des Prämonstratenser-Ordens erkundeten. Den Abschluss des Urlaubs verbrachten sie dann an der Nordsee und wohnten im Priesterapartement der St. Ulrichspfarrei von St. Peter-Ording, wo sie am Wochenende auch die Gottesdienste übernahmen.

Von Februar an bis Anfang September übernahm P. Gilbert die Seelsorge in der Pfarrei Oberwiesenbach. Der dortige Pfarrer war erkrankt, hatte die Pfarrei abgegeben und das Kloster Roggenburg war bereit in Person von P. Ulrich ab September die Seelsorge dort auf Dauer zu übernehmen, P. Gilbert überbrückte die Übergangszeit. An Sonn- und Feiertagen übernahm er wieder zahlreiche Aushilfen in den Dekanaten Neu-Ulm, Krumbach und Günzburg, sowie zahlreiche Trauungen und Taufen. Als Festprediger war er in Rot a.d. Rot beim Dorffest und in Hausen beim Leonhardi-Patrozinium eingeladen, für den Kreisjagdverband hielt er wie jedes Jahr die Hubertus-Messe, für die Kreis-CSU den jährlichen Adventsgottesdienst.
Dankbar durfte P. Gilbert die finanzielle Unterstützung und Hilfe vieler Freunde, Gönner und Förderer des Klosters Roggenburg erfahren und auch große Spenden und Sponsoring von Firmen der Umgebung wieder entgegennehmen. Angesichts der großen Verbindlichkeiten, die dem Kloster Roggenburg aus den gewaltigen Baumaßnahmen erwachsen sind, ist er natürlich immer dankbar für jede Spende und jedes Sponsoring, die helfen, die Last zu erleichtern!

 

P. Anselm

Seine Aufgaben – Pfarrvikar von Neukirchen und Perasdorf, Krankenbesuchsdienst für vier Pfarreien im Kreiskrankenhaus Bogen und Succentor im Kloster – blieben gleich.
In Perasdorf singt er in einer sehr wohltuenden Gemeinschaft auch beim Kirchenchor mit.
Zweimal war er 2003 in Berlin: Im März zum 80. Geburtstag seines Vaters und Ende Mai beim Ökumenischen Kirchentag, wo er beim Stand der Orden mitarbeitete.
Seinen Urlaub verbrachte er in Chemnitz, bei seinem alten und guten Freund Herbert Kaiser, in Bad Harzburg, im ehem. Prämonstratenserstift Arnstein a.d. Lahn und im oberfränkischen Trebgast.
Traditionsgemäß wurden auch die guten Kontakte zu vielen Eisenbahnern gepflegt und vertieft, wobei er viermal mit der Dampflok unterwegs war, nach Passau sogar in Begleitung von vielen Perasdorfern und Neukirchnern! Am 20.09. ging es per Zug nach Salzburg unter dem Motto: "Die Stadt Bogen geht auf Reisen".
Zu guter Letzt ein herzliches Dankeschön dem Personal der Dampflok 41018 für die Mitfahrt auf dem Führerstand am 16.08. und Lokführer Franz Seidl für die Erlaubnis, zwischen Straubing und Passau auf dem "Krokodil", der schweren Güterzug E-Lok, am 13.10. mitfahren zu dürfen.

 

P. Michael

Seit gut einem Jahr ist er nun in der Funktion als Provisors, d. h. als (Finanz) Verwalter des Klosters und als Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte tätig. Im Rückblick war dies für ihn keine leichte Zeit. Einige Dinge kosteten ihm viel Energie und Kraft, um diese in einer guten Weise zu bewältigen. So versuchte er der Gemeinschaft in dieser Tätigkeit mit seinen Talenten und Fähigkeiten zu dienen, und bemühte sich die ihm anvertrauten Aufgaben verantwortungsvoll und gewissenhaft zum Wohle des Klosters zu erledigen.

 

P. Stefan

P. Stefan war darum bemüht, die ihm in seinen Tätigkeitsbereichen gestellten Aufgaben einigermaßen gut zu erfüllen.

 

P. Dominik

Wie schon in den zurückliegenden Jahren hat sich P. Dominik auch im Jahr 2003 darum bemüht, als Pfarrer von Mitterfels den Menschen dort ein guter Seelsorger zu sein und dabei Pfarrseelsorge und Klosterleben miteinander zu verbinden.

 

P. Roman

P. Roman feierte im April seinen 40. Geburtstag mit den Mitbrüdern, der Familie, Freunden und Mitarbeitern im Eingangswürfel der Bildungsstätte.

 

Fr. Raphael

Ausstellung "Requiescat in pace" - Blick ins "Sterbezimmer"Nach vielen Jahren der Vorbereitung konnte Frater Raphael nun endlich durch die ganze Fastenzeit hindurch, die Ausstellung "REQUIESCAT IN PACE" der Öffentlichkeit vorstellen. Völlig überrascht war er von dem großen Interesse für das Thema Sterbebilder und Totenbrauchtum! Scharenweise kamen die Besucher an den Wochenenden nach Windberg, von nah und fern. Unzählige Gespräche und Kontakte kamen dort zustande. Den vielen Helfern sei auch nochmals ein ganz herzlicher Dank ausgesprochen, nicht zu vergessen auch allen, welche zum musikalischen Begleitprogramm beitrugen. Die Chöre und Solisten, aber auch ganz besonders dem Schwarzacher Spielkreis für die sehr beeindruckende Aufführung des "Totentanzes". Vergelt’s Gott auch der Gemeinde Windberg für das zur Verfügung stellen des schönen Amtshauses. Nachdem nun alles wieder einsortiert und zurückgegeben ist, wird durch fr. Raphael das Klosterarchiv weiterhin betreut und neu geordnet!
Doch an einem neuen Ausstellungsprojekt wird schon wieder gearbeitet, das nächste mal soll das Thema Primiz und Priesterweihe behandelt werden.
Nach zehn Jahren ging nun die Ära der Zivis an der Jugendbildungsstätte zu Ende. Nachdem das "letzte Exemplar" dieser Gattung, Johannes Schuster verabschiedet wurde, mussten für den Empfang und Pfortenbereich zwei neue Kräfte eingestellt werden. Raphael wird nun bevorzugt an Wochenenden wieder in diesen Bereich mit einsteigen.

 

P. Adrian

Zusammen mit P. Rainer betreut P. Adrian den "südlichen" Pfarrverband. Er ist der Pfarrseelsorger für die Pfarreien Biberach und Schießen. Er ist zuständig für die beiden Kindergärten in Schießen und Biberach, gibt 6 Stunden Religionsunterricht in GS Roggenburg und übernimmt die Jugendarbeit und Erstkommunion- und Firmvorbereitung in den drei Pfarreien. Vieles hat sich in den Pfarreien auch in diesem Jahr ereignet: 5 Jahre Kindergarten in Biberach, 15 Jahre KLJB Biberach, Segnung des neuen Volksaltars in Schleebuch... P. Adrian ist nun schon 8 Jahre ehrenamtlich tätig als Leiter der "ökumenischen Notfallseelsorge im Landkreis Neu-Ulm". Das Notfallseelsorgeteam - z. Z. sind es 10 Mitglieder - wurde in diesem Jahr zu über 30 Einsätzen alarmiert. Die Einsatzarten waren ganz unterschiedlicher Natur. (Überbringen einer Todesnachricht, Verkehrsunfall, Kindstod, Leichenfund, Beratungsgespräche...). Im Oktober 2002 hat P. Adrian den Dienst des Novizenmeisters und Juniorenmagisters in Roggenburg übernommen. Er durfte fr. Benedikt in seinem ersten Noviziatsjahr begleiten – eine sehr interessante und neue Herausforderung für beide. Unterstützt wurde er beim Noviziatsunterricht von einigen Mitbrüdern, wofür er sehr dankbar ist. Vom 21.-24. März 2003 fand das Oasenwochenende des Noviziats und Juniorats im Stift Wilten statt, das allen noch in sehr guter Erinnerung ist. Ein weiterer Höhepunkt war die Noviziatsfahrt vom 30.06 - 7.07.2003 nach Holland und Belgien.

 

P. SimeonRadwallfahrt nach Altötting

Eine große Freude war für P. Simeon die Fertigstellung des Pfarrhofes Neukirchen und die Einweihung durch Abt Thomas. Der Pfarrhof ist zu einem Schmuckstück geworden und man kann sich sehr wohl darin fühlen. Besonders zu erwähnen sind aus dem Pfarrleben der Kinderbibeltag, die Radwallfahrt nach Altötting und der Festgottesdienst am Patrozinium in Neukirchen mit dem Konvent, mit Generalabt Thomas und mit dem neuen Abt Hermann-Josef. Immer wieder berichtet er über die vielen guten Mitarbeiter in den Pfarreien, denen er sehr dankbar ist.
Eine besondere Ehre war es für ihn, in München die neuen Büroräume des neu organisierten Senders B 4 Klassik des Bayerischen Rundfunks einweihen zu dürfen.
Im Zuge des 200jährigen Jubiläums der Säkularisation 1803 hielt er in Windberg einen Vortrag über die Säkularisation der Abtei Windberg.
Bereits den 5. Band der Windberger Schriftenreihe konnte er fertig stellen. Dr. Alexander Heisig schrieb zum Thema: "Die Seitenaltäre des Mathias Obermayr – Studien zur Ausstattungsgeschichte der Windberger Klosterkirche".
Gebet und Meditation versucht er den Novizen im Noviziatsunterricht näher zu bringen, was er sehr gerne tut.
Im Oktober wurde P. Simeon zum Supprior ernannt, bis der neue Abt einen neuen Prior bestimmen wird.
Um der seelsorgerlichen Aufgaben vernünftig nachzukommen, gönnt er seiner Seele auch immer wieder mal was Gutes: Urlaub mit dem Rad um den Bodensee mit einem Abstecher nach Chur, Zen-Kurse in Dietfurt, Sakraler Tanz mit Beatrice Grimm und mentale Meditation.

 

P. Gabriel

Gerade rechtzeitig vor dem Beginn des Sonderstudiums an der römischen Congregatio de Causis Sanctorum konnte P. Gabriel, der am 7.4.2003 zum Generalpostulator des Ordens ernannt wurde, sein mündliches Doktorexamen in Benediktbeuern erfolgreich ablegen. Herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den beiden Gutachtern der 430seitigen Dissertation "Trado meipsum ecclesiae – Die Feiern der Eingliederung in den Prämonstratenser-Orden als Spiegel prämonstratensischer Spiritualität", Prof. Angelus A. Häußling OSB und Prof. Philipp Kurt Küppers! Nun widmet sich P. Gabriel vorrangig den Selig- und Heiligsprechungsprozessen der Prämonstratenser.

 

P. Samuel

Für P. Samuel bestimmt nach wie vor der Schuldienst am Veit-Höser-Gymnasium und an der Ludmilla-Realschule in Bogen, den größten Teil seines Engagements und seiner Arbeit. Neben dem angelaufenem Unterrichtsalltag konnte für das Schuljahr 2003/2004 erstmals ein Wahlkurs "Rhetorik" am Veit-Höser-Gymnasium eingerichtet werden, der von Seiten der Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse angenommen wurde und dessen Kursleitung von P. Samuel übernommen wurde. Das "Geistliche Zentrum" – das Angebot der Abtei für Erwachsene, welches von P. Samuel koordiniert wird, ist mittlerweile im fünften Jahr und konnte sich in seinem vielfältigen Kursangebot weiter konsolidieren. Der Gesang stellt nach wie vor einen wichtigen Bereich im außerberuflichem Tun von P. Samuel dar. So konnte er in diesem Jahr seine Konzerttätigkeit u.a. mit dem Requiem von W. A. Mozart und verschiedenen Bachkantaten und erstmals im Bereich des Kunstliedes fortsetzen und bot ihm die Möglichkeit mit Spitzenorchestern wie dem Regensburger Kammerorchester zusammenzuarbeiten. Highlight für die musikalische Tätigkeit in Windberg war in diesem Jahr sicher die Aufführung von Werken aus Prämonstratenserabteien im großen Maikonzert der Abtei, welches in guter Zusammenarbeit mit dem Förderverein Kultur und Bildung Oberalteich durchgeführt wurde. Besonders erfreulich ist für P. Samuel die Entwicklung der Konzerte in der Abtei Windberg. Haben sich die Gottesdienstgestaltungen mittlerweile etabliert, konnte in diesem Jahr die Konzertreihe fortgesetzt werden und ermöglicht immer mehr die Zusammenarbeit mit einer großen Anzahl von hervorragenden Musikern. Obwohl die Organisation viel zusätzliche Arbeit und Mühe bedeutet, ist gerade die positive Publikumsreaktion ein starker Motor und Antrieb diesen kulturellen Beitrag in der Region fortzusetzen.

 

P. Ulrich

Das letzte Jahr als Kaplan in Weißenhorn verlief für P. Ulrich relativ "normal". Der Abschied war nicht ganz frei von Wehmut über die vielen Bekanntschaften und Freundschaften, die in den letzten vier Jahren gewachsen sind.
Um sich von der Arbeit in Weißenhorn und vom Umzug nach Roggenburg zu erholen und Kraft zu tanken für die kommenden Aufgaben, verbrachte P. Ulrich seinen Urlaub im Sankt Georgs Kolleg in Istanbul bei den österreichischen Lazaristen. Die Gastfreundschaft, die er dort erleben durfte war überwältigend. Auch die vielen Erlebnisse in dieser nimmer müden Metropole beeindruckten ihn tief.
Zurück in heimischen Regionen begann für P. Ulrich ein ganz neues Kapitel: Wiesenbach. Jetzt muss das, was in Weißenhorn gelernt und erprobt wurde umgesetzt werden. Vieles ist neu – sowohl für die Gemeinde, als auch für deren Pfarrer...
Auch die Leitung der Notfallseelsorge auf Diözesanebene stellt eine Herausforderung dar. Seit September wird P. Ulrich erst so richtig bewusst, wie groß das Bistum Augsburg ist und wie lange man unterwegs ist, um auch die entlegensten Gebiete zu erreichen.

 

P. Martin

P. Martin mit seinen Ministranten-GruppenleiternGleich zu Beginn des Jahres hat P. Martin die Lust getrieben, auf den "Brettern der Welt" zu stehen. Die Theatergruppe seiner Kaplans-Pfarrei führte zu Gunsten der hart angeschlagenen Kirchenkasse eine bayerische Komödie auf – und Martin war mitten drinnen! Das weitere Jahr war er bei seinen "Waldlern" in der recht lebendigen Pfarrei Cham-St. Josef gut eingespannt. Die Arbeit als Kaplan macht ihm große Freude, was durch das nach wie vor harmonische Zusammenspiel im Pfarrhaus kräftig unterstützt wird. Höhepunkte dieses arbeitsreichen Jahres
waren sicherlich die große Kinderbibelwoche und die vielen kleineren und größeren Aktionen mit "seinen" Ministranten, wo er kräftig von seinen "Großen" unterstützt wird. Hier ist eine tolle Kameradschaft des gegenseitigen Gebens und Nehmens entstanden, die er nicht missen möchte. Seit September muss nun Cham-St. Josef mit Untertraubenbach-St. Martin eine Seelsorgeeinheit bilden. Es wird nun ein großer Lernprozess auf allen Seiten sein, mit dieser neuen Situation umzugehen. Nicht leicht! Auch dieses Jahr hatte P. Martin die Ehre, Primizprediger zu sein: Diesmal ging’s in die "Pfalz", ins Bistum Speyer zu seinem Studienkollegen aus Münchener Zeiten Marco Richtscheid. Die großen Feiern zu Ehren von Abt Thomas – zu seinem 60. Geburtstag und zu seiner Verabschiedung – waren auch Martin ein wichtiges Anliegen.
So half er gerne bei der Vorbereitung mit und konnte sich damit auch wieder etwas deutlicher in der Klostergemeinschaft engagieren, was durch die Pfarreiarbeit sonst nur in geringem Umfang möglich ist. Ein Glanzpunkt dieses Jahres war sicherlich die Reise nach Rom, zusammen mit seiner Mutter und seinem Studienfreund Martin Straub. Im Oktober feierten sie das 25jährige Pontifikatsjubiläum von Papst Johannes Paul II. und die Seligsprechung von Mutter Teresa mit.

 

Priesterweihe von P.Jakob und P.PatrickP. Patrick

Für P. Patrick geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende.
Am Samstag vor Pfingsten empfing er die Priesterweihe von Bischof Frantisek Lobkowicz OPraem. Die Kloster- und Heimatprimiz werden ihm unvergesslich bleiben, es waren sehr bewegende, dichte Tage, der Begegnung und des Gebetes. Sein aufrichtiger Dank richtet sich an alle, die ihn begleitet und mit ihm gefeiert haben.
Aus zeitlichen Gründen verließ Patrick den Schuldienst und ist nicht mehr als Lehrer, sondern nur noch als Schulseelsorger am Hörgeschädigten Institut in Straubing tätig.
Die Aufgabe der Leitung, der Jugendbildungsstätte lässt ihm kaum noch Zeit für andere Arbeitsbereiche, da hier personelle Veränderungen im nächsten Jahr anstehen.

 

P. Jakob

P. Jakob konnte Ende Januar durch die Publikation seiner Doktorarbeit sein Studium zu einem endgültigen Abschluss bringen. Damit gehört die Studienzeit in München nun wirklich der Vergangenheit an. Höhepunkt dieses Jahres war aber sicher seine Priesterweihe, die er aus den Händen von Bischof Frantisek Lobkowicz OPraemaus der Diözese Ostrau-Troppau in Mähren, empfing. Priesterweihe, Klosterprimiz und Heimatprimiz waren für ihn, seine Mitbrüder und seine ganze Familie herrliche Tage der Freude und der Begegnung.
Auch nach der Priesterweihe bleibt P. Jakob dem Klosterladen treu. Daneben engagiert er sich im Geistlichen Zentrum der Abtei durch die fast schon Tradition gewordenen Reisen und durch Abendveranstaltungen wie Bibelkreis und Philosophischer Grundkurs.
Seit Ende August ist ihm innerhalb der Klostergemeinschaft eine neue Aufgabe "zugewachsen". Als Novizenmeister und Juniorenmagister ist er nun für die Ausbildung und Begleitung unseres Nachwuchses zuständig. Auch im nächsten Jahr wird es wohl keine Langeweile geben.

 

Frater Petrus-AdrianFr. Petrus-Adrian

Nach dem bestandenen Vordiplom studiert er nun im 5. Semester Theologie an der Ludwig Maximilians Universität in München. Im Herzoglichen Georgianum, dem Priesterseminar, wo er bis auf die Wochenenden lebt, fühlt er sich sehr Wohl und gut begleitet. Er freut sich nach den Vordiplomsprüfungen wieder die Münchner Kultur genießen zu können, und so werden Opernbesuche sicher nicht zu kurz kommen. Am 28. August hat er von P. Gabriel die Aufgabe der Berufungspastoral übernommen. Schon zuvor hat er mit P. Gabriel in diesem Bereich eng zusammen gearbeitet und er ist sehr dankbar für alles was P. Gabriel hier geleistet hat.
Als Zeremoniar ist er verantwortlich für die Klosterliturgie. Dies macht ihm sehr viel Freude und mit Hilfe der Novizen ist in der Liturgie wieder mehr möglich geworden.

 

Fr. Christian

"Vordiplom – Indien – Rom" – das waren für fr. Christian drei wichtige Stationen des zurückliegenden Jahres.
Im Juli konnte er den ersten Studienabschnitt der Theologie in Augsburg mit dem Vordiplom erfolgreich abschließen. Anschließend reiste er mit fr. Joshy Palakunnel OPraem für drei Wochen nach Indien, wo er begleitet von sehr großer Gastfreundschaft der dortigen Mitbrüder die verschiedenen Häuser des Stiftes Tepl-Obermedlingen in Mananthavady besuchte.
Seit September studiert fr. Christian im Rahmen des sog. "Freijahres" in Rom an der Pontificia Università Gregoriana, zusammen mit Studenten aus 140 Ländern der Erde. Im Generalat des Prämonstratenser-Ordens, wo er unterdessen wohnen kann, sind unter den Studenten ebenfalls alle Kontinente vertreten. Für diese Möglichkeit, ein "Stück" Weltkirche kennen lernen zu dürfen, ist er der Gemeinschaft von Windberg/Roggenburg besonders dankbar.

 

Fr. Jonas

hat sein Studium der Theologie an der Katholisch – Theologischen Fakultät der Universität Augsburg fortgesetzt und im vergangenen Sommersemester das Vordiplom abgelegt.
Im August begleitete er die Roggenburger Ministranten bei der Ministrantenfreizeit auf die Marienburg bei Aalen. Im September hat er am Juniorentreffen der deutschsprachigen Zirkarie des Prämonstratenser-Ordens in Ungarn teilgenommen. Dort wurden die Klöster Czorna, Gödöllö und Schambeck besucht. Ferner stand eine Stadtbesichtigung von Budapest auf dem Programm. Im Oktober begleitete er die KLJB-Roggenburg zum Besinnungswochenende auf den Karlshof bei Nördlingen.

 

Fr. Johannes-Baptist

beendete im Sommer sein Sozialpädagogikstudium in Benediktbeuern und legte auch die Vordiplomsprüfung in Theologie ab. Seit Oktober studiert er nun mit Fr. Jonas in Augsburg und hat im Priesterseminar ein schönes Zimmer bezogen. Neben der gelegentlichen Mitarbeit im Klosterladen gestaltete er im Bildungszentrum einige Einkehrtage für Firmlinge und Schulklassen und war auch bemüht, die Klosterinteressenten zu begleiten. Nach dem anstrengenden Prüfungsmarathon im Juni und Juli verbrachte er schöne Tage auf der Freizeit der Roggenburger Ministranten und erholte sich in Ungarn beim Juniorentreffen. Ein zweite Österreichreise führte ihn im Oktober mit Fr. Benedikt zum Jubiläum nach Geras.

 

Fr. Benedikt

war mit dem Novizenmeister P. Adrian im Juli 2003 auf Fahrt in die Brabantia. Er hat sein kanonisches Noviziatsjahr im Oktober 2003 beendet und ist seit dem WS 2003/04 Doktorand an der Universität München im Fach Bayerische Kirchengeschichte unter Prof. Dr. Manfred Heim. Er wohnt mit Fr. Petrus im Herzoglichen Georgianum.

 

Die Novizen stellen sich vor

Fr. Josef

Als Dirk J. Rolland wurde ich am 7. März 1975 in Wissen, im Norden von Rheinland-Pfalz am Rand des Westerwaldes, geboren. Hier verbrachte ich meine Schulzeit bis nach der 10. Klasse des Gymnasiums. Die letzten Jahre bis zum Abitur besuchte ich das Internat Schloss Neubeuern in Neubeuern am Inn. In meiner Heimatpfarrei war ich viele Jahre als Ministrant und später als Gruppenleiter aktiv.
Nach dem Abitur entschied ich mich zunächst für ein Jurastudium in Passau. Die positiven Erfahrungen in der Passauer Studentengemeinde und das Vorbild des dortigen Studentenpfarrers, der es verstand, junge Leute für den Glauben zu begeistern, machten mir Mut und verstärkten in mir den schon länger gewachsenen Wunsch, Christus in meinem Leben unmittelbarer nachzufolgen und seine Botschaft gerade in der heutigen Zeit weiterzugeben.
Daher nahm ich das Theologiestudium für das Erzbistum Köln in Bonn auf. Nach den Freisemestern in Freiburg i.Br. kehrte ich dorthin zurück und schloss mein Studium mit dem Diplom ab. Außerdem arbeitete ich beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn mit.
Schon länger beschäftigte mich die Frage, ob das Leben in einer Ordensgemeinschaft - verbunden mit einer Tätigkeit in der Seelsorge - für mich
eine sinnvolle Alternative sein könnte. Auf meiner Suche lernte ich letztes Jahr die Prämonstratenser von Windberg kennen. Bei meinen Besuchen fühlte ich mich direkt wohl und spürte bald, dass das Leben hier meinen Vorstellungen nahe kommt. Besonders möchte ich Pater Gabriel für seine offene und herzliche Begleitung danken! Nach Exerzitien in Rüdesheim reifte mein Entschluss immer weiter, so dass ich mit wachsender Vorfreude um Aufnahme in das Noviziat bat.
Seit Pfingsten konnte ich bereits hier im Kloster wohnen, das Gemeinschaftsleben näher kennenlernen und erhielt in einem Praktikum Einblick in die Arbeit unserer Jugendbildungsstätte. Außerdem durfte ich Abt Thomas zu einigen Firmungen begleiten und dabei ganz verschiedene Pfarreien und Regionen im Bistum Regensburg besuchen.
Nach dieser Zeit habe ich zuversichtlich mein Noviziat begonnen, wünsche mir, das Ordensleben genauer kennen zulernen. Ich versuche, immer vertrauter mit der hiesigen Mentalität zu werden und in die Kommunität hineinzuwachsen. Mein Namenspatron für meinen neuen Ordensnamen, der Hl. Josef von Nazareth, der treu seine Aufgabe angenommen hat, ist mir ein besonderes Vorbild und möge mich auf meinem Weg begleiten.

 

Fr. Markus

Am 1. Juni 1982 erblickte ich in Burglengenfeld/ Oberpfalz das Licht der Welt und wurde in meiner Heimatpfarrei "Herz Jesu" in Teublitz auf den Namen Tobias getauft. Meine Kinder- und Jugendjahre verbrachte ich durchwegs in Teublitz. Nach dem Besuch der dortigen Volksschule wechselte ich auf das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld, an dem ich im Jahr 2002 mein Abitur in den Fächern Deutsch, Französisch, Religion und Biologie ablegte. Von Oktober 2002 bis Juli 2003 absolvierte ich meinen Zivildienst in einem Seniorenheim des Bayerischen Roten Kreuzes in Burglengenfeld.
Daneben war ich seit meiner Erstkommunion in meiner Heimatpfarrei engagiert und übte dort im Laufe der Jahre die Dienste eines Oberministranten, Jugendgruppenleiters und Vorstandsmitgliedes der örtlichen Kolpingfamilie aus.
Das Kloster und die Jugendbildungsstätte Windberg lernte ich erstmals im Jahr 2000 kennen, als ich zusammen mit meinen Schulkameraden in der 11. Klasse an "Tagen der Orientierung" teilnahm. Obwohl mir diese Tage noch immer in unvergesslicher Erinnerung sind, wäre ich damals niemals auf die Idee gekommen, in die Abtei Windberg einzutreten, waren doch die landläufigen Vorurteile über das Klosterleben auch bei mir sehr stark. Doch das sollte sich schon bald ändern: Durch einen Zufall (?) kam es im Sommer 2001 zu einer erneuten Kontaktaufnahme mit dem Kloster und schon bald verbrachte ich einige Tage in der Abtei, wobei ich den Konvent und das Leben der Prämonstratenser näher kennen lernen konnte. Schon damals sprang der Funke über und die Faszination für klösterliches Leben war in mir geweckt. Auf diesen ersten Besuch folgten zwei Jahre intensiven Suchens und Fragens, in denen sich viel in meinem Leben verändert hat und in denen ich von vielen Seiten (gerade auch innerhalb des Konvents) Hilfe und Unterstützung erfahren durfte. Dafür sei allen an dieser Stelle ein herzliches "Vergelt´s Gott" gesagt!
Am Ende dieser "Suchphase", in der meine Besuche in Windberg immer häufiger wurden, bat ich im Frühjahr 2003 um die Aufnahme in das Noviziat, das mit der Einkleidung am 12. September begonnen hat. Als Patron für mein Ordensleben habe ich den Evangelisten Markus gewählt, weil ich versuchen möchte, wie er ein Zeuge der frohen Botschaft zu sein.
In dieser Zeit will ich ganz bewusst erproben, ob das gemeinschaftliche Leben in Windberg für mich in Frage kommt und bin gespannt, was die kommenden Monate bringen werden.

 

Novize von Speinshart

Fr. Augustinus

Am 07.02.1979 hat meine Mutter beschlossen, mich in Amberg zur Welt zu bringen und mir den Namen Andreas zu geben. Nach einer Woche nahm sie mich dann mit nach Schwarzenfeld, wo ich mein neues Zuhause kennenlernen durfte. Die Jahre gingen ins Lande und so startete ich 1985 meine 9-jährige Volksschulkarriere in Schwarzenfeld, die ich 1994 mit dem Quali beendete. Ich begann im selben Jahr in der Firma Buchtal eine Ausbildung. 1997 beschloss ich wieder die Schulbank zu drücken und das Abitur am Spätberufenengymnasium der Oblaten des Heiligen Franz von Sales in Fockenfeld nachzuholen. 2002 war es dann endlich soweit, nach fünf wunderbaren aber oft auch stressigen Jahren bekam ich mein Abi überreicht, welches ich in den Fächern Religion (LK), Latein (LK), Biologie (GK) und Deutsch (Colloqiuum) ablegte.
Schon ziemlich lange beschäftigte ich mich mit dem Gedanken Priester zu werden. Durch meinen Freund Christian (Norbert) Hamberger lernte ich die Prämonstratenserabtei Speinshart in der Oberpfalz kennen und nach etlichen Besuchen und Gesprächen wurde mir klar, dass das (m)ein Weg sein könnte, aktive Seelsorge und Gemeinschaftsleben miteinander zu verbinden. Und so habe ich im Frühjahr 2003, nach einer langen Phase des Suchens und Prüfens, beschlossen den Schritt zu wagen und um Aufnahme in Speinshart zu bitten. Am 15. September begann für mich ein neuer Lebensabschnitt, ich wurde in der Vesper eingekleidet und erhielt den Namen Augustinus. Mein Noviziat verbringe ich hier in der Gemeinschaft von Windberg, wo ich mich auch sehr wohl fühle und in vielen Mitbrüdern gute Freunde und Wegbegleiter gefunden habe. Das Noviziatsjahr will ich jetzt intensiv nützen um meine Berufung zum Ordenspriester zu prüfen, mein geistliches Leben zu vertiefen und viel über meinen neuen Namenspatron den Heiligen Augustinus zu lesen und zu erfahren. Zum Schluss möchte ich meinen Eltern danken, die mich stets unterstützt haben und immer für mich da waren, meinem Heimatpfarrer und gutem Freund Jakob Dötsch und ganz besonders Sr. Irmtraud aus Schwarzenfeld, die für mich eine wertvolle Begleiterin und Freundin geworden ist.

 


 

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