Abt Hermann Josef

Für Abt Hermann Josef war das Jubiläumsjahr des hl. Norbert ein sehr ereignisreiches und gesegnetes Jahr.
Es ist für den Vorsteher einer Klostergemeinschaft immer etwas Erhebendes und gleichzeitig Mutmachendes, wenn er junge Männer in die Gemeinschaft aufnehmen bzw. Professversprechen entgegennehmen darf. So konnte er in allen drei bayerischen Häusern, in Windberg, Roggenburg und Speinshart, insgesamt 4 junge Männer ins Noviziat aufnehmen. Darüber hinaus legte Fr. Rupert in Windberg die Profess auf Lebenszeit und in Speinshart die Fratres Lukas und Markus die Profess auf drei Jahre ab.

Aufnahme in den Orden der "Ritter vom Hl. Grab"Als Abt von Windberg hatte er etliche Firmtermine in den Bistümern Regensburg und Augsburg wahrzunehmen, die er aber als wichtigen Dienst an den Jugendlichen ansieht. So war er u.a. in Lappersdorf, Schwarzach, Rottenburg, Alburg, Ebermannsdorf, Weiden, Kümmersbruck, Ottering, Wiesenfelden und Eggenfelden, sowie in Scheidegg, Durach, Offingen, und einigen Pfarreien im Dekanat Lindau. Abt Hermann Josef stellte in diesem Jahr ganz bewusst die Gestalt des hl. Norbert in den Mittelpunkt seiner Firmpredigten. So war es ihm ein Anliegen, die Frage Norberts „Was willst du, dass ich tun soll?“, Norberts Lebensmotto „Den heiligen Schriften folgen und Christus zum Vorbild haben“ und seine Rolle als Friedensstifter auf die Jugendlichen hin auszulegen. Darüber hinaus hatte er die Klostergemeinschaft bei verschiedenen Gelegenheit zu repräsentieren.

So nahm er am 8. März bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zum 900jährigen Jubiläum in Mallersdorf teil, war bei der Verabschiedung von Sparkassendirektor Karl Bauer in Straubing am 20. März und beim Empfang des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in Passau am 8. Mai. Vom 15. bis 17. Mai fand die Investiturfeier in Fulda statt, bei der Abt Hermann Josef mit vielen anderen Kandidaten in den Orden der „Ritter vom Heiligen Grab“ als Komtur mit Stern aufgenommen wurde. Diese Gemeinschaft fühlt sich in besonderer Weise mit den Christen im Heiligen Land verbunden und unterstützt sie sowohl materiell wie ideell. Über 300 Ordensvertreter der Deutschen Statthalterei nahmen daran teil und es gab viele schöne Begegnungen. Am 30. August nahm er an der Abtsbenediktion von Abt Ambros Štrbák in der Abtei Jasov teil, wo er zum ersten Mal die Situation der slowakischen Mitbrüder in diesem Grenzgebiet zu Ungarn kennen lernte. Sowohl als Festprediger wie auch für Vorträge war er in diesem Jahr angefragt. Für die Mitarbeiter der MDG stand er am 26. März für ein Kamingespräch über die Augustinusregel zur Verfügung, hielt den Mitbrüdern aus dem Stift Reichersberg vom 24. bis 27. August Exerzitien zur Gottesdienst bei den Exerzitien für die Mitbrüder im Stift ReichersbergSpiritualität des seligen Papstes Johannes XXIII. und einen Einkehrtag des PWB in Straubing am 17. September. In seiner Heimatstadt Lauingen hielt er die Festpredigt zum 150jährigen Bestehen der dortigen Kolpingfamilie, deren Mitglied er in seiner Jugendzeit war. Außerdem feierte er mit der Pfarrgemeinde St. Salvator am 5. Juli das 700jährige Bestehen des Klosters, hielt am 19. Juli die Festpredigt zur Jakoberkirchweih in Augsburg und feierte mit der Pfarrgemeinde Waldsassen am 2. August das traditionelle Leiberfest, am 20. September mit dem Mütterkreis und Frauenbund einen Festgottesdienst in Sossau. Abt Hermann Josef durfte am 25. Oktober unseren Bundespräsidenten Horst Köhler in Roggenburg begrüßen und willkommen heißen.

In der Pfarrei Windberg konnte er in diesem Jahr nur zwei Kinder zur Erstkommunion führen. So wenig Kommunionkinder waren bis dato einmalig in der Geschichte Windbergs. Und wenn man in die Taufbücher schaut, wird es das auch nicht mehr so schnell geben. Am 3. Mai feierte der Seniorenclub sein 40jähriges Bestehen. Abt Hermann Josef dankte im Rahmen eines festlichen Mittagessens Frau Fanny Mayer für ihr langjähriges Engagement. Der Familientag der MMC führte heuer am Pfingsmontag, den 1. Juni, nach Usterling. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft feierte am 13. Juni in einem kleineren Rahmen ihr 100-jähriges Bestehen und der Trachtenverein Windberg mit einem Festwochenende vom 17. bis 20. Juli sein 60jähriges Bestehen. Die Renovierung des Sakristeidachbodens sind gegen Ende des Jahres fast zu einem Ende gekommen. So können diese Räumlichkeiten künftig als Stau- und Archivräume genutzt werden. Die Vorarbeiten zur Renovierung der Pfarr- und Klosterkirche haben sich in diesem Jahr etwas verzögert, da die finanziellen Mittel angesichts klammer Haushaltskassen beschränkt zur Verfügung gestanden sind. So wurde die Kirche gründlich vermessen und für die Gestaltung des Altar- und Kirchenraumes ein Künstlerwettbewerb initiiert. Der Kunstausschuss der Diözese Regensburg traf sich in Windberg, um einen Eindruck von der Kirche zu bekommen. Es soll nun eine Jury gebildet werden, die aus den verschiedenen Entwürfen der Künstler einen auswählen soll. Wir hoffen und wünschen uns natürlich, dass es im kommenden Jahr weitere Fortschritte geben wird.

Neben diesen Aufgaben war er als Administrator von Speinshart dort zu etlichen Kapitelsitzungen und Besprechungen. Die Finanzierung des BA III und vor allem die Finanzierung einer künftigen Begegnungs- und Bildungsstätte stellte sich als kein einfaches Unterfangen dar. Allerdings wurde zusammen mit dem Stift Tepl ein gemeinsamer Förderantrag im Rahmen des Förderprogramms der Euregio Egrensis INTERREG IV Ziel 3 gestellt, der gute Aussicht hat genehmigt zu werden. Davon wird auch eine weitere Finanzierung abhängen. Ein anderes Problem stellt die geplante Trägergemeinschaft dieser Bildungsstätte dar. Auch da sind noch weitere Gespräche zu führen. Sehr positiv entwickelt sich die dortige Klostergemeinschaft, auch wenn Abt Hermann Josef am Mittwoch, 7. Oktober, P. Wolfgang Bangert, der nach schwerer Krankheit am 4. Oktober verstorben war, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Speinsharter Friedhof beerdigen musste. Doch sind mit einer Einkleidung am 14. September und mit zwei zeitlichen Professen am 7. Dezember Weichen für eine hoffnungsvolle Zukunft gestellt.

In der DOK waren in diesem Jahr die üblichen Vorstandssitzungen abzuhalten, die sich hauptsächlich mit der Vorbereitung der Mitgliederversammlung befassten. Mit Sr. Walburga als neue Generalsekretärin ist jetzt eine gewisse Kontinuität eingekehrt. Sie hat mit großem Engagement das Haus der Orden neu und effektiver organisiert und strukturiert. Gleichzeitig hat der Vorstand versucht, verschiedene Vertretungsaufgaben auf mehreren Schultern zu delegieren. So vertritt Abt Hermann Josef zusammen mit Sr. Walburga die DOK in der Unterkommission „Gestellungsgelder“ und ist als Vertreter der Ordensmänner in den Aufsichtsrat der LIGA-Bank gewählt worden.

Alles in allem war dieses Jahr für Abt Hermann Josef ein sehr angefülltes Jahr. Aber nach der Devise „In der Ruhe liegt die Kraft“ – versucht er, die einzelnen Aufgabe in großer Gelassenheit zu erfüllen.


P. Simeon

Das vergangene Jahr war für P. Simeon geprägt von den Aufgaben in den Pfarreien Neukirchen und St. Englmar. Sehr spannend war all das Neue in der Pfarrei St. Englmar. Zum ersten Mal durfte er z. B. am Pfingstmontag das Engelmarisuchen erleben. In beiden Pfarreien konnte er wieder auf viele Mitarbeiter und engagierte Christen zählen, wofür er sehr dankbar ist. Ebenso möchte er P. Anselm ein herzliches Vergelt’s Gott für sein Engagement in den Pfarreien sagen.
Im März durfte P. Simeon bei der Professfeier von Fr. Johannes Schäffler OP in Worms dabei sein. Für ihn war die Mitfeier wichtig, da er durch Fr. Johannes das Kloster Windberg kennen lernte.



Zu seinen Aufgaben im Kloster gehören u.a. die Vertretung des Abtes als Prior, der Poppe-Verlag, der Noviziatsunterricht (Meditation) und Kurse im Geistlichen Zentrum. Im Poppe-Verlag konnten in diesem vergangenen Jahr zwei Bücher in der Windberger Schriftenreihe herausgegeben werden: Band 6: Franz-Reiner Erkens, St. Englmar. Anmerkungen zu den Anfängen eines Ortes im Bayerischen Wald und Band 7: Petrus-Adrian Lerchenmüller „Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.„ (1 Kor 9,22). Norbert von Xanten und die Geschichte des Prämonstratenserordens.

Zudem beteiligte er sich an der Klosterkursfahrt nach Wilten, an der Feier zum 875. Todestag der Hl. Norbert in Magdeburg und am 50-jährigen Bestehen der Abtei Hamborn.
Eine besondere Ehre und Herausforderung war die Primizpredigt für den Neupriester Thomas Winderl in Windischbergerdorf.

Im Urlaub hat er sich einen Traum erfüllt, der ihn schon Jahre verfolgt hat. Zusammen mit P. Petrus-Adrian besuchte er am Nordkap das „Ende der Welt“. Nicht so spektakulär aber dennoch sehr reizvoll war dann die Radltour durch das Altmühltal.


P. Rainer

Für P. Rainer war 2009 ein Jahr mit zwei persönlichen Jubiläen: sein 40-jähriges Priesterjubiläum und sein 65. Geburtstag. Neben seinem Amt als Prior des Klosters Roggenburg betreut P. Rainer zusammen mit P. Johannes Baptist die Pfarreien Roggenburg, Schießen und Biberach.
Bei der 300-Jahrfeier der Grundsteinlegung der Stiftskirche in Edelstetten am 16. Mai war P. Rainer der Festzelebrant und hielt die Festpredigt.
Am 17. Mai war er zur Glockenweihe in Klesberg Ulmbach (Hessen) eingeladen. Die Glocke war ein Primizgeschenk für unseren Mitbruder P. Benedikt Röder. Hauptzelebrant war Weihbischof Karl-Heinz Viez aus Fulda.
Zusammen mit der Pfarrei Oberwiesenbach war P. Rainer vom 2.-9. Juni unterwegs in Griechenland auf den Spuren des hl. Apostels Paulus.
Am 28. Juni feierte P. Rainer mit seinen Angehörigen, dem Konvent und der Pfarrgemeinde Roggenburg sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Am Tag danach feierte er zusammen mit dem jetzigen Generalabt Thomas Handgrätinger das gemeinsame Priesterjubiläum in Windberg. Beide Jubilare waren am 28. Juni 1969 im Hohen Dom zu Regensburg zu Priestern geweiht worden.
Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten „875-Jahre Abtei Berne“ in Heeswijk (Holland) vertrat P. Rainer zusammen mit Frater Maximilian das Kloster Roggenburg. Von der Abtei Berne aus wurde im Jahre 1923 die Abtei Windberg (Ndb.) wieder errichtet.

Am 8. November feierte P. Rainer im bescheidenen Rahmen seinen 65. Geburtstag. Nach dem Sonntagsgottesdienst veranstaltete die Pfarrgemeinde Roggenburg einen bayerisch-schwäbischen Frühschoppen. Am Abend fand die Geburtstagsfeier im privaten Kreis mit den Mitbrüdern und den Angestellten des Klosters statt.


P. Jakob

verbrachte ein recht gewöhnliches Jahr zwischen Klosterladen, Pfarrei und Erwachsenenbildung. Aber auch gewöhnliche Jahre schöpfen aus dem Reichtum vieler Begegnungen, vieler Gespräche, vieler Gesten, vieler Zeichen der Zuneigung und Zuwendung, die ihn das ganze Jahr durch begleitet haben.

communio 2009

Höhepunkte, die sich aus dem Alltag heben, sind sicherlich immer wieder die Reisen, die P. Jakob organisiert. Im Rahmen des Geistlichen Zentrums der Abtei erkundete er an Pfingsten für eine Woche Umbrien, natürlich Assisi, daneben aber auch viele andere größere und kleinere Orte mit versteckten Winkeln und Gässchen, erfüllt vom herben Blütenduft Umbriens; denn überall konnten die Reiseteilnehmer in den Gassen Frauen antreffen, die an der Arbeit für die Blütenteppiche an Fronleichnam waren. Diese kunstvoll gelegten Teppiche werden in Umbrien bis heute immer noch den ganzen Prozessionsweg entlang durch das Dorf gelegt. Die meisten Teilnehmer klagen nach diesen Reisen über Gewichtsprobleme, denn die mittäglichen Picknicks sind bereits legendär und fördern das Gemeinschaftsgefühl auf unbeschreibliche Weise.

Ein weiterer Höhepunkt war der Ministrantenausflug nach Garmisch. Mit mehr als 30 Ministranten und seinen zwei Begleiterinnen Isolde Trum und Maria Poiger verbrachte P. Jakob eine Woche in der Jugendherberge Garmisch-Partenkirchen. Ein ganz besonderes Erlebnis dieser Woche war die Fahrt auf die Zugspitze. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosen Himmel konnten alle einen wunderbaren Blick genießen.
Aber von jedem Bergerlebnis geht der Weg wieder hinunter in den Alltag. Es schärft den Blick für die vielen kleinen Gesten im Alltag. Und für all diese guten Zeichen sagt P. Jakob herzlich Vergelt’s Gott.


P. Stefan

P. Stefan wurde Anfang des Jahres 2009 zum zweiten Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Ämter und Referate für Kirchenmusik der Diözesen Deutschlands (AGÄR) gewählt. Mit dieser Aufgabe verbinden sich einige Konferenztermine pro Jahr, die zu seinen zahlreichen weiteren Verpflichtungen noch hinzukommen. Die Terminlast des Sitzungskatholizismus wirkt sich ab und an doch etwas drückend aus…
Inzwischen tritt auch die Vorbereitung des neuen Gotteslobs in seine entscheidende Phase. So sind alle Diözesen gehalten ihren jeweiligen Diözesanteil vorzubereiten. Hier ist P. Stefan hinsichtlich der Konzeption des Eigenteils des Bistums Augsburg wesentlich mit eingebunden.
Ein schönes musikalisches Projekt war für ihn in diesem Jahr die Einstudierung der „Missa Windbergensis“ von Joachim Schreiber mit Chor und Orchester der Klosterkirche. Das Werk erklang am Ostermontag in Roggenburg im Gottesdienst und wurde von Ausführenden und Zuhörern sehr positiv aufgenommen, so dass P. Stefan sich entschloss das Werk am Erntedankfest nochmals im Rahmen der von den bayerischen Bistümern ausgerufenen „Tagen Neuer Kirchenmusik“ ein zweites Mal aufzuführen.
Als weitere Neueinstudierung der Roggenburger Sängerinnen und Sänger erklang im Gedenken an den 200. Todestag des Komponisten zum Kirchweihfest die Nicolai-Messe von Joseph Haydn unter P. Stefans Leitung.
Eine besondere Freude war für ihn in diesem Jahr eine Kurzreise nach England, wo er als Ehrengast am bedeutendsten Orgelfestival Großbritanniens in St. Albans teilnahm.


P. Roger

P. Roger tut sich schwer mit seinem „Mitbrüdertelegramm“!
Wenn einem nach ärztlicher Empfehlung das Autofahren quasi verboten wurde, kommt er nur noch soweit wie ihn die Füße tragen. Und das ist nicht mehr so weit! Trotzdem konnte er als Mitfahrer die Gedenkfeier zum 875. Todestag unseres Ordensgründers Norbert in Magdeburg mitmachen.
Auch war es ihm vergönnt bei einem Kurzbesuch in Holland die 875-Jahrfeier seiner Mutterabtei Berne mit zu erleben.
Und wo ist P. Roger sonst? Die Antwort ist einfach und schlicht. Im Kloster in der Bibliothek!
Auch Bücher brauchen Betreuung.


P. Wolfgang

P. Wolfgang fuhr aus erfreulichem Anlass nach Holland zur goldenen Hochzeit seines jüngeren Bruders. Im August musste er wieder hinfahren, diesmal aber aus traurigem Anlass: Der Tod seiner einzigen Schwester.
Ansonsten hilft er immer wieder aus, wenn Not am Mann ist.


P. Laurentius

besuchte in der 2. Januarhälfte wieder seine Mutter. Die Abtei Hamborn gewährte ihm – wie schon seit einigen Jahren – Gastfreundschaft und eine gute Unterkunft. Gerne werden dort Erinnerungen an seine Noviziatszeit in Rot an der Rot von 1958 – 1959 hervorgeholt.
Auch in Geras wurde er freundlich aufgenommen, als er auf dem Weg nach Olmütz war, um dort unseren Schwestern am Heiligen Berg eine größere Spende der Abtei Windberg zu überbringen.
Seit einiger Zeit hat P. Laurentius das Fliegen für sich entdeckt. Die erste Flugreise in diesem Jahr brachte ihn nach Kopenhagen. Von dort aus unternahm er mit dem Zug eine Tagesreise über die große, lange Brücke, die über den Öresund führt und nach Südwest-Schweden, um von dort aus mit der Fähre weiter zur dänischen Ostseeinsel Bornholm zu fahren.

Doch war sein Jahr nicht nur von Freude geprägt. Nach mehreren Untersuchungen im Klinikum Straubing wurde ihm am 1. Juli mitgeteilt, dass er Lungenkrebs im Anfangstadium habe – zum Glück im Anfangsstadium. Mittlerweilen hat er 4 Chemotherapien hinter sich und hat nach den letzten Untersuchungen die Gewissheit, dass sich der Tumor nicht vergrößert, sondern eher verkleinert hat. Dies gibt Hoffnung für die Zukunft!
In Heerlen (NL) verstarb Frau Antonia Coumans. Sie war eine „Frau der ersten Stunde“ in Windberg, denn als die ersten holländischen Mitbrüder 1924 nach Windberg geschickt wurden, nahm die in Bogen ansässige niederländische Familie Coumans mit ihnen Kontakt auf. Diese Beziehung ist zeitlebens geblieben und wurde von P. Laurentius gepflegt. So war es ihm ein Anliegen, bei ihrer Beisetzung in Bogen mit dabei zu sein.

Die Zeit zwischen den Chemotherapien verbringt P. Laurentius gern im Flugzeug. Zum 4. Mal flog er dieses Jahr nach Brüssel, um in der Abtei Bois-Seigneur-Isaac wiederum eine schöne Woche zu verbringen, in der er sich sehr wohl fühlte. Leider war dies der letzte Ausflug dorthin, weil die Abtei Averbode das Priorat schließen wird.
Eine weitere Flugreise brachte ihn via Nice-Nizza zur französischen Insel Korsika, der warmen Sonne entgegen – wie schon 2008 in Malta. In der Hauptstadt Korsikas wurde 1769 Napoleon geboren.

Gleich nach seiner Rückkehr aus Korsika begab er sich ins Krankenhaus für eine neue Chemotherapie. So blickt er auf ein ereignisreiches Jahr zurück und schmiedet – seiner Krankheit zum Trotz – bereits Pläne für das kommende Jahr.


P. Johannes

Auch 2009 konnte P. Johannes trotz gesundheitlicher Probleme manche seelsorgliche Aushilfe auf sich nehmen. Degernbach, Cham, Stallwang, Reibersdorf und Aldersbach waren neben Windberg Orte, wo er seinen priesterlichen Dienst einsetzen konnte. In der Abtei versorgte er den Zettel mit der für das Chorgebet hilfreichen Angabe der Seitenzahlen. Die tägliche Teilnahme am klösterlichen Leben war ihm wichtig und machte Freude. In gewohnter Weise verbrachte P. Johannes in Juli seinen Heimaturlaub am Zuidlaarder Meer bei Groningen, verbunden mit dem jährlichen Treffen der Geschwister und ehemaliger Klassenkameraden aus Heeswijk. Der plötzliche Tod seines ältesten Bruders Franz (74) am 15. September und die Erkrankungen der beiden anderen Brüder brachten ihm und seiner Familie viel Leid und Sorge.


P. Andreas

P. Andreas hat im Mai dieses Jahres seine Arbeit in Geras beendet. Aus den ursprünglich geplanten drei Jahren sind nun doch fünf Jahre geworden, wenn er auch die letzten beiden Jahre bereits zwischen Geras und Speinshart hin- und herpendelte. Seit Juni ist er nun ganz in Speinshart und mit den Aufgaben des Provisors, der Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Kloster und der entstehenden Begegnungsstätte voll beschäftigt.


P. Konrad

Das vergangene Jahr 2008 ging für P. Konrad mit einem traurigen Anlass zu Ende. Am 27. Dezember starb sein Vater, Gebhard Gomm, im Alter von 97 Jahren im Pflegeheim in Kempten. Zusammen mit seinen Brüdern Josef und Gebhard, mit seinen Mitbrüdern aus Roggenburg und Windberg und einer großen Zahl von Konzelebranten feierte er am 2. Januar in der Basilika St. Lorenz in Kempten das Requiem; anschließend wurde sein Vater zu Grabe getragen.
Im Februar stürzte ein Teil der Friedhofsmauer auf der Nordseite der Kirche in Wallenhausen ein, die von einigen freiwilligen Helfern unter der Leitung des Baumeisters Alfred Braun wieder aufgebaut wurde.
Mitte März musste P. Konrad für drei Tage in die Uni-Klinik in Ulm, wo das obligatorische Allgäuer Kennzeichen (Kropf) mit einer Strahlungstherapie bekämpft wurde. Somit durfte P. Konrad auch wieder mal „strahlen“, wenn auch nur für wenige Tage.

Vom 1. bis 7. Juni fand unter der Leitung von P. Konrad die Pfarrwallfahrt des ganzen Pfarrverbandes Roggenburg nach Polen statt. Einer der vielen Höhepunkte auf dieser Fahrt war der Gottesdienst am 875. Todestag des hl. Norbert (6. Juni) bei den Prämonstratenserinnen in Krakau, wo die Pilgergruppe mit großer Freude empfangen wurde. Alle mussten sich in das Gästebuch des Klosters eintragen, bevor sie durch das Klostergebäude geführt wurden. Ein Erinnerungsfoto wurde an der Stelle gemacht, wo auch unser Papst Benedikt dieses Kloster besucht hatte.
Nachdem bereits Ende 2008 die Empore in der Kirche in Biberberg aus Sicherheitsgründen für alle Gottesdienstteilnehmer gesperrt werden musste, da sie die Statiker nicht mehr für sicher hielten, wurde ab Juni nun auch mit der Innenrenovierung der Filialkirche St. Andreas in Biberberg begonnen, so dass während der Renovierungszeit die Pfarrmitglieder von Biberberg den Sonntagsgottesdienst in Wallenhausen mitfeierten.

Am Sonntag, den 12. Juli, machte P. Konrad mit den Pfarreien Biberachzell und Oberreichenbach eine Fußwallfahrt, die diesmal als Stationen die Feldkapellen im östlichen Teil von Biberachzell beinhaltete.
Am 17. Juli durfte P. Konrad seinen 60. Geburtstag zusammen mit seiner Familie und der Klostergemeinschaft feiern. Am Samstag bzw. Sonntag danach lud der Jubilar jeweils nach der Abendmesse seine Pfarrmitglieder zu einem Stehempfang ein.
Da sein Bruder Josef, Pfarrer in Durach, Ende August ins Krankenhaus musste, übernahm P. Konrad für ihn vom 31.8. bis 5.9. auch die geistliche Leitung bei der Pfarrwallfahrt der Pfarrgemeinde Durach nach Polen.
Am 1. September waren es 20 Jahre, dass Frau Rudolph ihren Dienst als Mesnerin in Biberachzell angetreten hatte. Aus diesem Grund hatte P. Konrad alle Ministranten, die während ihrer bisherigen Mesnerzeit den Ministrantendienst ausgeübt hatten (76), am Samstag, den 12. September zum Gottesdienst eingeladen, um diesen Gottesdienst mitzufeiern. Am Ende des Gottesdienstes gratulierten ihr der Kirchenpfleger, Herr Theo Briegel, und P. Konrad als Pfarrseelsorger.
Anschließend feierten noch die Ministranten, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung zusammen mit der Jubilarin im Pfarrsaal und dankten ihr für ihre Treue.

P. Gilbert

Über dem Jahr 2009 steht für P. Gilbert die Überschrift: Sanierung des barocken Klostergebäudes, 1. Bauabschnitt. Vorbereitung der Sanierung, Bausitzungen gab es in diesem Jahr zuhauf und wöchentlich. Nach den Osterferien begann die Sanierung mit dem Umzug des Konventes in den Osttrakt des Klosters, wobei P. Gilbert sein Zimmer im 2. Stock für P. Ulrich räumte und in sein Büro im 1. Stock umzog. Eine Möbelpackerfirma besorgte das Leerräumen von Südtrakt, Mitteltrakt und Mittelbau, was viel Zeit für P. Gilbert in Anspruch nahm.
Da das Kloster mit ca. 4 Mio. Euro an den Sanierungskosten beteiligt ist, besteht ein großer Anteil der Betätigung im „Spendenbeschaffen“, was zahlreiche Gespräche mit Stiftungen und Förderern erforderlich macht. Bisher konnte P. Gilbert die jährlich gesetzten Ziele erreichen.
Am Tag des Offenen Denkmals führte P. Gilbert in stündlichem Rhythmus 500 interessierte Besucher durch die Baustelle.

An den Wochenenden war er als Aushilfe in Pfarreien der Region Neu-Ulm eingesetzt, vertrat vielmals Mitbrüder in ihrer Abwesenheit bei Gottesdiensten, in der Klosterkirche hielt er viele Trauungen, Silberne und Goldene Hochzeiten und Taufen. In Kirchberg an der Iller und in Emishalden bei Rot a.d. Rot hielt er Josefs-Predigten als Festprediger. Kirchen- und Klosterführungen waren auch in diesem Jahr wieder zahlreich zu halten, immer wieder auch verbunden mit Vorträgen über den Orden und die Klostergeschichte.
Bei den Franziskanerinnen in Ursberg hielt P. Gilbert zu unterschiedlichen Gelegenheiten Gottesdienste, nahm an Veranstaltungen teil und hält seit Oktober diesen Jahres im Schuljahr 09/10 wöchentlich einen Schulgottesdienst am Kath. Gymnasium der St. Josefskongregation.
Als Mitglied im Bund Kath. Unternehmer ist P. Gilbert seit diesem Jahr auch Geistlicher Beirat im Vorstand der Diözesangruppe Stuttgart. In dieser Gruppierung hielt er zwei Vorträge bei Seminaren zur Kath. Soziallehre sowie den Gottesdienst zum Neujahrsempfang im Schloss Friedrichshafen beim Herzog von Württemberg. Als Geistlicher Begleiter der Kath. Studentenverbindung Suebo Danubia zu Ulm hielt er für die Studenten einige Gottesdienste, ebenfalls als Geistlicher Begleiter steht er der ökumen. Laiengemeinschaft des Tempelritterordens e.V. zur Verfügung, die sich gegenwärtig um Anerkennung als Pia Unio bemüht.

Er freute sich über eine Einladung zum Neujahrsempfang des Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer in die Münchner Residenz zum Festakt der CSU anlässlich des 70. Geburtstages von Bundesminister a.D. Dr. Theo Waigel im Schloss Nymphenburg und im Saal des Klostergasthofes Ursberg durch die Gemeinde.

P. Anselm

Seine Aufgaben sind derzeit der Pfarrvikarsdienst in Neukirchen und St. Englmar an der Seite von Prior P. Simeon, dem er für die gute Zusammenarbeit in der Seelsorge an dieser Stelle herzlich dankt. Ferner hat er den Krankenbesuchsdienst in der Klinik Bogen für die Klosterpfarreien Windberg, Hunderdorf, Neukirchen und St. Englmar im Auftrag der jeweiligen Mitbrüder. Im Kloster ist er weiterhin Succentor beim Chorgebet.
Jeweils am Dienstag, seinem „Sonntag“ (= freier Tag) besuchte er einige ehemalige Augustiner-Chorherrenstifte und eine ehem. Prämonstratenser-Abtei im schönen bayerischen Land, wobei er mit seiner „zweiten Familie“, den Eisenbahnern, unterwegs war. In Bezug auf Letzteres war wohl der Höhepunkt die Mitfeier beim 150-jährigen Jubiläum des Bahnhofes Straubing und der Ostbahnstrecke Neufahrn (Ndb.) – Geiselhöring. Ein herzliches Vergelt’s Gott den Freunden vom Bayerischen Localbahn-Verein für die Quasi-Umsonst-Mitfahrt im dampfbespannten Jubiläums-Sonderzug!
Leider spielte die Gesundheit nicht immer so mit, wie es sich P. Anselm gewünscht hätte. So musste er sich wegen somatischen Depressionen zur Behandlung vom 18.3. bis 22.5.2009 ins Bezirksklinikum Mainkofen begeben. Aber die sehr gute ganzheitliche Behandlung hat ihm gut getan. Dankbar schaut er auf die Zeit dort zurück und kann bei entsprechenden Krankheiten das Klinikum Mainkofen nur wärmstens weiterempfehlen! Nicht zuletzt auch ein herzliches Vergelt’s Gott seinen Mitbrüdern, die die Behandlung dort mitgetragen haben! Derzeit ist er noch in anschließender ambulanter Psychotherapie und in Behandlung wegen der beiden Kniegelenke.
Seinen Urlaub verbrachte P. Anselm im ersten Urlaubsteil diesmal bei seinem Freund P. Dr. Gabriel Lobendanz, Zisterzienser aus dem Stift Stams und Spiritual bei den Zisterzienserinnen der Abtei Waldsassen. Im dortigen Gästehaus hat er sich bei seiner im Urlaub traditionellen „Zisterzienser-Woche“ recht wohl gefühlt. Ferner besuchte er seinen Eisenbahn-Freund P. Dr. Daniel Hörnemann, Benediktiner der Abtei Gerleve im Münsterland. Auch dort hat er sich recht wohl gefühlt und dankt für die herzliche Gastfreundschaft.
Im zweiten Urlaubsteil war er noch bei den Dominikanerinnen in Dießen am Ammersee in unmittelbarer Nähe zum ehem. Augustiner-Chorherrenstift mit seiner herrlichen Kirche.
Zu guter Letzt war er noch eine Woche zu Gast im Landgasthof Adler im Salemer Tal in der Nähe der ehem. Zisterzienser-Reichstabtei Salem (Salmannseiler) am Bodensee, wo er auch die Wallfahrtskirche Birnau besuchte.

P. Michael bedankt sich bei den Angestellten während der HausgemeinschaftsfeierP. Michael

Seit vier Jahren ist er nun in der Justizvollzugsanstalt in Straubing als kath. Seelsorger tätig. In den drei Tagen während der Woche ist er viel im Gefängnis unterwegs. Neben vielen Gesprächen mit Gefangenen, einigen Beichtgesprächen, oder einfach einen „Ratsch“ auf den Gängen, sind die Seelsorger meistens auch die Ansprechpartner für verschiedene Zuwendungen. Sei es Kaffee, Schokolade oder für die Raucher hin und wieder auch ein Päckchen Tabak. Ebenfalls vermitteln sie Telefonate oder nehmen selber den Hörer in die Hand um Dinge bei Familienangehörigen, Ämtern oder anderen Einrichtungen zu klären. Auch das monatlich stattfindende sog. „Katholische Eheseminar“ gehört zu den festen Aufgaben. Hier können verheiratete oder auch verlobte Gefangene mit ihren Frauen teilnehmen (die Anzahl ist hier jedoch begrenzt). In Gesprächsrunden, zusammen mit einer Eheberaterin der Diözese Regensburg, können hier in einer offenen Atmosphäre Alltagsprobleme besprochen werden. Diese Möglichkeit des sozialen Kontaktes wird von allen Beteiligten sehr geschätzt. Neben den wöchentlichen Tagen finden auch an den Sonntagen Gottesdienste statt. Über das Jahr verteilt wird versucht diesen durch verschiedene Gruppen „von außen“ musikalisch in besonderer Weise zu gestalten. Ob Stubenmusi, Chor, Solisten oder anderes, dies alles ist immer eine willkommene Abwechslung für die Gottesdienstbesucher.

Neben dieser Tätigkeit ist er weiterhin für die Klostergemeinschaft als Provisor (Ökonom) und Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte im Einsatz. Im achten Jahr dieser Arbeit ist einiges Routine geworden; aber nur einiges …
Bedingt durch seine technische Ader kümmert er sich auch weiterhin um das klostereigene Computernetzwerk.
Einigen Personen im Kloster, der Jugendbildungsstätte und im Klosterladen hat er dabei den Computer wieder zum Laufen gebracht. Aber bei einem Computer ist es fast so wie bei einem Erdbeben, Vulkanausbruch oder Meteoriteneinschlag: Man(n) weiß nie, wie überraschend hier etwas nicht mehr funktioniert. Irgendwie bleibt es spannend.

P. Dominik

Seit zehn Jahren ist P. Dominik nun Pfarrer in Mitterfels und seit fünf Jahren in Haselbach. Der Mitterfelser Pfarrgemeinderat überraschte ihn zu diesem kleinen Dienstjubiläum bei der Messe am Sonntag, 30. August mit einer besonderen musikalischen Gestaltung, mit Dankesworten und einer geschnitzten Krippe als Geschenk sowie mit einem kleinen Stehempfang bei Sekt und Blasmusik draußen auf dem Kirchplatz.

200-jähriges Pfarrjubiläum mit Bischof Gerhard Ludwig Müller

Auch die Pfarrei Mitterfels selbst konnte im Jahr 2009 ein Jubiläum feiern: das 200-jährige Bestehen in ihren heutigen Pfarrgrenzen. Dies war am Samstag/Sonntag, 24./25. Oktober Anlass zu einem historischen Festabend. Am Sonntag stattete dann Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller der Pfarrei seinen Besuch ab und zelebrierte den Festgottesdienst zum Pfarrjubiläum. Mit dem Kindergarten der Pfarrei Mitterfels konnte P. Dominik im Juni das 75-jährige Bestehen mit einer fröhlichen, bunten Sonntagsmesse in einer Kirche voller Kinder und einem herrlichen Sommerfest feiern.
Die Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach machte sich auch dieses Jahr wieder auf zu einer Pilgerfahrt: In der Osterwoche ging die Reise nach Assisi auf den Spuren des Hl. Franz und der Hl. Klara mit einem Abstecher nach Padua zum Hl. Antonius. Bei italienischem Frühsommerwetter erlebte die 25-köpfige Reisegruppe schöne Tage an den geistlichen Stätten im Leben dieser großen Heiligen.
Überschattet wurde die Reise leider vom Tod des Haselbacher Bürgermeisters Manfred Ecker, wovon die Reisegruppe unterwegs erfuhr. Von Assisi aus hatte P. Dominik die Beerdigung vorzubereiten und, von der Reise heimgekehrt, das Gemeindeoberhaupt zu Grabe zu geleiten, so wie es sich Manfred Ecker von ihm gewünscht hatte. Nur zehn Tage später erreichte die Pfarrei Mitterfels die traurige Nachricht, dass ihr langjähriger Pfarrer und Ehrenbürger Ludwig Pramps im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Schon wieder stand also eine große Beerdigung an. Pfarrer Pramps hatte vor zehn Jahren den Stein ins Rollen gebracht, dass P. Dominik sein Nachfolger in Mitterfels wurde, und ihm das Anfangen in der Pfarrei leicht gemacht. Traurig über den Verlust eines sehr geschätzten Menschen und Seelsorgers, aber erfüllt von christlicher Hoffnung hat die Pfarrei Mitterfels ihren ehemaligen Pfarrer unter großer Anteilnahme auf dem Mitterfelser Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.
Freudige Ereignisse im Leben als Pfarrer waren für P. Dominik die Begleitung der Kommunionkinder und der Firmlinge in der Sakramentenvorbereitung, und dann mit ihnen Erstkommunion bzw. Firmung feiern zu können; die Arbeit mit der großen Ministrantenschar in den beiden Pfarreien, wozu auch die Woche auf Ministrantenfahrt gehört, die heuer an den Chiemsee führte; die zweitägige Radwallfahrt nach Altötting (inzwischen zum fünften Mal) – um nur einige Schlaglichter zu nennen.
Auch als Autor war P. Dominik wieder aktiv. So konnte er in der Zeitschrift „Gottesdienst“ einen liturgiewissenschaftlichen Artikel über die Frage veröffentlichen, wie lange die Weihnachtszeit wirklich dauert. Sein Buch „Deine Toten werden leben“ mit Beerdigungsansprachen erschien 2009 bereits in zweiter Auflage. Als Mitglied der diözesanen Kommission für Liturgie und Kirchenmusik des Bistums Regensburg sowie in den Arbeitsgruppen für die Erstellung des Regensburger Eigenteils zum neuen Gotteslob war
P. Dominik das Jahr über bei zahlreichen Sitzungen in Regensburg, bei denen er sein liturgiewissenschaftliches Fachwissen einbringen konnte.
Dennoch kam auch die sportliche Leidenschaft unseres Mitbruders, das Rennradfahren, in diesem Jahr nicht zu kurz. Das Jahr über haben sich so auf dem Tacho – bei gestiegenem Durchschnittstempo – wieder 6.500 km angesammelt. Und Ehrensache, dass P. Dominik mit seinem Rennrad die 130 km von Mitterfels und zurück zum Dreifaltigkeitsberg bei Dingolfing fuhr, um am Straßenrand zu stehen, als Ende Mai die Radprofis bei der Bayernrundfahrt dort vorbeikamen!


P. Roman

Seit 10 Jahren ist P. Roman nun für das Roggenburger Bildungszentrum tätig. Zwei Zimmerchen im Kloster dienten damals als erste Geschäftsstelle. Begleitend zu Planung und Bau sollten bereits erste Maßnahmen verwirklich werden. Familien-Umwelt-Nachmittage, die Ökorallye am Weiherweg, Ökomarkt und die große Kinderbuchausstellung im November sind markante Bausteine aus diesem ersten Jahr. 2001 konnte das Haus für Kunst und Kultur eröffnet werden. 2002 nahm das Bildungszentrum seinen kompletten Tagungs- und Seminarbetrieb auf. Landrat Geßner dankte P. Roman auch öffentlich bei der Versammlung des Vereins der Freunde des Klosters im Oktober für seine unermüdliche Entwicklungsarbeit.
Das Jahr 2009 war stark geprägt von der Karikaturenausstellung „Die Augenbraue“ zum 70. Geburtstag von Theo Waigel. Vorgespräche, Recherchearbeit, Konzeption von Ausstellung und Katalog, Veranstaltungsplanung zur Eröffnung im April und zum Höhepunkt mit dem Besuch von Bundespräsident Köhler, über 100 Ausstellungsführungen – all dies verlangte Zeit und Kraft.
Seit Juli 2009 ist P. Roman Mitglied im Kernteam „Umweltbildung. Bayern“ beim bayerischen Umweltministerium. Dies ist ein Lenkungsgremium der gemeinsamen, landesweiten Qualitätsentwicklung von Umwelteinrichtungen.
Neben seiner Aufgabe als Direktor des Roggenburger Bildungszentrums ist er auf vielfache Weise ehrenamtlich in der verbandlichen Jugendarbeit tätig: als Kreisseelsorger der KLJB, im BDKJ, als Delegierter im Kreisjugendring. Dort ist er seit einigen Jahren auch als Vertrauensperson für die Jugendarbeit im Landkreis Neu-Ulm gewählt. Auch in der laufenden Wahlperiode wurde er in den Jugendhilfeausschuss des Landkreises bestellt. Er arbeitet im Arbeitskreis Kinder- und Jugendhilfe katholischer Einrichtungen wie auch im Arbeitskreis Kinderschutz des Landkreises mit. Seit einigen Jahren begleitet er die Altbürgermeister des Landkreises bei ihren Begegnungen mit Andachten und Gottesdiensten.
Als Seelsorger begleitet er in persönlichen Gesprächen viele Menschen und trägt deren Anliegen im Gebet und Gedenken mit. Er feiert mit den Gruppen im Bildungszentrum die Gottesdienste bei Einkehrtagen und Wochenenden. Zu Beginn der Fastenzeit hielt er Exerzitien für Religionslehrer der Diözese. Unvergessen sind ihm die Familienexerzitien des Cusanuswerkes zum Osterfest 2009 mit 22 Familien aus ganz Deutschland.
2009 nahm er mehrmals bei den Feierlichkeiten „100 Jahre Kolping Buchloe“ teil und freut sich immer wieder über Kontakte in seine Heimatstadt. Eine große Freude war ihm das Familienfest zum 80. Geburtstag seines Vaters im September in Roggenburg.

Fr. Raphael

In diesem Jahr gab es wieder sehr vielschichtige Feste und Jubiläen. Fr. Raphael konnte im Juni zusammen mit anderen Mitbrüdern nach Magdeburg fahren und dort an den beeindruckenden Feierlichkeiten zum 875. Todestag des hl. Norbert teilnehmen. Bereits zum Fest Peter und Paul konnte er zum Priesterjubiläum von Generalabt Thomas und Prior Rainer von Roggenburg mit verschiedenen Fundstücken und alten Fotos aus dem Archiv eine kleine Dokumentation über die 40 Priesterjahre von den Jubilaren zusammen stellen. So wurden viele Begebenheiten wieder wachgerufen. Eine große Freude was es für ihn, mit Abt Hermann-Josef und den zwei Indischen Mitbrüdern aus Freising bei der zweitägigen Exkursion des Freundeskreises nach Prag teilnehmen zu dürfen! Neben der schönen Moldaustadt, war der gemeinsame Gottesdienst am Grab des Ordensgründers, des hl. Norbert, der Höhepunkt dieser Reise. Fr. Raphael übernimmt die Pfortenzeit meist immer über die Ferien, damit seine Kolleginnen Sandra und Silvia mit ihren Familien Urlaub machen können. Der große Knabenchor Capella Vocalis aus Reutlingen kommt inzwischen schon einige Jahre in unsere Jugendbildungsstätte, um ihre Probenfreizeit zu gestalten. So ist zu den einzelnen Teilnehmern des Chores und dem Ehepaar Weyand ein sehr herzlicher und freundschaftlicher Kontakt gewachsen. Auch dieses Mal haben sie wieder dem Windberger Sonntagsgottesdienst durch ihre schönen Gesang eine ganz besondere Note gegeben.

Zeichnung von Hans Huber-Sulzemoos

Im Jahr 2004 nahm der Sohn des Malers Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951) Kontakt zur Abtei Windberg auf. Als Archivar pflegte Fr. Raphael die Verbindung zu dem Sohn des Malers Hermann und seiner Frau Karin über Besuche, Briefe und Telefonate. So entstand in ihnen der Wunsch den künstlerischen Nachlass des Münchner Malers an das Kloster Windberg zu geben. Nach dem Tod der Beiden, wurde alles im Sinne der Eheleute über den Erben Herrn Hansmartin Grimm aus Wolfenhausen übergeben! Am 20. Oktober konnten die vielen Originale, Skizzen und Zeichnungen des Künstlers in Empfang genommen werden. Dazu kamen noch eine ganz Menge von Skizzenbüchern, Reproduktionen und Druckplatten. Geplant ist nun das Leben und Werk des Malers in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch die schon begonnene Biografie soll weiter bearbeitet und vollendet werden. Ein aktuelles Sammelgebiet sind die Fleiß- und Hauchbilder, die sich nur mühsam zusammen tragen lassen. Auch sie sollen einmal in einer Ausstellung gezeigt werden.


P. Adrian

P. Adrian hat sich in Speinshart gut eingelebt und betreut zusammen mit P. Jonas die Pfarreien Speinshart und Schlammersdorf.
Neben der üblichen pastoralen und schulischen Tätigkeit gab es einige herausragende Ereignisse:
Am 14. September 2009 wurde Fr. Gereon in Speinshart eingekleidet, den P. Adrian zusammen mit den beiden Novizen Lukas und Markus im Noviziat begleiten darf.
Am 4. Oktober starb P. Wolfgang Bangert, der 38 Jahre lang Pfarrer in Speinshart war. Er hat sich viele Jahre um die Sanierung der Pfarrei- und Klosterkirche Speinshart bemüht. Zumindest den Startschuss für die Innenrenovierung hat er noch erleben dürfen.

Die eingerüstete Klosterkirche von Speinshart mit Bildern von Fr. Lukas

Seit März 2009 ist die Klosterkirche Speinshart staubfrei eingerüstet, so dass die Gemeinde weiterhin dort Gottesdienst feiern kann. Dank Fr. Lukas ist trotz der Baustelle ein sehr ansprechender Gottesdienstraum entstanden.
Am 14. Oktober wurden die Pfarreien von Regionaldekan Gerhard Pausch visitiert.
Ein gemeinsamer Gottesdienst mit der Pfarreiengemeinschaft und ein Gespräch mit den verschiedenen Gremien standen auf dem Programm. Regionaldekan Pausch zeigte sich erfreut über die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit Jahren das Gemeindeleben prägen und gestalten.




P. Gabriel mit Fallschirmspringern der GSG 9 P. Gabriel

„Um eine Brücke von Mensch zu Mensch zu schlagen, braucht es für den Seelsorger auch Räume, in denen er vertrauensvoll mit den Einzelnen sprechen kann“, so Abt Hermann-Josef am 15.12.2008 bei der Segnung des ersten Gesprächszimmers von Polizeiseelsorgern an einem europäischen Flughafen. Vor allem wegen der noch laufenden Neuorganisation der Bundespolizei war 2009 für P. Gabriel recht bewegt. Viele Kollegen wandten sich mit familiären, sozialen und beruflichen Problemen an ihn – da sind Gesprächszimmer als Rückzugsorte wichtig. Einen Tag in der Woche besucht er zusammen mit seinem Mitarbeiter Josef Wirler die gut 1.000 Beamten am Flughafen München, die anderen Dienststellen Süd- und Ostbayerns alle acht Wochen. Daneben nahmen 24 Berufsethische Seminare viel Zeit in Anspruch: In den vergangenen drei Jahren belegten knapp 1.700 Bundespolizisten dieses freiwillige Angebot der Seelsorge. Was wären die Kurse ohne die Abende in der gemütlichen Kantine von Renate Fittigauer? Zu intensiven Begegnungen kam es neben 9 Taufen, 3 Hochzeiten und 15 Adventgottesdiensten mit seinem evangelischen Mitbruder Ingo Zwinkau auch bei Großeinsätzen, etwa der Manichl-Demonstration in Passau, dem Natogipfel in Kehl/Straßburg oder dem Oktoberfest mit Terrordrohungen islamistischer Kreise. Das im Januar mit 4.000 Exemplaren gedruckte Cartoonheft „10 x 10 Gebote für die Bundespolizei“ wurde ein echter Renner; nun erscheinen „Neue Gebote“ mit Cartoons von Christian Habicht, etwa für Versorger, Hubschrauberpiloten oder Rückführer (Abschiebung). Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble schrieb P. Gabriel dazu: „Es hat mir Freude bereitet, über die Cartoons zu schmunzeln und zu lesen, wie Sie die Zehn Gebote sozusagen spezifisch angepasst und erweitert haben. Zu dieser gelungenen Publikation möchte ich Sie beglückwünschen.“

Als Prediger konnten in diesem Jahr gewonnen werden: Dekan P. Jordanus Brand für die Altötting-Wallfahrt mit Bikerkorso am 2. Mai und Bundespolizei-Bischof Dr. Hans-Jochen Jaschke für den „Marterlgottesdienst“ in Deggendorf am 11. September. Für beide Seiten spannend war das Seelsorgspraktikum von Anna-Maria Perl (Studentin der Religionspädagogik in Eichstätt). Ein weiterer Höhepunkt stellte der „Staffellauf“ des Einsatzzugs der 1. Hundertschaft dar: Am 27. Mai legten rund 30 Beamte in knapp zehn Stunden die 96 km von Deggendorf nach Altötting zurück, wo sie unter Glockengeläut an der Gnadenkapelle zu einer kurzen Andacht empfangen wurden.
Als Generalpostulator des Ordens freute sich P. Gabriel über die gelungenen Jubiläumsfeiern „875 Jahre Hl. Norbert“ in Magdeburg mit Grußbotschaft von Papst Benedikt XVI. und „750 Jahre Sel. Bronislawa“ in Krakau, über die gutbesuchte Wallfahrt auf den Spuren von Petrus-Adrian Toulorge in Doville (F), die Segnung einer Hroznata-Statue durch den Pilsener Bischof Frantisek Radkovský in Neutraubling sowie die Installation des neuen Zyklus von 8 Glasfenstern im Kreuzgang des Generalats in Rom. Erfreulicherweise steigt auch die Zahl der Gebetserhörungen: So erreichten ihn etwa Dankbriefe zur „Causa Toulorge“ aus allen fünf Kontinenten, darunter auch im Gefängnis geschriebene Briefe mit beeindruckenden Zeugnissen. Viel Zeit und Herzblut kostete die Überarbeitung des Hagiologion; umfasste die deutsche Erstauflage 1999 nur 454 Viten, sind es nun über 500. P. Gabriel dankt in diesem Zusammenhang seinem unermüdlichen Vorgänger P. Donatian De Clerck. Ein Vergelt’s Gott auch an Hans-Josef Bösl für das Korrekturlesen und der Abtei Mondaye für alle Unterstützung bei seinem Frankreichbesuch. Mit Spannung verfolgt P. Gabriel schließlich das Wachsen und Gedeihen seines inzwischen fast zweijährigen Neffen Paul, der in Istanbul geboren wurde und gerade mit staunenden Augen die Welt am Bosporus entdeckt.

P. Ulrich

Viel alltägliche, aber auch zahlreiche außergewöhnliche Augenblicke durchzogen das Jahr 2009.
Die Arbeit der Notfallseelsorge wurde zunehmend als Kooperationspartner in verschiedene Ausbildungs- und Betreuungskonzepte implementiert. Im Verlauf verschiedener Tagungen konnten wiederum wertvolle Erkenntnisse weitervermittelt und erworben werden.
Für die Pfarrgemeinde Wiesenbach war 2009 ein vergleichsweise eher ruhiges Jahr. Die Pilgerfahrt „Auf den Spuren des hl. Paulus“ führte im Juni ins sonnig-heiße Griechenland. Im Oktober entführte uns die Gruppe „beara“ im Rahmen eines ausgesprochen stimmungsvollen Kirchenkonzertes nach Irland.
Das katholische Landvolk engagierte sich auch im vergangenen Jahr wieder hochmotiviert für die Belange der Menschen in Nah (Krumbach) und Fern (Senegal). Die Dekanatsrunde ist fast wie eine Familie und bietet enorm viel Platz für Solidarität, Spiritualität und Freude am Leben.
Einige familiäre und private Feierlichkeiten sorgten für weitere Höhepunkte und rundeten das Jahr damit gelungen ab.

P. Martin

Zwei große emotionale Ereignisse haben P. Martin in diesem Jahr intensiv beschäftigt: Am 26. April verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit sein geliebter ehemaliger Heimatpfarrer Ludwig Pramps im Alter von 82 Jahren. Beide verband eine innige und tiefe Freundschaft, die weit über das „normale Verhältnis“ zu einem Pfarrer hinaus geht. Ludwig Pramps war ein väterlicher Freund und gehörte irgendwie zu P. Martins Familie. Über 33 Jahre war Ludwig Pramps Pfarrer in Mitterfels und begleitete P. Martin von Kindesbein an. Mit unserer Klostergemeinschaft war er sehr verbunden und hatte viel Freude, wenn er in der Gemeinschaft zu Besuch war. Als er 1999 in Ruhestand ging, war es ihm ein großes Anliegen, dass ein Windberger Mitbruder sein Nachfolger wird. Ludwig Pramps war einer der priesterlichen Vorbilder, die P. Martin damals auf seinem Berufungs-Weg stark ermutigt haben durch eine bodenständige Frömmigkeit und einer liebenswürdigen Art in der Pastoral. In seiner Eigenschaft als Prodekan kam für P. Martin die Aufgabe zu, Ludwig Pramps zu beerdigen. Die Wochen der Krankheit und des Abschiednehmens waren tiefe Momente für P. Martin. Er vermisst seinen treuen Wegbegleiter sehr!

Taufe von Paul Martin Schiedermeier mit Taufpate P. Martin

Neben der Trauer gab es aber auch große Freude: Am 3. Februar wurde Paul Christian geboren, der Sohn von P. Martins lieben Freunden Wolfram und Sigrid Schiedermeier aus Cham. Bei der Taufe mit P. Simeon am 11. Juni durfte P. Martin für Paul Christian der Taufpate sein. Mit den glücklichen Eltern freut sich P. Martin über sein kleines und liebes Patenkind!
In der Pfarrei Hunderdorf/St. Nikolaus ist P. Martin mit viel Einsatz am Werk und durchlebt seine Höhen und Tiefen als Pfarrer. Immer wieder belebend bleibt für ihn die Arbeit mit „seinen“ vielen Ministranten. Der Kindergarten St. Nikolaus konnte heuer auf sein 50jähriges Bestehen zurückschauen und feierte es mit einem schönen Fest im Juni und einem Tag der offenen Tür im Oktober.
Zweimal durfte P. Martin heuer als Festprediger fungieren, was ihn sehr freute: Im Mai bei der großen Jugendwallfahrt auf den Bogenberg, bei der er in seiner Jugendarbeits-Zeit voller Eifer mitgearbeitet hatte und die ihm immer wertvoll war. Ein weiteres Mal war er im Oktober zum Ursula-Fest in der Wallfahrtskirche Pilgramsberg eingeladen.

Nach mehrmaligen Grippe-Erkrankungen in diesem Jahr, war P. Martin schließlich fast den ganzen Juli wegen einer schweren verschleppten Grippe „außer Gefecht“ und muss nun lernen, nicht immer bis an die Grenzen der Kräfte zu gehen. Viel Sonne und Ruhe im Urlaub gab ihm wieder viel Energie. P. Martin sagt allen ein großes „Vergelt’s Gott“, die für ihn da sind und ihn und seinen priesterlichen Dienst begleiten!

Integrativer Gottesdienst mit Gehörlosen in GebärdenspracheP. Patrick

Am Ende des Jahres schaut P. Patrick wieder einmal auf ein sehr dichtes und arbeitsreiches Jahr zurück.
Durch seine Aufgabe als Gehörlosen- und Hörgeschädigten-Seelsorger der Diözesen Passau und Regensburg (Region Süd), sowie als Lehrer am Institut für Hörgeschädigte in Straubing, ist er sehr viel unterwegs zu den Menschen, die ihm anvertraut sind. Diese Aufgabe und Herausforderung erfüllt ihn immer wieder mit Freude und Dankbarkeit. Dazu gehört selbstverständlich sowohl die Sakramentenspendung als auch die Feier von Gottesdienste an den verschiedenen Orten in den beiden Bistümern.
Zwei Ereignisse haben dieses Jahr und die Tätigkeit von P. Patrick besonders geprägt.
Nach über 25-jähriger Tätigkeit hat der pastorale Mitarbeiter Richard Hurzlmeier die Gehörlosen- und Hörgeschädigten-Seelsorge verlassen. P. Patrick dankt ihm sehr für seine zuverlässige und kollegiale Zusammenarbeit. Ob und wann diese Lücke geschlossen wird ist noch offen. In Folge dessen hat sich der Arbeitsaufwand von P. Patrick erhöht.
Das zweite Ereignisse war der Umzug in eine neue Schule. Nach über vierzig Jahren erschien es günstiger, ein neues Institut  für Hörgeschädigte in Straubing zu bauen. Leider wurden bei der Planung der neuen Schule keine geeigneten Räume oder Möglichkeiten für Gottesdienste berücksichtigt, die deshalb nun dafür fehlen. Nach der Eingewöhnungsphase hoffen sowohl Schüler und Schülerinnen als auch das pädagogische Personal, dass sich der Schulbetrieb schnell wieder normalisiert.

Für seine Hobbys und die Pflege seiner persönlichen Kontakte bleibt P. Patrick nur noch wenig Zeit. Dennoch ist es ihm auch wichtig, diesen Ausgleich immer wieder zu suchen. Und so ist er für die vielen Zeichen der persönlichen Verbundenheit und des Gebetes sehr dankbar. Sie lassen ihn auch in das neue Jahr mit viel Freude und Hoffnung starten.

P. Petrus-Adrian

Für P. Petrus-Adrian geht wieder ein sehr arbeitsreiches Jahr zu Ende. Die immer steigenden Belegungszahlen der Jugendbildungsstätte bedeuten auch mehr Arbeit. Aber die Zusammenarbeit mit dem Jugendbildungsstätten-Team und den vielen Honorarkräften machen sehr viel Freude und erleichtern auch die zu bewältigende Arbeit. Die Begleitung unseres Postulanten und jetzigen Novizen fr. Nikolaus war ihm sehr wichtig. Im September kam mit fr. Philipp-Neri noch ein zweiter Novize dazu, die er als Novizenmeister die nächsten Jahre begleiten wird. Diese neue Aufgabe ist ihm ein echtes Herzensanliegen. Wichtig ist ihm auch die Seelsorgsaufgabe beim BDKJ-Kreisverband Straubing-Bogen. Die Zusammenarbeit mit den Verbänden ist sehr wertvoll. Sehr gute Zusammenarbeit gibt es auch mit der Jugendpflegerin und der katholischen Jugendstelle in Straubing. Im Juni begleitete P. Petrus-Adrian eine Klosterkursfahrt zum Kloster Wilten in Innsbruck und nahm an den Feierlichkeiten zum 875-Todestag Norberts in Magdeburg teil. Seinen Urlaub verbrachte er mit P. Simeon in Norwegen. Er besuchte Tromsö, Hammerfest, das Nordkap und die Lofoten. Die Urlaubszeit war geprägt von sehr viel Ruhe und dem Besuch von herrlichen Landschaften. Im Oktober besuchte er mit den beiden Novizen das Kloster Roggenburg und die ehemaligen Prämonstratenserklöster der schwäbischen Zirkarie. P. Johannes-Baptist, P. Rainer und Fr. Maximilian Maria aus dem Kloster Roggenburg nahmen sich dafür Zeit, um uns die klösterlichen „Kostbarkeiten“ Schwabens zu zeigen. Das Jahresende war wie immer geprägt von den Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest, wobei es ihm immer wichtig ist, dass die orientalische Krippe schön aufgebaut ist.

Präsentation der veröffentlichten Diplomarbeit von P. Petrus-Adrian in der Windberger Schriftenreihe Band 7

 

Fr. Christian

In seinem ersten Jahr nach seiner Priesterweihe wirkte P. Christian als Kaplan der Pfarreiengemeinschaft Illertissen-Jedesheim-Au-Betlinshausen-Tiefenbach und zugleich als Religionslehrer an den dortigen Schulen. Im Sommer dieses Jahres bot sich für P. Christian die Möglichkeit, ganz in den Schuldienst zu wechseln. So ist er seit September als Schulseelsorger und Religionslehrer am kirchlichen Gymnasium „Kolleg der Schulbrüder“ in Illertissen tätig.


Fr. Jonas

P. Jonas ist nun seit über einem Jahr im Kloster Speinshart in der nördlichen Oberpfalz. Dort ist er in den Pfarreien Speinshart und Schlammersdorf zusammen mit P. Adrian als Pfarrvikar tätig. Als gebürtiger Allgäuer hat er sich mittlerweile gut im „hohen Norden“ eingelebt und fühlt sich von den Menschen akzeptiert. Seit dem 25. Januar ist er auch als Kreisjugendseelsorger und als BDKJ-Seelsorger für den Landkreis Neustadt an der Waldnaab zuständig. Die  Tätigkeit in der Jugendseelsorge ist für P. Jonas eine interessante und auch gewinnbringende Aufgabe, die er gerne und mit Freude verrichtet. Gerade als „Neuankömmling“ vor einem Jahr war es auch eine gute Möglichkeit für ihn mit den Menschen im weiteren Umkreis Kontakt zu bekommen und Bekanntschaften zu machen.


Fr. Johannes-Baptist

Nachdem 2008 für P. Johannes-Baptist ein durch Veränderungen und Neuanfänge geprägtes Jahr war, zeichnete sich 2009 eher durch Stabilität und Kontinuität aus. Zusammen mit Prior P. Rainer betreut er die Pfarreien Roggenburg, Schießen und Biberach und ist als Novizenmeister und Klerikermagister für die Ausbildung der jungen Mitbrüder zuständig. Innerhalb des Redaktionsteam „Communicantes“ bereitet P. Johannes-Baptist zusammen mit Abt Hermann Josef aus Windberg, Prior Lukas aus Schlägl und H. Anselm aus Fritzlar das Symposium „Gemeinsam auf dem Weg zu Gott“ vor, das vom 7. bis 10. Februar 2010 im Stift Wilten stattfinden wird. Der gemeinsame 60. Geburtstag seiner Eltern bot ihm eine gute Gelegenheit, mit ihnen im November eine Kurzreise nach Rom zu unternehmen.


P. Benedikt

P. Benedikt war Anfang des Jahres mit der Veröffentlichung seiner Dissertation über die Wittelsbacher Stiftung „Domus Gregoriana“ zu München beschäftigt, die im Frühjahr im Verlag Dr. Kovač in Hamburg herauskam. Die Arbeit umfasst 944 Seiten und ist in zwei Teilen erschienen. Am 17. Mai nahm er zusammen mit Prior Rainer an der Feier der Glockenweihe in der Kapelle in Klesberg mit Weihbischof Dr. Karlheinz Diez aus Fulda teil. P. Benedikt hatte im Rahmen seiner Heimatprimiz in Ulmbach die Kollekten für eine neue Glocke zu Ehren der Hl. Kunigunde bestimmt. Erholung fand er im Sommerurlaub, den er in Irland verbrachte. Seit Sommer ist er Sozius der Historischen Kommission des Ordens.

Profess von Fr. RupertFr. Rupert

Hinter Fr. Rupert liegt sein erstes Jahr in Rom. Von den vielen Eindrücken und Erlebnissen des letzten Jahres berichtet er seinen Mitbrüdern jeden Sonntag in einem Fax, das nunmehr zu einer festen Einrichtung geworden ist.
Zu Beginn des Jahres wurde er als erster Ordensmann nach dem zweiten Weltkrieg in das altehrwürdige Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum, das deutsch-ungarische Studienkolleg in Rom, aufgenommen. Dem im Jahre 1552 durch Ignatius von Loyola gegründete Germanicum gehörten in seiner langen Geschichte bereits eine Reihe von Prämonstratensern an, so auch ein Mitbruder aus Windberg im 18. Jahrhundert. Dass Fr. Rupert nach einer mehrere Jahrhunderte dauernden Pause nunmehr der zweite Windberger Prämonstratenser im Kolleg sein darf, freut ihn sehr. Mittlerweile hat er sich sehr gut im Kolleg eingelebt und fühlt sich sehr wohl. Jeden Tag besucht Fr. Rupert Vorlesungen und Seminare an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Im letzten Jahr hatte er hier einen regelrechten Prüfungsmarathon zu absolvieren. Fleiß und Beharrlichkeit im Arbeiten zahlten sich einmal mehr aus, so dass er im Sommer mit  hervorragenden Ergebnissen nach Windberg in die Ferien aufbrechen konnte. Die Sommermonate verbrachte Fr. Rupert zuhause in der Abtei, um sich in aller Ruhe auf seine Feierliche Profess vorzubereiten. Sehr schöne Tage der Vorbereitung erlebte er in Scheidegg, wo er gemeinsam mit Fr. Nikolaus, Fr. Philipp und Pater Petrus-Adrian bei den Dillinger Franziskanerinnen für die Exerzitien Quartier bezog. Zur Feier der Profess am 12. September kamen viele Verwandte, Freunde und Weggefährten von Fr. Rupert nach Windberg. Es war für alle ein wunderschöner Tag. Fünf Jahre hatte sich Rupert durch alle Höhen und Tiefen, die zu einem Ordensleben dazugehören, auf diesen Moment vorbereitet. Den feierlichen Gottesdienst und die vielen schönen Begegnungen des Professwochenendes werden wohl alle noch lange in Erinnerung behalten.

Familie von Fr. Rupert - Profess

 

Ende September brach Fr. Rupert wieder nach Italien auf. Das neue Studienjahr in Rom beginnt für die Germaniker traditionell mit einer Wallfahrt zur Muttergottes von Mentorella in den Prenestinischen Bergen – für Rupert nicht zuletzt eine gute Gelegenheit, um für den Sommer und die schöne Professfeier zu danken. Mittlerweile ist er wieder in seine römische Welt aus Büchern und Bibliotheken eingetaucht. Weihnachten wird er jedoch zuhause mit den Mitbrüdern in Windberg verbringen und darauf freut er sich schon sehr.


Fr. Lukas

Fr. Lukas studierte auch in diesem Jahr wieder fleißig weiter und kann nun hoffnungsvoll auf die Beendigung seines Studiums der Sozialen Arbeit in diesem Wintersemester 2009/10 blicken – als einer der erster Absolvent
des neuen Bachelor-Studienganges in diesem Fach. Sein Bachelorarbeits-Thema verband Fr. Lukas mit seinem Engagement für Geschwister krebskranker Kinder, die jedes Jahr in der Karwoche eine thematische Freizeit im Kloster Roggenburg verbringen. Die Problematik dieser auch als „Schattenkinder“ bezeichneten Jungen und Mädchen aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit zu suchen – dies hat sich Fr. Lukas sowohl aktiv bei den Freizeiten als auch auf wissenschaftlicher Ebene in der Abschlussarbeit vorgenommen.
Aber keine Sorge – auch das Studium der Katholischen Theologie führt er weiterhin fort und kann sich ab dem kommenden Sommersemester wieder voll und ganz dieser Disziplin widmen.

Profess von P. ManuelP. Manuel

Am 3. Januar 2009 hat P. Manuel während einer Pontifikalvesper vor dem Konvent und in die Hände unseres Abtes Hermann-Josef Kugler seine zeitliche Profess abgelegt und sich damit auf drei Jahre an die Gemeinschaft der Kanonie Windberg gebunden. Zur Professfeier waren neben Mitbrüdern aus Windberg und Speinshart, auch sein Vater und einige Freundinnen und Freunde angereist. Vor allem in die Schweiz, wo er zehn Jahre als Pastoralassistent und Priester tätig war, sind gute freundschaftliche Kontakte geblieben, und so waren auch Gäste aus seinen früheren Pfarreien aus Küssnacht am Rigi und Zürich zur Feier nach Roggenburg gekommen.
Seit Februar ist P. Manuel nun schwerpunktmäßig dabei, ein neues Beratungsangebot im Kloster Roggenburg zu etablieren. Unter dem Namen „Xenodochium“ geht es um die Beratung von Menschen in Psychotherapie und Supervision sowie um geistliche Begleitung und die Betreuung von Klostergästen. Zu diesem Zweck macht er momentan eine Zusatzausbildung in systemischer Supervision beim Erzbistum Köln, die für ihn ebenso interessant ist wie sie ihm Freude bereitet. Seit Februar ist P. Manuel auch zur priesterlichen Mithilfe in der Pfarreiengemeinschaft Krumbach beauftragt und feiert seit September sonntags nun auch die Eucharistie mit geistig und körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen des Dominikus-Ringeisen-Werks in St. Franziskus, Ursberg. Zum 1. Oktober hat ihn der Bischof von Augsburg zur Mitarbeit in der Priesterseelsorge des Bistums beauftragt. So war das Jahr 2009 für P. Manuel vor allem durch den unterschiedlich geprägten beruflichen Neustart geprägt, und er ist froh und dankbar, dass dieser Start wirklich gut gelungen ist.


Generalabt Thomas Handgrätinger

Ein Jubel-Jahr

Es war ein Jahr voller Jubiläen, an denen der Generalabt besonders teilnehmen durfte. Vor 875 Jahren, am 6. Juni 1134, ist unser Ordensstifter, der Hl. Norbert, als Erzbischof in Magdeburg gestorben. In vielen Häusern wurde dieses Ereignis besonders hervorgehoben und gefeiert. Das Hauptfest am 6. Juni fand in diesem Jahr in Xanten und Magdeburg statt. Besonders die Abtei Hamborn hatte sich an beiden Wirkungsorten des Hl. Norbert intensiv engagiert, um diese Gedenktage würdig zu gestalten. In Magdeburg kamen an die 50 Prämonstratenser zusammen, um im protestantischen Dom an der feierlichen Vesper teilzunehmen. Nicht in diesem Dom, aber an dieser Stelle hatte der hl. Norbert gewirkt, gepredigt und Eucharistie gefeiert. Von hier aus setzte er alles daran, seine Diözese geistig zu erneuern im Sinn der gregorianischen Reform. Von hier aus wurde auch das Kloster zu „Unser Lieben Frauen“ in ein Prämonstratenserkloster umgewandelt; es sollte auch für über 300 Jahre der Ort seiner letzten Ruhestätte sein. Diese Feier zusammen mit der Diözese Magdeburg, deren Diözesanpatron der Hl. Norbert ist, war sicher ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Den Mitbrüdern in Magdeburg sei gedankt für all die Initiativen und Organisationsarbeiten. Im gleichen Jahr 1134, als der Hl. Norbert starb, sind weitere Abteien entstanden. So feierte die flämische Abtei Averbode im August und die ‚holländische‘ Abtei Berne/Heeswijk im Oktober das 875. Gründungsjubiläum. Die Abtei Hamborn selber beging Ende August ihre 50-jährige Wiederbesiedlung, als die Mitbrüder 1959 von Rot an der Rot ins Ruhrgebiet wechselten. Ein Jubiläum besonderer Art feierte in Mähren die ehemalige Abtei Zabrdovice. Vor 800 Jahren gegründet wurde diese Abtei zum Mutterkloster der heute noch bestehenden Abtei Nová Riše. Und in der Wetterau waren die Prämonstratenser zum 850-jährigen Kirchweih-Jubiläum eingeladen. Dieses Jubiläum wurde zusammen mit dem Gottfriedfest mit einer Messe „in honorem Sti. Godefridi“  des Strahover Mitbruders Mecelius (17. Jh.) begangen. Abends wurden die Gebeine des Heiligen feierlich durch das Dorf Ilbenstadt getragen. Sogar mit einem Triduum feierte die Abtei Monday in der Normandie ihr 150-jähriges Jubiläum der Wiederbesiedlung, als damals 1859 Mitbrüder aus Grimbergen einen Neubeginn in der Region Calvados wagten.
Neben den Jubiläum war der Generalabt zu mehreren Prälatenwahlen unterwegs in Daylesford (USA), in Jasov (Slowakei), in Kinshasa (Congo), in Gödöllö und Csorna (Ungarn), in Schlägl (Mühlviertel); ebenso nahm er an drei bedeutenden internationalen Ordenstreffen teil, am II. Norbertine-Associates-Meeting in Tongerlo, am II. Internationalen Schwestern-Treffen in Mariëngaard und schließlich am internationalen Prälatentreffen in Rom, Monte Cucco. Das südamerikanische Juniorentreffen in Itinga (Bahia, Brasilien) war das dritte seiner Art und vereinte die jungen Prämonstratenser vor allem aus Brasilien (Jaú, Montes Claros, Itinga).

40-jähriges Priesterjubiläum

In diesem Jahr, am Fest Peter und Paul, durfte der Generalabt in Windberg auch ein persönliches Jubiläum feiern zusammen mit seinem Konnovizen Prior Rainer Rommens, dem Windberger Konvent und vielen Bekannten und Freunden. Vor 40 Jahren war er im Hohen Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht worden. Abt Martin von Schlägl hielt die Predigt und fand wohlmeinende Worte für die Jubilare.
Dieses reiche und arbeitsintensive Jahr brachte viele Besuche, Gespräche und Begegnungen mit sich; es waren lichtvolle Feste und glänzende Feiern. Der Orden weiß neben all seinem großen Einsatz zu feiern, was ja oft auch mit viel Arbeit verbunden ist. Am Ende sei darum ein besinnliches Wort von Kurt Marti gestellt, das unser Tun etwas zu relativieren vermag:

„Vielleicht dass die christen wirklich licht sind der welt
das wird sich noch weisen
aber wann aber wann wird die heiligung jenes namens erschienen
der finsternis sprengt mit explosionen des lichts?“


+ Thomas Handgrätinger
Generalabt

 

 



Unsere Novizen stellen sich vor

Fr. Nikolaus
Einkleidung von Fr. Nikolaus

Fr. Nikolaus freut sich, zum zweiten Mal seinen Artikel im „communio“ zu lesen.

Das vergangene Jahr brachte ihm etliche Erfahrungen in der Gemeinschaft. Er verbrachte Ende April seine ersten Ferien daheim. Im August beendete er mit Erfolg seinen Sprachkurs mit Sr. Cornele aus Kostenz. Am 11. September wurde er mit Fr. Philipp Neri in der Windberger Klosterkirche eingekleidet, damit wurde sein einjähriges Postulat beendet und das Noviziat begonnen. Der ausgewählte Klostername hat für ihn eine gewisse Bedeutung, er entspricht auch seiner Herkunft, denn der Hl. Nikolaus gilt als Patron seines Heimatlandes und ist sehr beliebt sowohl in Russland als auch in Deutschland. Es hat einige Zeit gedauert bis alle Mitbrüder, auch er selber, sich vom früheren Dimitrij zugunsten des gegenwärtigen Fr. Nikolaus umgestellt haben.

Einkleidung von Fr. Nikolaus

 

Fr. Philipp-Neri
Einkleidung von Fr. Philipp-Neri

Geboren wurde ich am Lichtmeßtag 1988 in Simbach am Inn und zwei Monate später in meiner Heimatpfarrkirche
St. Martin in Tettenweis im Rottal auf dem Namen Josef getauft. Dort wuchs ich auf und besuchte die Grundschule.
In der Zeit bis zu meiner Mittleren Reife 2005 an der Evangelischen Realschule Ortenburg war ich in der Pfarrei Tettenweis als (Ober-)Ministrant, Organist, Mesner, Kantor und Pfarrgemeinderat engagiert.
Durch meine Arbeit in meiner Heimatpfarrei und durch das Vorbild meines leider bereits verstorbenen Heimatpfarrers wuchs in mir der Wunsch Priester zu werden.
So begann ich 2005 mein Abitur im Erzbischöflichen Spätberufenenseminar St. Matthias in Waldram nachzuholen, das ich 2009 in den Leistungskursen Religion und Deutsch sowie in Latein und Biologie ablegte.

In Waldram lernte ich auch das Leben in einer geistlichen Gemeinschaft kennen und vor allem schätzen. Gemeinsames Beten, Essen, Reden und Leben wurde zu einem wichtigen Teil meines Lebens, sodass sich mir die Frage stellte ob ich nun zu einem Leben als Weltpriester, der ja oft Einzelkämpfer in seiner Pfarrei ist, oder zu einem Leben in einem Seelsorgeorden berufen bin. 
Lange habe ich mit dieser Entscheidung gehadert, denn einerseits war ich in meinem Heimatbistum Passau sehr aktiv in der Ministrantenarbeit und daher sehr gut in das Bistum integriert, andererseits lies mich die Frage nach Gemeinschaft nicht mehr los.

Einkleidung von Fr. Philipp-Neri

Nach zahlreichen Besuchen in Windberg, das ich 2003 auf einen Ausflug meiner Heimatpfarrei kennen gelernt hatte, entschloss ich mich dann das Leben als Prämonstratenser für mich zu erproben und den Schritt ins Kloster zu wagen, um zu prüfen ob ich zu einem Leben in einer von Gebet und Seelsorge geprägten Gemeinschaft berufen bin.

Als Patron für mein Ordensleben habe ich den Heiligen Philipp Neri gewählt. Er wuchs mir in meiner Facharbeit über Lachen und Humor im Christentum ans Herz. Sein Leben als Seelsorger der für die Menschen seiner Zeit da war, sie mit seiner Freude und seinem Lachen zu Jesus geführt hat, sein Leben als zutiefst kontemplativer und zugleich unwahrscheinlich aktiver Mensch, der immer versuchte wie die ersten Christen in Jerusalem in Gemeinschaft zu leben soll mir zum Vorbild für mein Ordensleben werden.

Einkleidung von Fr. Maximilian in RoggenburgFr. Maximilian Maria

19 Jahre alt, habe ich in diesem Jahr am Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg das Abitur gemacht und mich dann entschieden direkt im Anschluss an meine schulische Ausbildung ins Kloster Roggenburg einzutreten.
Meine Heimat ist das unterfränkische Dipbach, Ortsteil der Gemeinde Bergtheim, etwa 25 km nördlich von Würzburg gelegen. Ich habe drei Brüder, meine Mutter arbeitet als Pfarrhaushälterin und mein Stiefvater ist Bürgermeister im Ruhestand. In den vergangenen Jahren war ich an verschiedenen Stellen in meiner Heimatgemeinde Bergtheim und meinem Heimatort Dipbach engagiert. So war ich lange Jahre Oberministrant, seit 2006 im Pfarrgemeinderat aktiv und wurde bei den Kommunalwahlen 2008 in den Gemeinderat gewählt. Darüber hinaus nahm ich in den vergangenen beiden Jahren immer wieder als Betreuer an Familienfreizeiten für Familien mit behinderten Kindern teil.
Den entscheidenden Anstoß für meinen Weg ins Kloster erhielt ich beim Weltjugendtag 2005 in Köln. In der Folge intensivierte sich mein Wunsch geistliches Leben näher kennen zu lernen und meine eigene Berufung zu ergründen. Nach Gesprächen mit meinem Heimatpfarrer und einigen Aufenthalten in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach lernte ich im November 2006 das Kloster Roggenburg kennen und war fasziniert von der Kombination aus einem Leben in der Gemeinschaft und dem seelsorgerlichem Wirken für die Menschen. Es folgten dann mehrere Aufenthalte und ein näheres Kennenlernen, bis ich dann vergangenes Jahr die Entscheidung traf den Antrag auf Aufnahme in das Noviziat zu stellen.
Am 18. September erhielt ich schließlich unser weißes Ordensgewandt und den Namen Fr. Maximilian Maria (nach dem hl. Maximilian Maria Kolbe). Seitdem versuche ich Stück für Stück in die Gemeinschaft der Prämonstratenser von Roggenburg und das Leben als Ordensmann hineinzuwachsen.



Noviziat

Nach der Einkleidung erhielten Fr. Nikolaus und Fr. Philipp-Neri eine Schultüte zum Beginn des Noviziates

Am 14. September, nach der Einkleidung, begann für uns drei das erste Noviziatsjahr. Seit dieser Zeit begleitet uns der Noviziatsunterricht. Wir zwei Novizen drücken wieder die Schulbank und haben Fächer wie Kirchengeschichte, Liturgie, Psalmen, Neues Testament, Spiritualität, und Augustinus. Einmal in der Wochen haben wir Gesangsunterricht und üben uns in unterschiedliche Spiritualitätsformen ein. Am Donnerstagmorgen kämpfen wir mit dem Laub im Klostergarten; doch jede Woche vergeblich! Im Vorfeld und während des Noviziates machten wir einige Studienfahrten, um den Orden besser kennen zulernen. Vom 2.-4. Juni besuchten wir das Prämonstratenserstift Wilten in Innsbruck und lernten dort Konvent und Kloster kennen. Von P. Simeon, der in Innsbruck studierte, fachkundig geführt, besichtigten wir die Sehenswürdigkeiten Innsbrucks wie z.B. das „goldene Dachl“ oder den Dom. Neben Klöster und Kultur stand aber auch die Natur auf dem Plan, so eine Wanderung auf dem Patscherkofel und eine Fahrt ins Stubaital.
Anschließend nahmen wir zusammen mit einigen Mitbrüdern aus Windberg an der zentralen Feier zum Norbertusjahr in Magdeburg teil. Neben den großen Gottesdiensten mit Generalabt Thomas und Bischof Feige und der Besichtigung des Magdeburger Doms blieb viel Zeit zum Kennen lernen vieler Mitbrüdern aus der ganzen Welt.
Auf dem Nachhauseweg machten wir noch einen kleinen Umweg zum ehem. Prämonstratenserkloster Jerichow, deren herrliche romanische Kirche noch original erhalten ist.
Die Exerzitien vor der Einkleidung verbrachten wir  in Scheidegg, der Heimat unseres Novizenmeisters, wo wir von den Dillinger Franziskanerinnen herzlich aufgenommen wurden. Die Vorträge zu Themen des klösterlichen Lebens wurden von den Schwestern vor allem von Sr. Berbinda, die an unseren Exerzitien teilnahm, anschaulich gemacht und mit Beispielen aus ihrem Ordensleben praktisch geerdet.

Nach der Einkleidung erhielten Fr. Nikolaus und Fr. Philipp-Neri eine Schultüte zum Beginn des Noviziates


Neben dem Geistlichen wurde aber auch die Kultur nicht vergessen. So erkundeten wir die Klosterinsel Reichenau, die Blumeninsel Mainau und die ehem. Freie Reichsstadt Lindau im Bodensee.
Für die große Gastfreundschaft, die viele Sorge um unser Wohl und vor allem auch ihr Gebet dürfen wir den vier Schwestern, Oberin Sr. Chiara, Sr. Berbinda, Sr. Gunda und Sr. Gabriele herzlich „Vergelt’s Gott“ sagen. Besonders haben wir uns gefreut, dass wir alle vier Schwestern bei der Einkleidung von Fr. Maximilian Maria in Roggenburg wiedersehen konnten.
Von 2.-4. Oktober war ein Mammut-Wochenende für uns. So machten wir uns auf den Weg ins 700 Kilometer entfernte Heeswijk, wo unsere Mutterabtei Berne ihr 875-jähriges Jubiläum beging. Auf dem Weg machten wir noch kurz in Speyer Halt um den romanischen Kaiserdom zu besichtigen und uns an Pfälzer Saumagen zu stärken.
In Berne nahmen wir am Samstag an der Weihe des neuen Altars und am Festakt zum Jubiläum teil.
Noch in der Nacht machten wir uns auf den Rückweg nach Windberg um am nächsten Morgen rechtzeitig zum Rosenkranzfest in Speinshart zu sein. Der Gottesdienst mit Weihbischof Radspieler, seine herzlich Art und seine ganz praktische Predigt war für uns alle ein schönes Erlebnis. Am Nachmittag nahmen wir schließlich noch an der Seligsprechung des Barmherzigen Bruders Eustachius Kugler im Regensburger Dom teil. Die Feier, wie auch die Prozession durch ganz Regensburg hinterließ bei uns allen großen Eindruck.
Traditionell besuchen die Novizen der Abtei Windberg das Tochterkloster Roggenburg, um die dortige Gemeinschaft kennen zu lernen und die vielen ehemaligen Prämonstratenserklöster in Oberschwaben zu besichtigen. P. Johannes-Baptist und Fr. Maximilian Maria gestalteten für uns ein sehr interessantes Programm. Prior P. Rainer besuchte mit uns viele oberschwäbische Klöster, die er uns durch sein enormes historisches Wissen näher brachte. Für die Tage in Roggenburg sagen wir hier Dankeschön an die dortigen Mitbrüder. So verliefen die vergangenen Mo-nate wie im Fluge und so steht nun schon das Weihnachtsfest vor der Tür und zu dritt sind wir damit beschäftigt, die nötigen Vorbereitungen für die Festtage zu treffen.

Fr. Nikolaus, Fr. Philipp-Neri,
P. Petrus-Adrian

 

 


 

 

 

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