Abt Hermann Josef

Für Abt Hermann Josef ging in diesem Jahr seine 10-jährige Amtszeit als Abt von Windberg zu Ende. Im Rückblick waren es für ihn zehn sehr abwechslungsreiche, spannende und auch arbeitsreiche Jahre, die angefüllt waren mit allem, was das Leben an Höhen und Tiefen bringt. Im großen und ganzen kann er dankbar auf diese Jahre blicken. Der Blick geht aber nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Die Mitbrüder haben ihm am Sonntag, den 3. November, beim Wahlkapitel erneut für zehn Jahre ihr Vertrauen ausgesprochen. So will er auch in Zukunft sein Bestes geben, um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.

Das Jahr 2013 war ein Jahr der Eröffnungen oder Einweihungen. Für die ganze Gemeinschaft war es eine große Freude, dass der Erweiterungsbau, der vor zwei Jahren begonnen wurde, nun seinen Abschluss gefunden hat und am Samstag, den 18. Mai, durch Abt Hermann Josef gesegnet werden konnte. Damit geht ein von vielen Mitbrüder langgehegter Wunsch nach mehr Räumlichkeiten in Erfüllung. Zugleich ist es für Abt Hermann Josef ein Signal für die Zukunft. Ein weiterer Höhepunkt war für ihn der Abschluss der Klostersanierung in Roggenburg, der mit einem festlichen Gottesdienst mit dem Augsburger Bischof Konrad Zdarsa am Samstag, den 7. September, und der kirchlichen Segnung begangen wurde. Damit sind für die Mitbrüder in Roggenburg ideale Voraussetzung für eine weitere Entwicklung geschaffen worden. Und den Schlusspunkt der Segnungen bildete die Eröffnung des Klostergasthofs in Speinshart, der von Abt Hermann Josef am Mittwoch, den 25. September, eingeweiht wurde. Er soll neben der Versorgung der Gäste in der internationalen Begegnungsstätte im Kloster Speinshart auch der Beherbergung und Bewirtung aller Besucher von Speinshart dienen.

Neben den freudigen Anlässen war es für Abt Hermann Josef auch die traurige Pficht, unseren Senior P. Roger, der unverwartet schnell am Sonntag, den 3. Februar, verstorben war, in einem würdigen Abschiedsgottesdienst am Donnerstag, den 7. Februar, im neuen Konventgrab zu bestatten. Andererseits war es für ihn ein Hoffnungszeichen, dass fast zeitgleich P. Samuel, der seit Jahren mit seiner Alkoholkrankheit zu kämpfen hat, nun vom Bistum Eichstätt eine neue Chance erhalten hat, um sich zu bewähren. Seit Anfang Januar war er im Klinikum Ingolstadt tätig und seit 1. September ist er in der dortigen Münsterpfarrei als zweiter Seelsorger vom Bischof angewiesen. Wir hoffen und wünschen ihm, dass er sich stabilisiert und einen neuen Anfang fndet! Ebenso war die Einkleidung von Fr. Joseph in Roggenburg ein frohes Ereignis, das im kleinen Kreis gefeiert wurde. Zuvor konnte Abt Hermann Josef in Windberg die Ordensleute des Bistums Passau empfangen, die am 31. Mai einen Ordenstag organisiert hatten. Er führte sie durch Kirche und Kloster und gab ihnen einen Einblick in unser Selbstverständnis und unsere Ordensspiritualität. Weitere Ereignisse, die Abt Hermann Josef gefreut haben, waren die zeitliche Profess von Fr. Joachim im Kloster Roggenburg am Freitag, den 27. September, und die Diakonen-weihe von Fr. Lukas aus Roggenburg an seinem Namenstag, am 18. Oktober, die Weihbischof Dr. Johannes Kreidler aus Rottenburg/Stuttgart vorgenommen hat. Beide Mitbrüder sind damit einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer Berufung zum Priester- und Ordensleben gegangen. Wie in den vorigen Jahren war Abt Hermann Josef bei verschiedenen Anlässen als Prediger und Firmspender gefragt. So feierte er im Auftrag von Bischof Rudolf Firmungen in Plattling, Neusorg, Teublitz, Burglengenfeld, Großmehring, Vohenstrauß, Ebnath, Falkenfels und Schirmitz. Als Prediger war er am 13. Februar in Tirschenreuth zur Fatimafeier, am 28. Februar in der Stiftsbasilika Altötting im Rahmen einer Fastenpredigtreihe zum Jahr des Glaubens und hielt einen Einkehrtag des PWB im Haus Werdenfels am 21. März.

P. Petrus-Adrian lud ihn ein als Festprediger zum Übertragungsfest des Wiesheilandes am 4. und 5. Mai, und Pfarrer Josef Gomm, der Bruder von P. Konrad, zum Patrozinium seiner Pfarrei Durach am Pfngstmontg, den 20. Mai. Ein paar Wochen darauf hielt Abt Hermann Josef am 2. Juni in den Pfarreien Steingaden und Prem die Norbertuspredigt im Rahmen zweier festlicher Gottesdienste. Dekan Josef Ofenbeck aus Geiselhöring bat Abt Hermann Josef am 4. Juni einen Dekanatstag zu gestalten. Am 16. Juni hielt Abt Hermann Josef auf Einladung von Pfarrer Alexander Kohl die Festpredigt zum sogenannten Bennofest in Bodenmais. Besonders gefreut hat ihn der Abiturgottesdienst, den er am Freitag, den 28. Juni, mit den frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten in Waldram feiern konnte. Ein Absolvent, den er seit seiner seelsorglichen Tätigkeit in der Pfarrei Weißenhorn kennt, hat ihn mit seinem Kurs eingeladen. Er wird seiner priesterlichen Berufung weiter folgen und hat nun das Theologiestudium in Augsburg als Alumnus des Priesterseminars begonnen, was seinen ehemaligen Pfarrer sehr freut. Dass wieder junge Priester aus seiner eigenen Heimatpfarrei Lauingen erwachsen, freut ihn zudem. Der Neupriester Thomas Kleinle feierte am 14. Juli in Lauingen, im Kreis der Pfarrgemeinden, der Freunde und Familien, aber auch im Kreis der aus Lauingen stammenden Priester seine erste heilige Messe. Weiters erfolgten Festpredigten am 28. Juli beim Tag der Waldbesitzer in Straubing, am 15. August in Mantel beim Ablassfest, zum internationalen Treffen der Krippenfreunde und –vereine am 14. September in Roggenburg und zum Kreubergfest in Hallerndorf-Pautzfeld am 15. September. Den Abschluss bildeten in diesem Jahr die Exerzitienvorträge, die Abt Hermann Josef vom 14. bis 17. Oktober in Herzogenburg für die dortigen Chorherren und die Chorherren des Stiftes Vorau gehalten hat zum Thema: "Platz schaffen für den Herrn – Leben im Geist des Hl. Augustinus". Als Pfarradministrator von Windberg war von Abt Hermann Josef in diesem Jahr etwas Geduld gefordert, wenn es um die bevorstehende Renovierung der Klosterkirche geht. Zwar wurde die HU-Bau fertig gestellt, einige Zusagen von Zuschüssen von verschiedenen Stellen sind schon genehmigt, doch verzögert sich nun der Baubeginn, da die Finanzierung des staatlichen Kostenanteils noch einige Zeit dauert – bedingt durch andere anstehende Projekte. Seine Hoffnung besteht darin, dass sich im kommenden Jahr wenigstens Klarheit bezüglich eines möglichen Baubeginns ergibt. Interessant war ein Besuch der Pfarrgemeinde Windberg am Sonntag, den 10. März, in Breitenhausen mit Besichtigung des dortigen Hochaltares. Dieser Altar, der in der Marienkapelle im Friedhof in Windberg aufgestellt war, war in den 50er Jahren von Windberg nach Breitenhausen verkauft worden. Herr Karl Bauer hielt einen kleinen historischen Vortrag über die Geschichte der Kirche und vor allem des Altares samt der gotischen Marienfgur, die vermutlich den früheren Hochaltar der Windberger Kirche schmückte. Schön war für Abt Hermann Josef, dass er am 14. April die Erstkommunion von acht Kindern feiern konnte, nachdem er ja letztes Jahr durch seine Krankheit behindert war. Herausragend war in der Pfarrei Windberg das 140-jährige Bestehen der Feuerwehr Windberg, die am 26. Mai, mit Abt Hermann Josef einen festlichen Gottesdienst feierte, dem die Segnung eines weiteren Einsatzfahrzeugs folgte. Sein Dank gilt P. Jakob für alle Mithilfe und Mitsorge in der Pfarrseelsorge!

Neben der Tätigkeit als Pfarradministrator von Windberg war Abt Hermann Josef auch als Administrator von Speinshart gefordert, nachdem sein Mandat durch den Generalabt und das Defnitorium im vergangenen Jahr auf weitere sechs Jahre verlängert wurde. So fand zum ersten Mal in Speinshart ein Jahresempfang statt, in Anlehnung an das bäuerliche Arbeitsjahr allerngs erst am Sonntag, den 3. Februar, ein Tag nach Lichtmess. Nach dem Gottesdienst mit Abt Hermann Josef hielt Innenminister Joachim Hermann die Festrede. Am 14. Juni lud die Begegnungsstätte im Kloster Speinshart zur Klosternacht ein. Verschiedenste Angebote und Programmpunkte lockten zahlreiche Gäste in das barocke Klosterareal.

Neben der Eröffnung des Klostergasthofs in Speinshart war aber die feierliche Profess von Fr. Lukas am Samstag, den 23. November, der Höhepunkt des Jahres. Damit band er sich auf Lebenszeit an diese Gemeinschaft. Die Diakonenweihe ein paar Wochen darauf am 7. Dezember in Nabburg durch Bischof Rudolf Voderholzer war dann ein weiterer Schritt auf die Priesterweihe hin. Für die kleine Gemeinschaft in Speinshart ist das ein schönes Zeichen für die Zukunft. Zuvor war Bischof Voderholzer schon beim Rosenkranzfest in Speinshart am 6. Oktober gewesen, wo ihn Abt Hermann Josef als Administrator begrüßen konnte. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst am 2. Adventssonntag, der live aus der Klosterkirche Speinshart durch den BR übertragen wurde.

Die ehrenamtliche Tätigkeit von Abt Hermann Josef in der DOK war auch in diesem Jahr mit einigen Terminen angefüllt. Neben den üblichen Vorstandssitzungen, die meist in Bonn abgehalten wurden, fand am 15. April eine gemeinsame Koordinierungskonferenz von DBK und DOK statt, bei der in besonderer Weise die Situation der Ordensfrauen in Deutschland thematisiert wurden. Ein paar Tage darauf nahm Abt Hermann Josef bei der Sitzung der Unterkomission "Gestellungsgelder" in Frankfurt teil, bei der Empfehlungen für die Finanzkommission erarbeitet wurden zur Vergütung der Tätigkeit von Ordensleuten. Die alljährliche Mitgliederversammlung der DOK tagte vom 9. bis 12. Juni in Vallendar. Neben den Regularien samt der Nachwahl für die ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern stand das Grundsatzreferat von P. Dr. Ulrich Engel OP zum II. Vatikanischen Konzil auf der Tagesordnung. Unter dem Titel "Das II. Vatikanische Konzil – damals für heute" formulierte er verschiedene Thesen, die dann in Kleingruppen weiter vertieft wurden. Neu in den Vorstand gewählt wurden: Sr. Regina Pröls (Vierzehnheiligen) als stellvertretende Vorsitzende, Sr. Hildegard Schreier (München), Abtpräses Jeremias Schröder (St. Ottilien), P. Josef Grünner (München) als erweiterte Vorstände. Ebenso wurde Sr. Walburga Scheibel als Generalsekretärin für ein Jahr wieder gewählt. Hier gilt es nun eine(n) geeignete(n) Nachfolger(in) zu fnden. Zur Aufgabe eines Vorsitzender DOK gehören auch repräsentative Aufgaben. Heuer war Abt Hermann Josef als Gast vom Vorsitzenden des Katholischen Medienverbandes, Herrn Rolf Pitsch, auf die Frankfurter Buchmesse als Ehrengast eingeladen worden. Am Donnerstag, den 10. Oktober, konnte er sich von der Vielfalt der kirchlichen Verlage und der katholischen Verlagsarbeit ein Bild machen und mit einigen Vertretern der Branche ins Gespräch kommen.

Eine nicht ganz so zeitlich intensive ehrenamtliche Aufgabe ist die Tätigkeit als Prior der bayerischen Provinz des Ritterordens vom Heiligen Grab. An Investituren konnte Abt Hermann Josef in diesem Jahr zwar nicht teilnehmen, doch war ihm das Einkehrwochenende der bayerischen Provinz ein wichtiges Anliegen, das vom 15. bis 17. März in Niederalteich abgehalten wurde. Neben den Vorträgen von Prof. Dr. Peter Schallenberg durfte Abt Hermann Josef am Sonntag mit den anwesenden Teilnehmern die Konventmesse in der Klosterkirche in Niederalteich feiern. Ein anderer Höhepunkt des Jahres war der Provinztag am Samstag, den 16. November, in Nürnberg. Pfarrer Wissam Al-Massadeh, der katholische Pfarrer der Gemeinde St. Joseph in Ader (Jordanien), sprach zur derzeitigen Situation der syrischen Flüchtlinge in Ader. So bekamen die Teilnehmer einen persönlichen Eindruck aus allererster Hand. Den Abschluss des Tages bildete ein festliches Pontifkalamt mit Abt Hermann Josef in der Kirche Unsere Liebe Frau in Nürnberg. Dank der hervorragenden und guten Organisation und der Zusammenarbeit mit dem Präsidenten der bayerischen Provinz des Ritterordens, Herrn Folker Müller, sind auch diese Tage und Termine für ihn eine Bereicherung.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr kann Abt Hermann Josef dankbar auf das Erlebte schauen und auf die vielen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen!

P. Jakob

P. Jakob blickt mit Freude auf das erste Jahr im Geistlichen Zentrum zurück. Das neu gestaltete und erweiterte Programm fand und fndet viel Anklang. Die große Zahl an Besuchern im Laufe dieses Jahres empfndet er als ermutigend für das kommende Jahr. Das Geistliche Zentrum ist auf einem guten Weg und P. Jakob ist dankbar für alle, die sich mit ihren Ideen und ihrer Kreativität mit einbringen.

Das Geistliche Zentrum hat ihn in diesem ersten Jahr sehr auf Trab gehalten. Jeder Kurs will neu vorbereitet sein, keiner kann zweimal verwendet werden. Das heißt, immer wieder neu am Schreibtisch sitzen und Kurskonzepte entwickeln, Bücher lesen, sich informieren, niederschreiben und schließlich die Kurse halten. Dass sich immer wieder Interessierte für die Kurse fnden, freut und ermutigt ihn. Zu seinen Aufgaben innerhalb des Geistlichen Zentrums gehört auch die Begleitung von Menschen, die sich für einige Tage bei uns zurückziehen oder regelmäßig zum Gespräch kommen. Ganz deutlich kann er spüren, dass hier die "Nachfrage" steigt. Fest in sein Programm gehören auch Einkehrtage und Exerzitien, die ihn in diesem Jahr in Windberg selbst beschäftigten, aber auch nach Regensburg, Landshut und im November zum Regionaltag der Orden nach Mallersdorf führten. Mit "Exerzitien im Alltag" unterwegs war P. Jakob in diesem Jahr mit Studenten des Mentorats für Studierende im Lehramt Religion. Daraus entstand von seiten des Mentorats die Anfrage, ob er nicht als Spiritual für die Studierenden tätig werden wolle. Mit Zustimmung der Diözese ist er seit Oktober Spiritual im Mentorat und er freut sich über seine neue Aufgabe, die ihn einmal pro Woche nach Regensburg und in Kontakt mit den Studenten bringt.

In der Pfarrgemeinde Windberg ist P. Jakob nach wie vor als Aushilfspriester tätig. Mit den Ministranten verbrachte er eine wunderbare Woche in Garmisch und mit den großen Ministranten machte er für ein paar Tage Paris unsicher. Ansonsten ist er dabei, die Bedürfnisse der Pfarrei an die Anforderungen des Geistlichen Zentrums und der Klostergemeinschaft anzupassen. Und da kein Jahr wie das andere ist, sieht er dem kommenden mit Spannung und Freude entgegen.

P. Rainer

Das Jahr 2013 war für P. Rainer ein vergleichsweise ruhiges Jahr, es wurde hauptsächlich geprägt von den Bau- und Renovierungsarbeiten am Klostergebäude. Das Hauptereignis war sicherlich die feierliche Abschlussfeier der Klosterrenovierung am 7. September.

Durch Vermittlung von P. Rainer gelang in diesem Jahr der Ankauf von zwei Entwürfen des Münchner Malers Waldemar Kolmsperger für die Deckenfresken in der Klosterkirche Roggenburg durch den Landkreis Neu-Ulm aus Privatbesitz. Nach einer gründlichen Reinigung werden die Bilder seit September 2013 zusammen mit dem bereits früher erworbenen Entwurf des Hauptdeckenfreskos desselben Malers im Klostermuseum Roggenburg gezeigt.

Im Juni 2013 erschien endlich das schon seit dem 20jährigen Bestehen des Klostermuseums Roggenburg im Dezember 2011 geplante Museumsheft "Vita S. Norberti - Leben des hl. Norbert, des Gründers der Prämonstratenser". Das Heft zeigt den Grafkzyklus in 20 Kupferstichen der Gebrüder Klauber, Augsburg, aus 1779, mit Texten von P. Sebastian Sailer O.Praem. Die treffsichere Übersetzung der lateinischen Texte stammt von Prof. Ulrich Leinsle O.Praem. (Stift Schlägl, OÖ). Durch die Eröffnungsfeierlichkeiten des renovierten Klosters am 7. und 8. September trat das gemeinsame 50jährige Einkeidungsjubiläum von Generalabt Thomas Handgrätinger und Prior Rainer Rommens etwas in den Hintergrund. Ein gemeinsames Mittagessen der beiden Jubilare mit dem Konvent und einigen Gästen im Tafelzimmer des Klostergasthofes bildete dennoch einen festlichen Rahmen an diesem Gedenktag.

P. Wolfgang

Am 20. Januar starb sein Bruder Nico. Dank Prior Jakob konnte er am 2. Februar mit den Kindern des Verstorbenen die Eucharistie im Krematorium feiern und Abschied nehmen. Am gleichen Tag ging es wieder zurück nach Windberg.

Dank der Zeitschriften in der Klosterbibliothek und der Gemeindebibliothek wurde es ihm nie langweilig.

Im September gab es ein erfreuliches Ereignis: Die goldene Hochzeit seines jüngsten Bruders Leo. Die Fratres Philipp und Felix machten auf dem Weg nach Sayn einen Umweg nach Helmond. In der Woche darauf fuhr sein Neffe Freddie mit seiner Frau Anita für ein paar Tage nach Windberg in den Urlaub und brachten P. Wolfgang dabei wieder zurück. Gerne dankt er ihnen dafür.

P. Konrad

Wie im letzten Jahr haben die Pfarrgemeinden des nördlichen Pfarrverbandes auch für heuer wieder als Schwerpunktthema "Die Ökumene" gewählt; nachdem im letzten Jahr die Pfarrmitglieder zunächst zu einem ökumenischen Gottesdienst in Pfaffenhofen eingeladen waren, gab es im November einen Filmabend zu Martin Luther. Damit sich die Geschwisterkirchen besser kennen lernen können, haben im Februar die Pfarrgemeinderäte zu einem Podiumsgespräch eingeladen, bei dem sich kompetente Christen der evangelischen wie auch der katholischen Kirchen den Fragen zur Ökumene stellten. Im Juli feierte P. Konrad dann mit dem evangelischen Pfarrer aus Weißenhorn, Pfarrer Andreas Erstling, einen ökumenischen Gottesdienst, den der Gospelchor der evangelischen Gemeinde mitgestaltete.

Im April erklärte P. Konrad den Kindern des nördlichen Pfarrverbandes die Kirche in Oberreichenbach, wo sie einiges über das Leben des hl. Johannes des Täufers erfuhren, während sie bei der Kirchenführung im Mai in der Andreas-Kirche in Biberberg vor allem die Orgel kennen lernen durften.
P. Konrad entwickelt sich immer mehr zum Fremdenführer in seiner Heimat. So durfte er heuer schon wieder eine Gruppe durch Kempten führen; diesmal war es der Obst- und Gartenbauverein aus Weißenhorn, denen er seine Heimatstadt zeigen durfte.
Am 14. Juli gestaltete P. Konrad zusammen mit dem Liturgiekreis und den Pfarrgemeinderäten aus dem nördlichen Pfarrverband eine Familienwanderung von Wallenhausen durch das Appengehäule nach Biberachzell. Dabei haben sich wieder sehr viele Familien gemeinsam auf den Weg gemacht, um die Geschichte vom Frederick für ihr Leben fruchtbar zu machen. Den Abschluss bildete dann wieder ein Grillfest im Pfarrgarten Biberachzell.

Vom 1. bis 4. August fand wieder ein Zeltlager für alle Ministrantinnen und Ministranten des nördlichen Pfarrverbandes (51 Personen) auf dem Freizeitgelände des Kinderheimes in Gundelfngen statt; als Gruppenleiter(innen) nahmen neben P. Konrad auch Karin Bertele, Patrick Haas, Monika Merkle, Alexander und Jutta Pelz, Stefan Roth und Marion Stipar daran teil und sorgten sowohl für ein gutes Essen als auch für ein sehr schönes und abwechslungsreiches Programm. Leider gab es diesmal Probleme mit den Nachbarn, da der nächtliche Überfall inmitten des Wohngebietes nicht ganz ohne Lärm von statten ging und so manche Anwohner aus den Betten holte.
Somit war P. Konrad nicht ganz unglücklich, dass er schon in der Nacht vor dem Zusammenpacken und Aufbrechen aus dem Zeltlager heimfahren musste, da er am 4. August dann in Wallenhausen einen Gottesdienst zum 25-jährigen Jubiläum der Dorfgemeinschaft Wallenhausen feiern durfte.

Am Sonntag, 6. Oktober (passend zum Erntedankfest) feierte P. Konrad zusammen mit einigen seiner Mitbrüdern mit seinen Pfarrgemeinden Biberachzell und Oberreichenbach einen Dankgottesdienst, da es am 1. Oktober 25 Jahre waren, dass er seinen Dienst als Pfarrseelsorger in den beiden Gemeinden angetreten hat. Die Pfarrgemeinde überraschte ihn dabei mit einer musikalischen Gestaltung dieses Gottesdienstes, die ganz seinen Vorlieben entsprach. Nach dem Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zu einem Stehempfang in das Schützenheim Biberachzell ein, wo dem Jubilar Dankesworte und Segenswünsche überbracht wurden. Auch die Ministranten warteten mit einem selbst gedichteten Lied auf und als Geschenk wurde dem Jubilar u.a. ein Gutschein für eine Autowäsche von Seiten der Ministrantengruppe übergeben.
Am Mittwoch danach war P. Konrad in den Kindergarten Biberachzell eingeladen, wo ihm die Kinder zu seinem Dienstjubiläum einen schönen Vormittag bescherten. Frau Wieländer und Frau Harder hatten mit den Kindern eine festliche Tafel mit wohlschmeckenden, selbst gebackenen Speisen hergerichtet, so dass sich der Jubilar richtig wohl fühlen konnte und auch viele Fragen der Kinder beantworten durfte.

P. Anselm

"Tempora mutantur et mutamur in illis", zu deutsch: »Die Zeiten ändern sich und wir uns in ihnen.« Und ein zweiter Satz kommt P. Anselm in den Sinn: "Zwei Dinge können wir nicht ändern: Das Wetter und die Tatsache, dass wir älter werden"! Da tut eine gewisse Kontinuität und Vertrautheit mit den ihm anvertrauten Aufgabenbereichen bezüglich Pfarrvikarsdienst in Neukirchen und St. Englmar, Krankenbesuchsdienst in der Klinik Bogen und Succentordienst im Kloster gut. In der Seelsorge in den Pfarreien sagt er besonders seinem "Chef" Pfarradministrator P. Simeon wie auch dem Ruhestandsgeistlichen in St. Englmar P. Behrla ein herzliches "Vergelt`s Gott" für das gute Miteinander! Letzteres gilt auch für die Tatsache, dass er sich in beiden Pfarreien recht wohl und angenommen fühlt. Gute Kontakte hält er nebenbei noch zur früheren Pfarrei Perasdorf, und in Neukirchen ist er mittlerweile auch Mitglied im Kirchenchor. Sowohl im dienstlichen wie auch im außerdienstlichen Bereich liegen ihm die Pfege menschlicher Kontakte und Freundschaften sehr am Herzen.

P. Anselms "Liebe" zur Eisenbahn ist allseits bekannt und damit auch seine Verbundenheit zu den Eisenbahnern. Zu vielen Menschen Dieser "Zunft" pfegt er gute Kontakte und Freundschaften. Als Priester sorgt er z. B. dafür, dass in Straubing im Stellwerk ein Kreuz hängt, der Dreikönigssegen überall auf dem Bahnhof zu sehen ist oder auf dem Führerstand so mancher Dampfok eine von ihm gesegnete Christopherusmedaille zu fnden ist. "Nebenbei" kommt es dann auch zu so manchem guten Gespräch. Mit der Bahn fuhr er traditionell natürlich auch in den Urlaub, der heuer u. a. zu den Zisterziensern in Langwaden, den Augustiner-Chorherren in Reichersberg sowie nach Dresden und Wien führte. An allen Orten fühlte er sich sehr wohl und dankt für die wohltuende Gastfreundschaft!

Nun wäre der Bericht über das Jahr 2013 eigentlich zu Ende, wenn es da nicht in diesem Jahr ein wichtiges Datum gegeben hätte: Der 4. Juni 2013! An diesem Tag vor 25 Jahren wurde P. Anselm zusammen mit P. Stefan in Windberg von Weihbischof Guggenberger zum Priester geweiht. Dieses Jubiläum wurde durch drei festliche Gottesdienste in Windberg, Neukirchen und St. Englmar sowie durch ein "silbernes Weihekurstreffen" in Scheuer bei Regensburg gebührend gefeiert. Ein ganz herzliches Vergelt`s Gott allen, die zu diesen wunderbar gestalteten festlichen und beeindruckenden Gottesdiensten beigetragen haben, sei es z. B. durch die schöne Kirchenmusik, wirklich tiefgehende Predigten oder "nur" durch kurze Grußadressen. Erst recht freute sich P. Anselm über die vielen Glückwünsche und Geschenke, z. B. über eine Kutschenfahrt durch St. Englmar oder einem Standkonzert der Festspielblaskapelle Neukirchen, denn es hat sich ja mittlerweile herumgesprochen, dass P. Anselm ein Freund der Blasmusik und der Stubnmusi bzw. echter Volksmusik ist.

P. Michael

Auch in diesem Jahr waren seine Arbeitsschwerpunkte wieder verteilt in Windberg und in Straubing. Bereits im siebten Jahr ist er nun an der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Straubing als Seelsorger tätig. In dieser Funktion gab es auch in diesem Jahr wieder viele Einzelgespräche. So hat er immer ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen der Gefangenen aber auch für den einen oder anderen Bediensteten. Gottesdienste an einem normalen Sonntag gehören zum Seelsorgealltag, sind aber für die Inhaftierten ein wichtiger Wochenhöhepunkt zum Innehalten und auch um etwas Abwechslung in den üblichen Wochenablauf zu bringen. Die liturgischen Höhepunkte wie Ostern, Pfngsten, Weihnachten werden auch in der JVA im Rahmen der Möglichkeiten feierlich gestaltet, um die Besonderheit dieser Tage herauszuheben. Auch wurden wieder "kleine Geschenke" zu den unterschiedlichsten Anlässen an die Gefangenen verteilt: Tabak, Kaffee, Kerzen, Kalender, Briefmarken, Schokolade … Ebenso organisierte er wieder Seminare für (Ehe)Partner von Gefangenen, plante Besuche mit Angehörigen, vermittelte Telefonate von Europa bis Afrika und besuchte den einen oder anderen Gefangenen zu seinem runden Geburtstag – 50, 60, 70 Jahre. Eine gute Gelegenheit für lockere Gespräche mit Gefangenen ergaben sich bei ganztägigen Gruppenausführungen im Umkreis von ca. 80 km.

So war die Zeit mit seiner "halben Stelle" in Straubing auch in diesem Jahr wieder gut gefüllt. In seiner weiteren Tätigkeit war er im Haus wiederum als Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte und als Provisor des Klosters tätig. In manchen Sitzungen ging es um Personalfragen und Klärungen und Lösungen, um Neuanstellungen und Veränderungen im Personalbereich. Seine Fähigkeit in technischen Fragen war in diesem Jahr besonders gefragt. So wurde ein neuer zentraler Datenrechner mit einem neuen Betriebssystem eingerichtet; wobei hier die sog. "Virtualisierung" eine große Rolle spielte. Hier werden mehrere Rechner auf eine "Maschine" installiert; somit spart man sich einiges an Hardware. In diesem Bereich stehen auch für die Zukunft noch einige Arbeiten an, da der Support für das in die Jahre gekommene Betriebssystem "Windows XP" im April eingestellt wird. So müssen einige Computer erneuert und Betriebssysteme und Programme neu installiert werden. Da in einem Betrieb wie dem Kloster und der Jugendbildungsstätte auch vieles von einem funktionierenden Computernetzwerk abhängig ist, ist es hier besonders wichtig alles am Laufen zu halten – auch wenn es nicht immer einfach ist und er sich in diesem Jahr schon des Öfteren die Nächte um die Ohren geschlagen hat.

P. Dominik

Kurz vor dem Jahreswechsel konnte P. Dominik seinen 50. Geburtstag feiern. Nach einem kleinen Empfang und einem festlichen Mittagessen im Kloster im Kreise der Mitbrüder und seiner Familie haben ihm seine Pfarrangehörigen bei der Vorabendmesse, zu der auch einige Mitbrüder nach Mitterfels kamen und bei der Abt Hermann Josef die Predigt hielt, und dem anschließenden Stehempfang mit vielen Glückwünschen, guten Worten, Geschenken und gelungenen Überraschungen eine unvergesslich schöne Feier bereitet, wofür an dieser Stelle allen noch einmal herzlich gedankt sei. Das Arbeitsjahr 2013 in der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach war für P. Dominik vor allem geprägt durch den Kindergarten-Neubau in Mitterfels. Nach vielen Planungssitzungen mit Architekten, Bischöficher Finanzkammer, Caritasverband, Landratsamt, Marktgemeinde, Kirchenverwaltung und Förderverein sowie zahlreichen Baustellenterminen konnte dieses Großprojekt Ende Oktober mit dem Einzug in das neue Gebäude sowie der offziellen Einweihung bei einem Tag der Offenen Tür am 24. November zu einem glücklichen und gelungenen Abschluss gebracht werden. Für unseren Mitbruder und alle Beteiligten ist das ein Anlass zu großer Freude und der Erleichterung, dass dieser dringend benötigte Neubau nach mehr als zehnjährigem, zähem Bemühen darum nunmehr realisiert werden konnte. Aus den regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten in der Pfarrseelsorge ragten 2013 mehrere Jubiläen heraus. So konnte Ende April die Pfarrei Haselbach die 300. Wiederkehr der Grundsteinlegung ihrer jetzigen Pfarrkirche begehen, was mit einer festlichen Abendmesse gefeiert wurde. Der Kinder- und Jugendchor der Pfarrei, die St. Jakobs-Chormäuse und –Chorjugend, begingen ihr 5-jähriges Bestehen mit einem sehr schönen und äußerst gut besuchten Konzert. In der Pfarrei Mitterfels konnte der Kath. Frauenbund sein 30. Gründungsjubiläum mit einem Festgottesdienst und anschließendem Festakt feiern. Ein herausragendes Ereignis war auch die große Wallfahrt aller bayerischen Bistümer am 1. Mai auf den Bogenberg, wofür P. Dominik die gemeinsame Fußwallfahrt unserer Klosterpfarreien als Pilgerführer inhaltlich gestaltet hat. Die inzwischen schon traditionelle Ministrantenfahrt am Ende der Großen Ferien führte dieses Jahr ins Mühlviertel, wo die 40-köpfigeMinistrantengruppe bei einem Tagesausfug ins Stift Schlägl von den dortigen Mitbrüdern bei einer Führung durch Kirche, Kloster und Brauerei und der Teilnahme am mittäglichen Chorgebet sehr gastfreundlich aufgenommen wurde. Unter die freudigen Anlässe im Pfarrleben mischt sich auch Trauer. Zu den äußerst vielen Verstorbenen, die P. Dominik in diesem Jahr zu beerdigen hatte, gesellt sich auch – noch Ende des letzten Jahres – Pfr. i.R. BGR Josef Groß, der seinen Ruhestand in der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach verbracht und in diesen gut zehn Jahren dort nach Kräften seelsorglich ausgeholfen hatte.

In seiner Freizeit ist P. Dominik auch in diesem Jahr viel und gern auf sein Rennrad gestiegen. Wetterbedingt sind es diesmal jedoch nicht so viele Tausend Kilometer geworden wie sonst. Allerdings hat er heuer dabei eine neue Höchstgeschwindigkeit erreicht: Mit 84,1 km/h ging es die Straße von St. Englmar nach Viechtach hinunter. Glücklicherweise konnte sein Schutzengel genauso schnell fiegen, so dass er diese rasante Fahrt wie auch die ganze Saison unfallfrei überstanden hat.

P. Roman

Für P. Roman war 2013 ein Jahr voller Freude und Dankbarkeit: Auszeichnungen wie der Tourismuspreis 2013 für die Lauschtour und die Bayerische Umweltmedaille im Frühjahr; der 50. Geburtstag im Kreis der Mitbrüder, Familie, von Freunden und Mitarbeitern; der Umzug in sein altes, neues Zimmer im Kloster nach langen Jahren im Ausweichquartier; die Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schoß Bellevue. Dies freut das Herz und macht 2013 zu einem außergewöhnlichen Jahr! Im Herbst schloss sich ein Bogen langjährigen Engagements in der kirchlichen Jugendarbeit: nach fast 20 Jahren beendete er seine Tätigkeit als KLJB-Kreisseelsorger und gab seine Tätigkeiten beim BDKJ und Kreisjugendring auf. Mit der großen bundesweiten 72-Stunden-Aktion des BDKJ schloss sich auch hier ein Kreis, denn 1997 wurde sie für Süddeutschland im Landkreis Neu-Ulm begründet und bereits vier Mal erfolgreich durchgeführt. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Klosterkirche und einer Feier im Bildungszentrum bedankten sich KLJB und die Jugendverbände des BDKJ für diese lange Weggemeinschaft.

Fr. Raphael

Dieses Jahr hat für Fr. Raphael viel Unterschiedliches mitgebracht. Ende Februar konnte er zusammen mit seinen Brüdern und deren Familien, mit Verwandten und lieben Freunden seinen 50. Geburtstag feiern. Es war eine gute Gelegenheit mal wieder in froher Runde zusammen zu kommen. Doch leider war es auch für seinen ältesten Bruder der letzte Besuch in Windberg. Kaum vier Wochen später, musste seine Schwägerin und er am Sterbebett in der Palliativstation Neustadt schmerzvollen Abschied nehmen. Ein Tumor brachte sehr schnellen körperlichen Verfall mit sich. So waren die Kartage zusätzlich von Tod und Trauer überschattet. An Gründonnerstag war dann die Beisetzung und am Osterdienstag konnten alle einen sehr österlich geprägten Auferstehungsgottesdienst feiern. An diesen Tagen war dann auch der Abt, Mitbrüder und verschiedene Freunde aus Windberg mit dabei.

Die Vorbereitungen für das Windberger Brunnenfest ging nun auch langsam in die letzte Runde. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr musste ja noch vieles abgesprochen und geplant werden. So wurde zum Beispiel der Brunnenschacht ausgepumpt und gereinigt. Ende Juni wurde dann durch die Firma Poiger eine Glasplatte als neue Abdeckung für den Brunnen geliefert, doch weitere Renovierungen am Stein und den Plastiken stehen noch aus. Zusammen mit vielen Gästen und den hiesigen Vereinen feierte man am 5. Juli den 500. Geburtstag vom Samariterbrunnen im prächtigen Rahmen. Mit einem Festakt wurde die Feier begonnen. Abt Hermann Josef begrüßte alle Gäste zu diesem Abend. Fr. Raphael gab einen Überblick zur Geschichte und zum Bau des 500 Jahre alten Brunnen. Herr Wolfgang Folger aus Schwarzach schrieb extra ein Stück, Michaela Hafner verkörperte darin die Samariterin, die aus ihrer Sicht die letzten Jahrhunderte erzählte und lebendig werden lies. Herr Konrad Karl war bei diesen Szenen der dritte im Bunde. Sogar drei Musikgruppen spielten über den ganzen Abend bis in die laue Nacht auf. Der Archivar zeigte begleitend in einer kleinen Ausstellung alte Fotografen und Darstellungen über den Klosterbrunnen im Garten. Ein ganz großer Dank gilt noch der Vorstandschaft der Feuerwehr Windberg und der vielen aktiven Mitgliedern, ohne ihren Einsatz hätte dieses Fest sicher nicht stattfnden können! Da zeigten sich die Vereine und die Gemeinschaft vom Klosterdorf von ihrer besten Seite.

Am 14. Juli traf sich die Vorstandschaft der Heribert Losert Akademie auf dem Friedhof in Wörth/Donau zu einer Gedenkfeier. Prof. Losert hätte dieses Jahr seinen 100. Geburtstag feiern können. Fr. Raphael bereitete dafür Texte und Psalmgebete vor. Durch die freundschaftliche Verbundenheit zum Künstler Vladi Komirenko konnte Raphael eine Ausstellung in der orthopädischen Fachklinik Schwarzach vermitteln, die am 26. Juli dort in der Eingangshalle eröffnet wurde. Der Verein Kunst in Schwarzach, stellt jedes Jahr in den Sommermonaten Künstler und ihre Werke aus.
Auf die Einladung von Fr. Raphael gab die Vocalgruppe Vorlaut am 5. August im großen Saal der Jugendbildungsstätte ein Konzert. Die A-capella Gruppe kommt schon viele Jahre nach Windberg um hier neue Lieder und Texte zu schreiben. Ein voll besetzter Saal kam so in den Genuss von einem Live Auftritt der fünf Jungs aus dem Raum Stuttgart.
Mitte August besuchte Herr Karl-Wilhelm Timm aus Hamburg unser Kloster. Vor 70 Jahren kam er als Elfjähriger mit seinem Lehrer und den Klassenkameraden zur Kinderlandverschickung. Hier verbrachten die Jungs zwei Jahre bis zum Kriegsende. Herr Timm und eine Reihe anderer halten mit Fr. Raphael immer noch Kontakt. So konnten viele interessante Informationen und Bilder aus der Zeit der KLV im Windberger Archiv gesammelt werden.
Anfang Oktober starb Frau Elisabeth Aumer aus Mitterfels, sie war eine langjährige Freundin und Wohltäterin für das Kloster Windberg. Sie nahm immer regen Anteil an den Entwicklungen der Klostergemeinschaft. Als Vertreter für das Kloster und als persönlicher Freund nahm Frater Raphael beim Requiem am 7. Oktober im Mitterfels Abschied.
Für das kommende Jahr gibt es schon einen Hinweis. Am 14. September wird im Windberger Amtshaus eine Ausstellung gezeigt: "Ohne Fleiß kein Preis". Fleiß und Hauchbilder stehen dabei im Mittelpunkt. Zusammen mit Prof. Hans Gärtner aus Polling gestaltet und plant Fr. Raphael diese Schau.

P. Adrian

Seine Hauptaufgabe ist nach wie vor die Leitung der Pfarreiengemeinschaft Speinshart, Schlammersdorf, Oberbibrach, Tremmersdorf und Vorbach. Eine Pfarreiengemeinschaft "per Knopfdruck" gibt es nicht. Es ist ein langer Prozess, bis die einzelnen Gemeinden lernen, aufeinander zuzugehen, das Gottesdienstangebot auch in der Nachbargemeinde anzunehmen, zu kooperieren lernen und die Vorteile darin zu entdecken. Diese Entwicklung braucht seine Zeit.
Nicht einfacher wurde die Situation vor Ort, da die Planstelle "Kaplan" nach 5 Jahren von der Diözese beendet wurde. Viel Unterstützung erfährt P. Adrian durch P. Andreas und Prior P. Benedikt, die werktags und am Sonntag Gottesdienste übernehmen. Im vergangenen Jahr begleitete er Fr. Korbinian König in seinem ersten Noviziatsjahr. Am 23. November legte Fr. Lukas Prosch seine Profess auf Lebenszeit in Speinshart ab und wurde zwei Wochen später, am 7. Dezember, von Bischof Rudolf in Nabburg zum Diakon geweiht. Zusammen mit Fr. Johannes Bosco Ernstberger bilden sie das Juniorat in Speinshart. P. Adrian begleitet sie in der Zeit ihrer Ausbildung.

P. Simeon

Sehr froh und dankbar ist P. Simeon, dass er nach wie vor in Neukirchen und St. Englmar als Seelsorger tätig sein darf. Er kann sich keine schönere Aufgabe vorstellen. Dankbar ist er allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, ohne die vieles nicht möglich wäre.
Am Pfngstmontag besuchte Bischof Rudolf die Pfarrei St. Englmar und zelebrierte den Gottesdienst zum Engelmarisuchen. Für das ganze Dorf und für alle Wallfahrer war dies ein besonderes und beeindruckendes Ereignis. Dass er sich einmal musikalisch betätigt, hätte man nie geglaubt. Aber die dritte Posaune in der Festspielblaskapelle zu spielen, macht ihm riesigen Spaß.
Im Herbst war er kurz im Krankenhaus, damit sein Leistenbruch wieder repariert werden konnte. Soll noch einmal wer sagen, dass die Pfarrerarbeit nicht schwer ist ...

P. Gabriel

Das Jahrhunderthochwasser in Deggendorf Anfang Juni bedeutete für P. Gabriel zwei Wochen intensiver Beanspruchung als Seelsorger der Bundespolizei: Bis zu 18 Stunden täglich begleitete er die Einsatzkräfte vor Ort und im Standort, oft führte er bis Mitternacht Gespräche mit Kollegen aus verschiedenen Einheiten Deutschlands. Für betroffene Polizisten aus Deggendorf und Rosenheim, besonders zwei junge Familien, koordinierte er spontane Finanzhilfen und beriet die Bundespolizei-Stiftung bei der Verteilung der eingegangenen Gelder. Dankbar war er auch über Spenden von Mitbrüdern und Angestellten der Jugendbildungsstätte Windberg. Entschädigt wurde er an seinem 43. Geburtstag durch die Einladung zu einem Überwachungsfug des Katastrophengebietes mit einem Hubschrauber der Bundespolizei, der "zufällig" auch über Windberg kreiste. Bei einem Abschlusstreffen mit den Einsatzkräften dankte er allen mit Hilfe eines gemalten Bildes seines fünfjährigen Neffen Paul "Onkel Markus besucht seine Polizisten", auf dem alle Helfer übergroße Hände haben und strahlen…
Nicht nur im Juni prägte der Regen das Jahr von P. Gabriel: So begleitete langanhaltender Niesel seine viertägige Altöttingwallfahrt, bei der er – wie in den letzten Jahren – die gut 100 km von Windberg aus allein unterwegs war. Witterungsbedingt mussten die Maiandacht der BGS-Kameradschaft sowie der traditionelle "Marterl-Gottesdienst" im Deggendorfer Übungsgelände "Himmelreich" abgesagt werden. Auch wenn es an zehn von 14 Tagen Bergurlaub im Herbst schüttete, ließ sich P. Gabriel die Stimmung nicht vermiesen: Nun kennt er fast alle Museen rund um den Walchensee.
Sonnigere Stunden waren für ihn in diesem Jahr – neben dem 40. Geburtstag seines Bruders Heiko – der Druck des zweiten Cartoonheftes "Neue 10x10 Gebote für die Bundespolizei" mit einer Aufage von 4.000 Stück, vier gut besuchte Einkehrtage P. Gabriel bei seiner Fußwallfahrt nach Altötting bei Regen in der Fastenzeit mit knapp 200 Teilnehmern, die Gründung eines "Notfall- und Beratungsnetzwerkes" für die Bundespolizei in Südbayern mit 13 Infoveranstaltungen sowie erneut zahlreiche Einzelbegleitungen, Taufen und Hochzeiten von Kollegen.

Als Postulator des Prämonstratenser-Ordens freute sich P. Gabriel über das "Breve Apostolicum" (neunseitiges Pergament) von Papst Benedikt XVI. über die Seligsprechung von Petrus-Adrian Toulorge, die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses von Abt Paulus Soucek und Gefährten aus Neureisch (CZ) am 29. Mai, die 1942 in Auschwitz ihr Leben hingaben, die Übertragung von Reliquien des sel. Hugo von Frigolet (Provence) nach Rom sowie den Druck der erweiterten Neuaufage des Hagiologion mit 500 Viten von Prämonstratensern im Herbst. Mögen die Seligen und Heiligen – besonders unser erster Generalabt Hugo, dessen 850. Todestag wir 2014 begehen – auch weiterhin unser Leben fürbittend begleiten.

P. Ulrich

"Das geht ja schon gut los!" – die erste Woche des neuen Jahres verbrachte P. Ulrich im Krankenhaus. Er wurde dort hervorragend versorgt und konnte diese Tage als kleine Auszeit geradezu genießen. Sein Dank gilt allen, die sich um seine Gesundheit gesorgt haben! Seine Aufgaben in der Pfarreiengemeinschaft Elchingen machen P. Ulrich immer noch große Freude. Dabei schätzt er besonders die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten.
Das Team der ökumenischen Notfallseelsorge im Landkreis Neu-Ulm hat sich etwas vergrößert, so dass sich die monatlichen Bereitschaftszeiten auf ein praktikables Maß verringert haben. Weiterhin ist die Zusammenarbeit mit dem Kriseninterventionsdienst des BRK durch und durch herzlich und kooperativ.
P. Ulrich bemüht sich immer noch, die Deutsche Gebärdensprache (DGS) zu erlernen. Dabei geht es ihm wie manchen Urlaubern, die im Unterricht mühsam eine Fremdsprache erlernen, um dann bei der ersten Begegnung mit Muttersprachlern feststellen zu müssen, wie rudimentär die erworbenen Kenntnisse sind. Aber er bleibt dran – es macht ihm einfach viel zu viel Spaß…

Glücklich und dankbar ist P. Ulrich für die stabile Gesundheit seiner Angehörigen. Im Juni konnte er beim gemeinsam gefeierten Geburtstag seiner Eltern dabei sein. Es war ein großartiger Tag, an dem sogar das sonst so schlechte Wetter eine Sonnenpause eingelegt hatte. Das Jahr 2013 ging gut los – P. Ulrich freut sich auf das, was 2014 an Überraschungen und Alltag für ihn bereithält.

P. Martin

Das Thema Trauer hat von verschiedenen Seiten her P. Martin in diesem Jahr beschäftigt und geprägt: Einige Zeit durfte er seinem Freund und Weggefährten Alois Laubmeier aus Cham in seiner schweren Erkrankung nahe sein und ihn begleiten. Seine Kräfte gingen jedoch am 10. April zu Ende. Dieser Abschied macht P. Martin sehr traurig. Es war für ihn aber sehr wertvoll zu erfahren, wie Freunde zur Seite standen, die in so sensiblen Zeiten stützen. Mit seinen Freunden in Cham erlebte er eine gute Weggemeinschaft in dieser schweren Zeit. Aber auch den Glauben an unseren Gott, der uns die Perspektive einer neuen Hoffnung erahnen und erleben lässt, hat P. Martin nochmals ganz neu und kraftvoll erleben dürfen.

Neben diesem persönlichen Weg der Trauer nahmen in seiner Pfarrgemeinde Hunderdorf die Planungen des letzten Jahres konkrete Formen an, so dass im April das bisherige Leichenhaus abgerissen werden konnte und am 4. August in feierlicher Weise eine neue Trauerhalle gesegnet werden konnte. In hervorragender Zusammenarbeit mit politischer Gemeinde, Architekt, Bestattungsfrau und Glaskünstler Willi Poiger konnte das neue Gebäude errichtet werden, das P. Martin sehr freut und das er als wahren Glanzpunkt für Hunderdorf sieht. Ein schönes Haus, mit einem großen Verabschiedungsraum, mit vielen großen Fenstern in verschiedenen lebendigen Farbschattierungen bietet einen würdevollen Ort des Abschieds. Die Trauernden sollen hier spüren dürfen, wie sie gehalten sind von einer Kraft, die das Leid der Welt übersteigt und die als hoffnungsvolles Licht in wärmenden und liebenden "Farben" in den dunklen Schmerz des Abschieds herein leuchtet.

Auch als Dekan machte er die Erfahrung des Abschieds: Im Juni verstarb plötzlich Pfarrer Heinrich Sußbauer aus der Pfarreiengemeinschaft Kirchroth-Münster-Kößnach, der hier auch beerdigt werden wollte. So war es die Aufgabe von P. Martin, zusammen mit den Gremien der Pfarrgemeinden, die Beerdigung und alles kirchlich und "weltlich" Dazugehörende zu planen, zu gestalten und abzuwickeln. Auch hier erlebte er eine gute Gemeinschaft und Zusammenhalt unter den Leuten, die ihren Pfarrer sehr schätzten. Im Herbst durfte er den neuen Pfarrer Berthold Helgert feierlich in sein Amt einführen.

In Vorbereitung auf das 100jährige Jubiläum des Festes "Patrona Bavariae" fand am 1. Mai dieses Jahres die Wallfahrt der Bayerischen Bistümer ins Bistum Regensburg statt, das den Wallfahrtsort Bogenberg im Dekanat Bogenberg-Pondorf dafür auserwählt hatte. Als Dekan gehörte P. Martin der großen Vorbereitungsgruppe an, die weit über ein Jahr im voraus begann, diese große Wallfahrt zu gestalten. Viele tausend Pilger, hunderte Ministranten und Chorsänger unter weiß-blauem Himmel erlebten einen wunderschönen Wallfahrtstag mit den bayerischen Bischöfen. Es war eineschöne Zusammenarbeit zwischen allen Verantwortlichen des Bistums, der Ortspfarreien, des Dekanates, der Stadt Bogen und allen Hilfsdiensten. Im Oktober unternahm der im Januar neu ins Amt eingeführte Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer seinen Regionalbesuch in die Region Straubing-Deggendorf mit seinen fünf Dekanaten. Dabei fand die Jugendveranstaltung mit Taizé-Gebet und Begegnung in Windberg statt, die P. Martin in guter Weise mit Fr. Philipp, Fr. Felix und Abt Hermann-Josef, den Mitarbeitenden der Jugendbildungsstätte, sowie den Verantwortlichen der Region koordinieren durfte. Auch die weiteren Tage war P. Martin aktiv mit im Regionalbesuch integriert und konnte schöne Begegnungen erleben, wenn "Kirche vor Ort" ist.
Eine schöne Aufgabe als Dekan war es für P. Martin, als er im Juni das neue Pfarrheim auf dem Bogenberg einweihen durfte. Im Mai wurde er dort bei der Fatimafeier wieder als Prediger eingeladen, was ihn sehr gefreut hat. Im September hat es ihn sehr geehrt, dass er bei der Feier der Aufnahme ins Noviziat von Sr. Edit im Ursulinenkloster Straubing die Festpredigt halten durfte. Als größeres Projekt in der Pfarrgemeinde Hunderdorf/St. Nikolaus wirft die Renovierung der Pfarrkirche im kommenden Jahr ihre Schatten längst voraus und lässt die Kirchenverwaltung mit P. Martin kräftig planen und überlegen.

Alles in allem war es für P. Martin ein tiefgehendes Jahr, in dem er spüren durfte, wie wertvoll es ist, Hoffnung im Glauben zu fnden und getragen zu sein von wertvollen Menschen. Allen Wegbegleitern sagt er Vergelt's Gott und wünscht einen hoffnungsvollen Weg ins Neue Jahr.

P. Petrus-Adrian

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Über ein Jahr ist P. Petrus-Adrian nun Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Steingaden/Prem. Das vergangene Jahr war für ihn geprägt vom Kennen- lernen seiner Pfarreiengemeinschaft, daneben galt es noch die letzten Prüfungen der zweiten Dienstprüfung hinter sich zu bringen. Besonders die Ausbildung am Religionspädagogischen Seminar der Diözese Augsburg kostete Kraft.

Zum 1. September verließ seine Gemeindereferentin Sylvia Hindelang nunendgültig die Pfarreiengemeinschaft. Ihr ist er sehr dankbar für das große Engagement und alle Bemühungen im vergangenen Jahr. Seit 1. September freut sich P. Petrus-Adrian über die sehr gute Zusammenarbeit mit dem neuen Gemeindereferenten Karl Müller-Hindelang, der die Pfarreiengemeinschaft schon sehr lange und gut kennt, da er ja mit seiner Frau Sylvia hier schon über zwanzig Jahre lebt. Seit November versuchen die drei das Gebet der Laudes (Morgengebet) in Steingaden zu etablieren. P. Petrus-Adrian ist das gemeinsam gebetete Stundengebet ein wichtiges Anliegen. So freut er sich am gemeinsamen Laudesgebet und an den Vespern (Abendgebet) des Advent und der Fastenzeit.
Eine große Bereicherung für die Liturgien sind die fast 80 Ministranten der Pfarreiengemeinschaft. Dem Einsatz der Gruppenleiterrunde ist es zu verdanken, dass es ein buntes Jahresprogramm für die Ministranten gibt.
P. Petrus-Adrian ist ein großer Freund der Kirchenmusik und so ist er sehr dankbar für das Engagement vieler Steingadener und Premer in den Chören der Pfarreiengemeinschaft. Ein besonderer Dank gilt den Organisten und Chorleitern Caspar Berlinger, Eduard Heißerer, Margit Riesemann-Lang, Mirjam Lieb und Danila Alvisini, die sich mit viel Einsatz für eine würdevolle Gestaltung der Gottesdienste einsetzten und immer eine offenes Ohr für die Wünsche des Pfarrers haben. Neben dem ganz "normalen" Kirchenjahr, waren die Feier des Norbertusfestes und das 80jährige Jubiläum des Frauenbundes Steingaden, deren geistlicher Beirat er ist, ganz besondere Glanzpunkte.
Die Kirchenverwaltungen und die Pfarrgemeinderäte der beiden Pfarreien unterstützen ihren neuen Pfarrer so gut sie können und stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite. P. Petrus-Adrian ist sehr dankbar für alles Wohlwollen, für viele schöne Begegnungen und bereichernde Gespräche.

P. Christian

Neben dem regulären Religionsunterricht am Gymnasium "Kolleg der Schulbrüder" / Illertissen spielen für P. Christian die schulpastoralen Angebote eine wichtige Rolle. Das Programmangebot für das Jahr 2013 war ganz geprägt vom "Jahr des Glaubens", welches noch von Papst Benedikt XVI. ausgerufen wurde. Zu den Höhepunkten zählte vor allem der Besuch des Augsburger Diözesanbischofs Dr. Konrad Zdarsa, der für die Schulfamilie einen Festgottesdienst zu Ehren des Schulpatrons Johannes von La Salle zelebrierte und im Anschluss daran zu Lehrern und Schülern sprach. Für 51 Teilnehmer an der diesjährigen Schul-wallfahrt war die Pilgerreise "Auf den Spuren Jesu" nach Israel ein unübertreffbares Highlight. Selbst wenn es für P. Christian schon die dritte Israelreise war, konnte er dieses Mal als Organisator und geistlicher Leiter neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Im Herbst – und damit gegen Ende des Glaubensjahres – initiierte er ein Projektseminar, das im laufenden Schuljahr eine große Solidaritätsaktion für die verfolgten Christen im Nahen Osten plant und durchführen wird. Zum Auftakt dazu nahm P. Christian mit seinen Schülern am Kongress "Christenverfolgung heute" in Schwäbisch Gmünd teil und lud die syrisch-orthodoxe Ordensfrau Sr. Hatune Dogan ans Kolleg ein. Sie berichtete über ihren Einsatz für verfolgte Minderheiten und wusste als Augenzeugin Beispiele, die unter die Haut gingen.

P. Jonas

P. Jonas ist nun im zweiten Jahr Leiter der Pfarreiengemeinschaft Ichenhausen im Dekanat Günzburg, die er am 1. September 2012 übernommen hatte. Zu dieser Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien St. Johannes Baptist Ichenhausen, Hl. Kreuz Hochwang, St. Martin Deubach mit der Filiale St. Johannes Baptist Ebersbach, St. Stephan Autenried, St. Mauritius und Gefährten Rieden an der Kötz und St. Blasius Oxenbronn.
So galt das vergangene Jahr vor allem dem Kennenlernen der neuen Pfarreien. P. Jonas fühlt sich von den dortigen Pfarrangehörigen gut aufgenommen.

P. Christian

Das Jahr 2012 war für P. Christian am Kolleg der Schulbrüder in Illertissen dicht gedrängt, da er neben der Tätigkeit als Lehrkraft für Katholische Religionslehre auch lernpsychologische Seminare für die Unterstufe leitete und wissenschaftspropädeutische Seminare und Projektseminare zur Studien- und Berufsorientierung in der Oberstufe anbot und durchführte. Für eine weitere Idee zur Einführung eines eigenen Profilfaches mit dem Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung, welche er zusammen mit zwei Kollegen entwickeln und in diesem Jahr erstmals auch starten konnte, wurde er am 26. November in Berlin vom Präsidenten der Humboldt-Universität mit dem "Deutschen Lehrerpreis 2012" ausgezeichnet.


P. Johannes-Baptist

Mit Dankbarkeit kann P. Johannes-Baptist auf das Jahr 2013 zurück blicken. Die Arbeit in den Pfarreien Roggenburg, Schießen und Biberach ist abwechslungsreich und macht ihm viel Freude. P. Johannes-Baptist ist sehr froh über das große Engagement vieler Ehrenamtlicher in den Gemeinden. Höhepunkte des Jahres 2013 waren die Segnung der renovierten Norbertuskapelle durch Generalabt Thomas, die Fertigstellung des neuen Kindergartenanbaus und der Abschluss der Kirchendachstuhlsanierung in Schießen, das Kapellenfest mit Weihbischof Florian Wörner, ein gelungener "Tag der Pfarrfamilie" in Biberach sowie der Ministrantenausfug nach Freiburg und in den Europapark. Großes Interesse fand das Glaubensseminar "Wege erwachsenen Glaubens", zu dem sich ca. 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Pfarrverband angemeldet hatten.

Als Novizenmeister freute sich P. Johannes-Baptist besonders über die Einkleidung von Frater Joseph im Juni sowie über die zeitliche Profess von Fr. Joachim im September. Im Mai standen der Umzug ins neue Zimmer Aufnahme und Verabschiedung der Ministranten in Roggenburg und der Wiedereinzug ins renovierte Pfarrbüro an. Im Juli konnte P. Johannes-Baptist die Abtsweihe seines früheren Chefs P. Johannes in Ottobeuren sowie die Primiz des befreundeten Priesters Andreas Braun in Mittelbuch mitfeiern. Erholsame Tage verbrachte er mit P. Christian und Fr. Joachim im August am Gardasee sowie beim Wandern im Allgäu.

P. Benedikt

P. Benedikt hat sich inzwischen gut in seine neue Aufgabe als Pfarradministrator in Kirchenthumbach eingelebt. Höhepunkte im pfarrlichen Leben waren die 100-Jahr-Feier des Kinderhauses St. Elisabeth und der Bau der Kinderkrippe. Dem Festgottesdienst am 16. Juni stand Caritasdirektor Dr. Batz vor, der anschließend auch die Segnung der neuen Kinderkrippe vornahm. Vom 29. Juli bis 1. August nahm P. Benedikt an der Delegation des Marktgemeinderates Kirchenthumbach zur Partnergemeinde nach Djakovo in Kroatien teil, wo das 10-jährige Bestehen der Partnerschaft begangen wurde. Zur Priesterweihe seines Studienfreundes Br. Nikodemus Schnabel OSB fog P. Benedikt im September nach Israel. Ende Oktober führte ihn der dreitägige Pfarrausfug nach Köln. Neben einer umfangreichen Domführung beeindruckte ihn die Sonderführung über das Dach des Domes und die Mitfeier des Kathedralamtes.

P. Rupert

Pater Rupert schaut auf bewegte und bewegende zwölf Monate zurück. Nach über zehn Jahren durfte er im Frühjahr erneut an der Internationalen Soldatenwallfahrt in Lourdes teilnehmen. Er begleitete eine Gruppe von Pilgern aus Bogen und Feldkirchen in den südfranzösischen Wallfahrtsort, den er selbst als Wehrdienstleistender erstmalig besucht hatte. Das Friedensgebet mit seiner besonderen Atmosphäre, zu dem sich dieses Jahr bereits zum 55. Mal Soldatinnen und Soldaten aus der ganzen Welt versammelten, ließ keinen der Teilnehmer unberührt.
Im Frühsommer konnte Rupert sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und das Guggenheim-Museum in Bilbao besuchen, von wo aus er viele wichtige Eindrücke mit nach Hause nahm.

Neben der intensiven Arbeit an seiner Doktorarbeit in Moraltheologie hielt Rupert verschiedene Vorträge zu medizinethischen Fragen. Zusätzlich zur Reproduktionsmedizin eröffnete sich ihm mit der Frage nach dem Arzt im bewaffneten Einsatz ein neues ethisches Forschungsgebiet. Grundsätzliche Gesichtspunkte hierzu konnte er in verschiedenen Vorträgen und Publikationen zur Thematik darstellen.
Lourdespilger aus den Kasernen Bogen und Feldkirchen mit P. Rupert Eine willkommene Abwechslung zur akademischen Arbeit fndet Rupert im Rahmen seines Engagements in der Militärseelsorge. Die gemeinsamen Gottesdienste und vielfältigen Begegnungen in Bogen, Feldkirchen, Freyung und anderswo bereiten ihm viel Freude. Leider lässt ihm seine Arbeit nicht viel Zeit, um Familie und Freunde zu besuchen. Die schönen gemeinsam geteilten Momente gehen stets viel zu schnell vorbei. Auch in diesem Jahr konnte er im November ein paar ruhige Tage im Haus seiner Familie in Toulouse verbringen.

Fr. Lukas

Nach einer für Fr. Lukas im persönlichen Bereich recht schwierigen Zeit konnte er nach sehr intensiven und aufbauenden Exerzitien bei P. Adrian im Kloster Speinshart am 18. Oktober 2013, dem Fest des Hl. Lukas, die Diakonenweihe empfangen. Hierzu war eigens Weihbischof Dr. Johannes Kreidler aus Rottenburg am Neckar nach Roggenburg gekommen, welchen Fr. Lukas schon seit dem Beginn seines geistlichen Lebens persönlich kennt. So war es ein sehr festlicher und auch persönlicher Weihegottesdienst in der Pfarr- und Klosterkirche von Roggenburg, welcher musikalisch umrahmt wurde durch die Schola unter der Leitung von P. Stefan und einigen Instrumentalisten.

Am Weihegottesdienst nahmen neben zahlreichen Gläubigen aus dem Pfarrverband Roggenburg viele weitere Freunde und Wegbegleiter aus nah und fern teil. Besonders für den Heimatpfarrer von Fr. Lukas, P. Dr. Romuald Skowronek SCJ aus der Pfarrei St. Bernhard Maulbronn, welcher mit einigen Maulbronnern angereist war, stellte diese Weihe nach eigener Aussage einen Höhepunkt in seinem seelsorgerlichen Dienst und eine große Frucht seiner Arbeit dar: Er hatte den Weihekandidaten schon getauft, führte ihn durch die lange Zeit seines Ministrantendienstes und durfte ihm nun im Weihegottesdienst als erstem Maulbronner seit der Reformation im 16. Jahrhundert die Stola und die Dalmatik überreichen.

Fr. Lukas wird nun den Pastoralkurs in Friedberg bei Augsburg beginnen und sein pastorales Praktikum, welches bis zum 31. Dezember 2014 dauert, im Nördlichen und Südlichen Pfarrverband absolvieren. Auf die vielen neuen Aufgaben und Möglichkeiten sowie den seelsorgerlichen Dienst an den Menschen freut sich Fr. Lukas sehr – kann er doch durch den Praktikumsort auch weiterhin im Bildungshaus des Klosters tätig sein. Für seinen pastoralen Dienst wünschen wir Fr. Lukas viel Freude, Kraft und Gottes Segen!

Fr. Philip

"Schmidbauer trifft Schmidbauer" – mit diesem Motto könnte man das vergangene Jahr von Fr. Philipp überschreiben. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit für sein Theologiestudium beschäftigte er sich eingehend mit der Gestalt seines "Nachnamens-Vetters" Augustinus Schmidbauer, der in der Barockzeit als Abt in Windberg wirkte. Viele Stunden verbrachte er dazu in den Archiven in Regensburg und München und wälzte alte Handschriften. Es freut ihn sehr, dass er mit seiner Arbeit ein bislang unerforschtes Kapitel der Windberger Klostergeschichte näher beleuchten konnte und, dass er sich im Rahmen seiner Magisterarbeit (früher Diplomarbeit) noch weiter mit diesem bedeutenden Abt beschäftigen kann. Die lange Windberger Klostergeschichte wird so für ihn immer mehr zu seiner eigenen Geschichte. Daran, dass sich Fr. Philipp mit seiner Magisterarbeit beschäftigt, zeigt sich auch, dass sein Theologiestudium langsam auf die Zielgerade einbiegt. Nach der großen Studienreform beginnen nun bereits im 7. Semester die Schlussprüfungen, sodass im Februar 2014 die ersten Magisterprüfungen anstehen.
Neben dem Studium und der Arbeit mit Archivalien und Büchern freut sich Fr. Philipp immer sehr, wenn er sich in der Pastoral engagieren kann. So gestaltete er unter anderem im vergangenen Jahr einen Einkehrtag mit dem Frauenbund in Neukirchen, feierte Gottesdienste mit den unterschiedlichsten Gruppen in der JBW und unterstützte seine Mitbrüder in der Pfarrseelsorge.
Eine besondere Ehre war es für ihn bei der Wallfahrt der Bayerischen Diözesen auf den Bogenberg die Gebete für den Pilgerzug auf den Bogenberg zu verfassen und als Vorbeter diesen auch zu gestalten.
Sehr freut er sich, dass das Taizé-Gebet, dass er zusammen mit der Windberger Schola regelmäßig gestaltet von den Gläubigen sehr gut angenommen wird und es mittlerweile zu einem festen Bestandteil in Windberg geworden ist. Besonders beindruckend war für ihn das Taizé-Gebet mit Bischof Rudolf und über 400 Jugendlichen, jungen Erwachsenen und anderen Gläubigen bei dessen Regionalbesuch in Windberg.
Fr. Philipp ist auch gedanklich schon ganz mit dem kommenden Jahr beschäftigt. Große Ereignisse, wie der Stand des Klosters auf dem Katholikentag, ein Imageflm über Windberg, die Romwallfahrt der Ministranten, seine ersten Magisterprüfungen, sowie, so Gott will, seine Feierliche Profess werfen ihre Schatten voraus. So blickt er froh und zuversichtlich auf ein spannendes Jahr, in dem es ihm sicher wieder nicht langweilig werden wird.

Fr. Felix

Für Fr. Felix geht ein ereignisreiches erstes Dienstjahr an seiner neuen Stelle als Leiter der Jugendbildungsstätte zu Ende. Neben den regulären Aufgaben in Organisation und Durchführung von verschiedenen Kursen und Seminaren, nahm die Ausbildungsreihe "Fit für Kirchliche Jugendarbeit" recht breiten Raum ein. Für Fr. Felix waren diese Fortbildungswochen eine große Bereicherung für den Start in der Jugendbildungsarbeit. Viele Inhalte konnten dann gleich in verschiedenster Weise an der Jugendbildungsstätte umgesetzt werden, so z.B. im Umweltbildungsprojekt "DonauEin-Flüsse", bei dem Fr. Felix federführend mitwirkte und das als großer Erfolg für die Jubi verbucht werden kann.

Besondere Highlights waren für Fr. Felix außerdem die Begleitung von Tagen der Orientierung für Schülerinnen und Schüler des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums Regensburg im thüringischen Volkenroda, die Jugendbegegnung im Rahmen des Regionalbesuchs von Bischof Rudolf Voderholzer sowie die Leitung eines Seminars zu Gregorianischen Gesängen im Kloster Kostenz. Dies alles und vor allem auch die vielen kleinen, alltäglichen Begegnungen mit den Jugendlichen und Erwachsenen lassen Fr. Felix dankbar auf 2013 zurückblicken.
Neben der Arbeit an der Jugendbildungsstätte hat sich Fr. Felix auch wieder mit Seminaren für Braut- und Ehepaare im Geistlichen Zentrum einDVD-Cover des Berufungsfilmes"Werde was du bist" Fr. Felix gebracht. Ferner führte er im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Berufungspastoral mehrere Schulbesuche durch und durfte bei dem Filmprojekt "Werde was Du bist" der Diözesanstelle für Berufungspastoral Regensburg mitwirken, was ihn sehr gefreut hat. Auch engagiert sich mit großer Freude in der Vorstandschaft des BDKJ Straubing-Bogen. Zudem hat er mit Unterstützung von Fr. Marcus die Betreuung der Klosterbibliothek übernommen.
Alles in allem ein recht volles aber vor allem erfülltes Jahr, das Fr. Felix mit Freude und Spannung auf 2014 blicken lässt.

Fr. Joachim

studiert aktuell im zweiten Semester kath. Theologie auf Magister an der LMU in München. Während des Studiums wohnt er in der Benediktinerabtei St. Bonifaz, wo er sich recht wohl fühlt. In den Semesterferien war er in Polen, wo er auch die Prämonstratenserinnen in Krakau besuchte. Nach den Exerzitien, im Stift Schlägl in Österreich, stand wohl sein wichtigstes Ereignis in diesem Jahr an, denn am 27. September legte er seine Zeitliche Profess ab. Wir freuen uns über diesen Schritt und wünschen ihm für das Studium wie auch für seinen weiteren Weg im Orden alles Gute.

Fr. Joseph

Am ersten Tag der Oktav des Hochfestes unseres Ordensgründers, des hl. Norbert, wurde Herr Joachim Kunz während der Vesper durch Abt Hermann-Josef Kugler ins Noviziat des Klosters Roggenburg aufgenommen und erhielt bei dieser Gelegenheit den Klosternamen Frater Joseph.

Der aus dem prämonstratensisch stark geprägten Oberschwaben (Südwürttemberg) stammende Neu-Novize wuchs in Weingarten/Württemberg auf. Schon während seiner Schulzeit, die sich immer, v.a. aber in der Oberstufe durch einen sehr eingängigen, prägenden und begeisternden Religionsunterricht auszeichnete, war er kirchlich engagiert. Zunächst bei den Ministranten, aber auch in der offenen Jugendarbeit, wo er auch sehr davon profiierte, dass seine Heimatpfarrer Freude an ihrem priesterlichen Dienst hatten und diese auch ausstrahlten. Nach dem Abitur und einem Jahr zur Erlernen der biblischen Sprachen, studierte er katholische Theologie und Rechtswissenschaften in Tübingen, Lyon (Frankreich) und Würzburg. Es folgte eine Zeit der kirchenrechtlichen Tätigkeit und der ersten pastoralen Schritte im bayerisch-schwäbischen bzw. altbayerischen Raum. Nach Diakonen- und Priesterweihe (2008/2009) jeweils durch Weihbischof Renz in Weyarn (Oberbayern) war er als Kaplan in der oberhessischen Diaspora des Bistums Fulda tätig, wo er auch durch seine Tätigkeit als nebenamtlicher Religionslehrer am dortigen Gymnasium bleibenden Eindruck hinterließ. Seine pastorale Tätigkeit setzte er dann ab Mitte 2010 in Oberbayern fort.

Nach Roggenburg fand er zum ersten Mal im Rahmen seines Jugendpraktikums im Sommer 1999. Ab diesem Zeitpunkt pfegte er regelmäßigen und freundschaftlichen Kontakt zu den Roggenburger Prämonstratensern. Gemeinsame Fahrten nach Plochingen, Österreich und Frankreich, sowie gemeinsame geistliche Erfahrungen vertieften das Erleben der Roggenburger Gemeinschaft und die prämonstratensische Spiritualität, die in Bereich der actio in Bezug auf Roggenburg zwar schwerpunktmäßig, aber nicht ausschließlich mittels Pfarrseelsorge stattfndet, sondern noch Wirkungsgebiete in der Sonderseelsorge oder Schule zulässt, führten so zu dem Gefühl, in Roggenburg bleibende Heimat fnden zu können, das sich Mitte Februar diesen Jahres in der Bitte um Aufnahme ins Noviziat verdichtete und konkretisierte und seinen weiteren Schritt nun in der Einkleidung und dem Beginn der Probezeit fand.

Bericht des Generalabtes aus Rom

Von dem Jesuiten Gabriel Hevensi ist der Satz überliefert "Vertraue so auf Gott, als ob der Erfolg deiner Arbeit ganz von Dir und nicht von Gott abhinge; wende aber allen Fleiß an, als ob du nichts und Gott allein alles vollenden werde!" Ein ganz schön verquirlter dialektischer Satz! Ob das immer so gelungen ist im jetzt abgelaufenen Jahr 2013? Wir leben in dieser Spannung eigener Planungen, Vorhaben und Bemühungen und gleichzeitig müssen wir uns eingestehen, dass wir vieles gar nicht in der Hand haben. Da ist ein Anderer am Werk und da kann nur ein Anderer unser Stückwerk zur Vollendung bringen.

So wie in der Politik dieses Jahres die Wahlen alles beherrscht haben, wie in Rom nach dem Rücktritt Papst Benedikt XVI. alles auf den Wahlausgang des Konklaves gespannt war, so war es ein Stück weit auch im Orden. Allein acht Prälatenwahlen präsidierte der Generalabt, u. a. Berne/Heeswijk, NL, Strahov, CZ, Leffe, B, Geras, A, Želiv, CZ, Mananthavady, IND, Mondaye, F, und Windberg, D. Das erforderte manches an Absprachen und Reisen, wobei dann die jeweils folgenden Abtsbenediktionen zu den angenehmen Festen zählten. Herausragend war dabei sicher die Abtsweihe in Floreffe, der wohl frühesten Gründung des hl. Norbert auf dem Weg nach Prémontré. Das neue Jahr selber begann gleich mit dem Brasilianischen Juniorentreffen in Jaú. Bei dieser Gelegenheit konnten auch die beiden anderen Häuser in Montes Claros und Itinga besucht werden. Nach der Visite in Storrington, West Sussex, wurde deutlich, dass dieses Haus aufgegeben werden soll. Die Mitbrüder wohnen jetzt in Muston, North Yorkshire, Mittelengland. Ein Ereignis besonderer Art war der 70. Geburtstag, der in Rom, Windberg und beim Zwillingsbruder in Zwingenberg/Bergstraße gefeiert wurde. Sehr eindrucksvoll war die halb Urlaubs-, halb Studienreise nach Zypern, während der auch ein Besuch der ehemaligen Abtei Bellapais im türkisch besetzten Teil Zyperns vorgesehen war. Noch zwei weitere Besuche standen in Storrington an, bis dann alles eingefädelt war für einen Umzug. Zweimal fand auch eine Reise nach Irland statt, um den Mitbrüdern in der Abtei Holy Trinity in Kilnacrott beizustehen. Auch in diesem Jahr ging es mehrmals auf Firmreise, einmal nach Dorf Tirol, dann in der Diözese Regensburg in verschiedenen Pfarreien: "Komm, Schöpfer Geist ..." – dieser Ruf hallte bei allen Firmungen und Wahlen wieder.

Fast eine Woche verbrachte der Generalabt in Kerala, Indien. Die Mitbrüder hatten zur Kirchweihe ihrer neuen Prioratskirche St. Norbert eingeladen. Es standen auch Besuche in einer Teefabrik, im neuen Studienhaus St. Norbert Sadhan für Aspiranten und Postulaten, in der Sacred Heart School in Dwaraka, schließlich noch bei Fr. Martin Parathazha in Calicut an. Das zweite Juniorentreffen, an dem Generalabt Thomas teilnahm, fand in Sayn statt. Dort wirken jetzt ebenfalls indische Mitbrüder im Auftrag der Abtei Hamborn. Mehr als zwanzig Juniores aus allen deutschsprachigen Häusern waren vertreten. Gemeinsam besichtigte man das ehemalige Kloster Rommersdorf und einige Mitbrüder fuhren noch auf der Heimfahrt das Kloster Schönau im Hochtaunus an, wo nach dem Krieg die Tepler Chorherren Zufucht gefunden hatten. Nach dem Tod eines guten Freundes im letzten Jahr verstarb heuer ein weiterer Freund, der für das Generalat in Rom das bronzene Tympanon über dem Kirchenportal organisiert hatte. Eine nach dem Generalkapitel neu gegründete Ordenskommission hat nun begonnen, sich Gedanken über Situation und Zukunft des Generalates zu machen. Auch hier stehen wie in vielen Häusern des Ordens Renovierungen und Erneuerungen an. Die größten Anstrengungen haben wohl die Roggenburger unternommen. Am 7. September konnte der Abschluss der Klostergesamtrenovierung mit viel Prominenz und Medienecho gefeiert werden. Das Defnitorium, das Ratsgremium des Generalabtes, tagte im Frühjahr in der Abtei Berne/Heeswijk, NL, gleich nach der Abtsweihe des neuen Abtes Denis Hendrickx und im Herbst gleich nach der Abtswahl in Windberg. So konnte man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Was von diesem Jahr bleiben wird, sind sicher die vielen Begegnungen und Gespräche mit Mitbrüdern und Mitschwestern, die Besuche in den verschiedenen Häusern, das Erlebnis großer Gastfreundschaft von Brasilien bis Indien, manche Impulse, bei denen man das Gespür hatte, das es angekommen ist und weitergreift, sicher auch die Unterstützung durch Gebet und unzählige kleine Aufmerksamkeiten im Generalat, unterwegs in den Häusern und bei lieben Freunden.

Was Georg Bydlinski über einen Tag geschrieben hat, soll über diesem ganzen Jahr 2013 stehen:
"Ich schlage den Tag [das Jahr] auf wie ein Buch, das du mir geschenkt hast. Die Sätze sind einfach. Auch Leid steht da. Doch ist es ertragbar, denn durch jede Seite schimmert Dein Name."

+ Thomas Handgrätinger OPRAEM Abate Generale

 


 

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zur Feier öffentlicher Gottesdienste

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